Kolumne: EnterpriseTales

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Im Rahmen der diesjährigen JavaOne kündigte Oracle das Projekt Avatar an – mal wieder. Gleiches geschah nämlich bereits 2011 und 2012. Doch dieses Mal scheint deutlich mehr dahinter zu stecken, als nur ein paar Slides und Demos. Avatar ist ein Web Application Framework, das die Java-basierte Implementierung von „modernen HTML5-Anwendungen“ deutlich vereinfachen soll. Grund genug für E.T., einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Vorab ein kleiner historischer Abriss: Bereits 2011 priesen Cameron Purdy (heute Vice President of Development, Oracle) und Adam Messinger (heute CTO, Twitter) unter dem Motto „One to rule them All“ ein neues Projekt namens Avatar an, das die Entwicklung moderner Webanwendungen im Java-Umfeld deutlich vereinfachen sollte. Neben ein paar Slides, aus denen noch nicht einmal hervorging, ob es sich um ein Framework, Infrastruktur oder eher eine Philosophie handeln sollte, gab es damals allerdings nicht viel zu sehen. Die wenigen, greifbaren Informationen ließen vermuten, dass ein „Etwas“ geschaffen werden sollte, das vom HTML5- und JavaScript-Client bis hin zum Java-Back­end ein einheitliches Programmiermodell bietet und dabei auch moderne Aspekte wie WebSocket und JSON berücksichtigt. Als Ziel wurde auch eine stärkere Vereinheitlichung der Zielplattformen genannt, da die, auf diesem Modell basierenden Anwendungen auch auf Smartphonebrowsern lauffähig sein sollten.

Etwas konkreter wurde es dann etwa zwölf Monate später, natürlich wieder pünktlich zur JavaOne. Im Rahmen der Keynote wurden erste Demos gezeigt und auf dem Java-Playground – eine Art Ausstellung der neuesten Technologien – konnten Interessierte einen Blick auf den Quellcode werfen. Das Ganze war aber nach wie vor eher eine Blackbox als ein offenes Projekt. Selbst ausprobieren oder gar herunterladen konnte man nach wie vor nichts. Bis jetzt ...

Avatar (2013 Remix)

Getreu dem Motto „und ewig grüßt das Murmeltier“ ließ es sich Oracle auch in diesem Jahr nicht nehmen, das Projekt Avatar noch einmal vorzustellen. Anders als in den vergangenen Jahren steckte diese Mal aber tatsächlich auch eine gewisse Substanz dahinter – Open-Source-Lösung zum Herunterladen inklusive [1].

Das Projekt Avatar trägt der Tatsache Rechnung, dass moderne Webanwendungen mehr und mehr die gesamte UI-Logik – Modell, View und Controller – auf den Client verlagern und somit einen neuen Architekturansatz (TSA, Thin Server Architecture) verfolgen. Das Resultat sind Single Page Applications, die ei...

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