Editorial

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Die IT-Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Auch wenn an vielen Orten noch alles in Ordnung zu sein scheint, pfeift an anderen Stellen der scharfe Wind des globalisierten Wettbewerbs scharf und deutlich. Seine Botschaft lautet: Es wird in Zukunft schwieriger werden, sich auf ein funktionierendes Businessmodell zu verlassen; der Wandel bestimmt das Geschäft.

Es waren nicht die Telkos und Mobiltelefonanbieter, die dem Smartphone zum Durchbruch verhalfen, sondern der Quereinsteiger Apple mit seinem iPhone. Die mächtige und global vernetzte Autoindustrie hat nicht als erste ein überzeugendes Elektromobilitätskonzept auf die Straße gebracht, sondern ein Start-up aus Kalifornien (Tesla). Es sind in Deutschland nicht die Warenhäuser mit ihrer Versandhandelserfahrung aus Jahrzehnten, die das Internet als Vertriebskanal offensiv nutzen, sondern Amazon und eBay.

Aus dem Vorstand der BMW AG wird kolportiert, dass die Hauptmotivation, drei Milliarden Euro Entwicklungskosten in ein vollständig neues Elektroauto (den i3) zu investieren, allein von der Furcht vor Apple getrieben war (manager magazin, http://bit.ly/125s3Qt).

Gewiss kennen auch Sie eine Vielzahl solcher Geschichten, und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen ... Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es mit Ihrer Branche, in der Sie arbeiten, weitergeht? Welcher Quereinsteiger wohl hinter der nächsten Ecke lauert, bloß um alles schneller, kundenorientierter, flexibler zu machen als Ihr bislang erfolgsverwöhntes Business?

All diese Newcomer, von denen hier die Rede ist, verbindet ein zentrales Merkmal: sie sind in gesteigertem Maße IT-getrieben. War bisher die Umsetzung komplexer Enterprise-Systeme die hohe Kunst der IT, ist es nun die Umsetzung webbasierter Anwendungen und Geschäftsmodelle. Und dies gekoppelt mit einem hohen Maß an Flexibilität sowie einem enormen Durchsatz an Features.

Der Wandel zielt also zuallererst auf – beständigen Wandel. Damit ist keine Trivialität gemeint, sondern ein Umdenken, das sich in der IT-Industrie schon längst vollzieht. Nehmen wir die Start-up-Kultur: da werden unfassliche Gelder in (mitunter windige) Geschäftsmodelle gesteckt, da hängen hochbegabte Leute ihren normalen Job an den Nagel, bloß um ein neues „Venture“ (mit-)gestalten zu dürfen! Und warum? Weil der Wandel zur Norm wird, und vermutlich diejenigen, die bereit zum (zielgerichteten) Experiment sind, schon bald die Nase vorne haben werden.

Das ist aber noch nicht alles. Die Rede vom Wan...

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