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Ein Kommentar zur Eröffnungs-Keynote am 28. September

JavaOne 2014 mit zaghaftem Auftakt


Die JavaOne-Eröffnung war schon immer ein Ort für Pathos und inszeniertes Selbstbewusstsein, an dem die Java-Community sich ihrer Erfolge vergewisserte: wieder mehr Millionen Java-Entwickler weltweit, wieder mehr Millionen Java-betriebene Devices usw. Und so sollte wohl auch in diesem Jahr aufgezeigt werden, dass es weiter aufwärts gehe mit der Technologie, die immerhin vor beinahe zwanzig Jahren aus der Taufe gehoben wurde.

Im Endeffekt hat es das jeweils hinter Java stehende Unternehmen – die ersten Jahre Sun Microsystems, inzwischen nun Oracle – verstanden, die JavaOne als eine Mischung aus Selbstdarstellung und Community-Build­ing zu nutzen. Jedenfalls transportierte die Konferenz, und insbesondere ihre Eröffnungszeremonie, stets ein weltweit beachtetes Statement.

Was wir zur Eröffnung der JavaOne 2014 erleben durften, war hingegen alles andere als ein Statement. Es scheint fast so, als sei der Dampf aus dem Java-Kessel entwichen und man habe sich ein paar Geschichten aus den Vorjahren zurechtgelegt, um sie in variierter Form erneut zu erzählen.

Waren zum Beispiel im letzten Jahr die Ausblicke auf JDK 8 und 9 von hohem Informationsgehalt geprägt, herrschte dieses Mal uninspirierte Leere. War vor einem Jahr noch die starke Botschaft tonangebend, man werde die Java-Plattform wieder vereinheitlichen und dabei Schluss machen mit den fragmentierten Editionen (Java ME, SE, EE), wurden heute wenig originelle Geschichten von Java im Bereich Internet of Things (IoT) und Automotive erzählt.

Prominenz statt News

Gewiss, klassische „News“ gibt es im Java-Umfeld schon lange nicht mehr – und das ist auch gut so, denn ein transparenter Entwicklungsprozess sollte für alle Beteiligten ohne inszenierte Überraschungen ablaufen. Aber rechtfertigt das Fehlen von Neuigkeiten im herkömmlichen Sinn eine Keynote von mehr als zweieinhalb Stunden, in denen geradezu nichts passiert?

Offensichtlich sind weder die Mobilisierung der Arbeitswelt, die konsequente Cloud-Orientierung, noch die Hinwendung zu modernen und hocheffizienten Prozessen im Lichte von Agile, Continuous Delivery und DevOps Anlass gewesen, neue Wege zu gehen bei dieser Flaggschiff-Keynote, deren Aussagen üblicherweise seismografisch genau gemessen werden.

Zwar bemühte man allerhand in der Java-Welt prominentes Personal auf die Bühne – von John Duimovich (Java CTO bei IBM) über Mark Little (Red Hat CTO JBoss M...

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