Editorial

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Am Anfang war die Suche – das trifft auf Google genauso zu wie auf Elasticsearch, das aufstrebende Unternehmen hinter der gleichnamigen Open-Source-Suchtechnologie. Die gewaltige Marktmacht, die Google in seinen sechzehn Jahren Existenz aufgebaut hat, und die mannigfaltigen IT-Bereiche, in denen der Suchmaschinenriese mittlerweile mitmischt, dürften hinlänglich bekannt sein. Auch Elasticsearch, das Apache Solr Konkurrenz macht und ebenso auf Doug Cuttings Software Apache Lucene aufsetzt, steht hoch im Kurs: Vergangenen Sommer sicherte sich das Unternehmen hinter der in Java entwickelten Suchtechnologie weitere 70 Millionen US-Dollar Venturekapital in einer C-Serien-Finanzierungsrunde. Erst vor vier Jahren hatte Shay Banon die erste Version seines Lucene-basierten, dokumentorientierten Suchprojekts vorgestellt. Bald darauf hatten sich ein Unternehmen und eine Community um das Projekt formiert, das mittlerweile eine Riege prominenter Nutzer vorweisen kann, darunter Foursquare, Netflix, Mozilla, Xing, Soundcloud, Wikimedia und GitHub.

Wenn Daten das neue Öl sind, so gehören Suchlösungen wohl zu den effizientesten Instrumenten zur Förderung dieses wertvollen Rohstoffs. Ihr Erfolg gründet auf einem menschlichen Grundbedürfnis – dem Durst nach Informationen – und der wohl intuitivsten Art und Weise, dieses zu stillen: die eigenständige Recherche in Datenbeständen. Verstärkt wird der Trend zur mehr oder minder gezielten Suche in riesigen Informationspools durch die täglich wachsende Menge an verfügbaren Daten und die immer verblüffendere Intelligenz der allgegenwärtigen Such-Engines.

Shay Banon, der für die vorliegende Ausgabe Fragen zu Geschichte und Gegenwart seiner technologischen Schöpfung beantwortete, erinnert sich ab S. 44 an die bescheidenen Ursprünge von Elasticsearch bzw. der Vorgängertechnologie Compass vor zehn Jahren: Seine Frau besuchte damals eine Kochschule, und Banon schwebte eine Applikation vor, die ihr frisch erworbenes Küchenwissen sammeln und rasch verfügbar machen würde – leicht aufzufinden dank eines Suchfelds, das den Kern der Anwendung darstellen sollte. So stieß er u. a. auf die Such-Engine Apache Lucene, die eine treue Begleiterin seiner weiteren Karriere als Unternehmer werden sollte. Obwohl seine Frau noch immer auf besagte Kochapplikation wartet, stellte sich Banons Idee, das ganze Potenzial von Volltextsuchen auszuschöpfen, als Erfolgsrezept heraus, das Apache Lucene und Elasticsearch gemeinsam stärker werden ließ.

Aber was bedeu...

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