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Startschuss für Jakarta EE 8

Auf die Plätze, fertig, ...


Nach einer kleinen Ewigkeit ist es nun endlich soweit: Das lange erwartete ­erste Release von Jakarta EE wurde öffentlich vorgestellt. Nun darf die Community auf eine rasche Weiterentwicklung der Plattform hoffen – ein erster Schritt in Richtung Zukunft für Enterprise Java. Thilo Frotscher fasst in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zum ersten Release von Java EE unter dem Schirm der Eclipse Foundation zusammen.

Das erste Release des neuen Java EE trägt den Namen Jakarta EE 8 und wurde am 10. September vorgestellt. Zur Feier des Tages konnten Entwickler einer virtuellen Onlinekonferenz beiwohnen – es wurden nicht weniger als neunzehn Beiträge von je einer Stunde Länge ins Netz gestreamt. Unter den Referenten fanden sich zahlreiche international bekannte Java-Enterprise-Experten und sogar James Gosling, einer der Urväter von Java.

Jakarta EE 8 – das soll der Name verdeutlichen – ist funktional identisch mit Java EE 8, dessen Veröffentlichung immerhin schon zwei Jahre zurückliegt. Somit könnte man denken, es wäre in der Zwischenzeit nicht viel geschehen. Tatsächlich aber war der Umzug der Java-­EE-Plattform zur Eclipse Foundation mit erheblichen Anstrengungen verbunden. So waren etwa große Mengen an Code auf eine neue Build-Infrastruktur zu migrieren. Das beinhaltet unter anderem auch die bisherige Referenzimplementierung Glassfish sowie die fortan Open Source verfügbaren TCKs (Technology Compatibility Kits). Angeblich handelt es sich dabei insgesamt um ca. 5,5 Millionen Codezeilen und über 2,2 Millionen Kommentarzeilen in mehr als 61 000 Dateien. Das wäre vergleichbar mit dem Backend von World of Warcraft und dem Linux Kernel 2.6.0. Es ist somit ein nicht zu unterschätzender Erfolg, wenn mit dem Release von Eclipse Glassfish 5.1 nun ein zu Java EE 8 kompati­bler Application Server auf der Infrastruktur der Eclipse Foundation gebaut und seine Kompatibilität mit Hilfe der TCKs nachgewiesen werden konnte.

Doch damit nicht genug. Hinter den Kulissen wurden darüber hinaus schwierige juristische Verhandlungen geführt und insbesondere Marken- und Nutzungsrechte verhandelt. Die Spezifikationsdokumente der einzelnen Java-EE-Technologien wurden zur Eclipse Foundation übertragen. Und ein neuer Spezifikationsprozess namens EFSP (Eclipse Foundation Specification Process) wurde verabschiedet, der künftig den JCP ersetzen soll. Der EFSP sieht unter anderem vor, dass es künftig keine so genannten Spec Leads mehr geben soll und neue Features nach einem „Code Fir...

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