Unified Service Description Language (USDL)

Eine für alle

Steffen Heinzl, Benjamin Schmeling


Was die Kombinierbarkeit von (einfachen) Diensten zu komplexen Diensten auf technischer und geschäftlicher Ebene betrifft, fehlen bisher zum Ersten eine vereinheitlichte, formalisierte Form der Dienstbeschreibung, zum Zweiten eine Abgrenzung, für welche Arten von Diensten und Dienstleistungen eine Sprache geeignet ist, und zum Dritten ein gemeinsames Verständnis darüber, was einen Dienst beziehungsweise eine Dienstleistung überhaupt kennzeichnet. Neben der Komplexität, die sich alleine aus einem weit gefassten Dienst- beziehungsweise Dienstleistungsbegriff ergibt, entstehen auch Anforderungen aus der Verknüpfung von Diensten auf Geschäftsebene. Beispielsweise eröffnet eine Fülle an Cloud-Hosting-Angeboten die Möglichkeit, Cloud Hosting mit anderen Dienstleistungen, zum Beispiel aus der Logistik, zu verknüpfen. Dass Dienste zudem verschiedene Domänen berühren (z. B. IT und Logistik) und über verschiedene Kanäle zum Konsum angeboten werden, macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Zum einen sind es technische Kanäle, die zunehmend auch über mobile Endgeräte konsumiert werden, zum anderen aber auch unterschiedliche Webkanäle wie Social Networks, Feeds etc. Angesichts dieser Überschreitungen von Domänengrenzen sowohl im Endkunden- als auch im B2B-Bereich wird der Ruf nach einer Vereinheitlichung von Dienstbeschreibungen immer lauter, mit dem Ziel, eine vereinfachte Auffindbarkeit, Vergleichbarkeit und Aggregation von Diensten sowie eine maschinelle Auswertbarkeit zu ermöglichen. Bisherige Standardisierungsanstrengungen hatten die Eigenschaft, meist entweder ausschließlich den technischen (WSDL, WS-*) oder den Businessbereich zu adressieren (z. B. gibt es eine informelle Beschreibung durch die DIN-Norm PAS 1018 [1]). Für die Verbindung beider Aspekte in einer Servicebeschreibung gab es bislang nur wenige Ansätze (z. B. O’Sullivan [2]).

Hier setzt die Unified Service Description Language (USDL) an: Mit ihr wurden eine Sprache und dazugehörige Tools, zum Beispiel ein USDL-Editor [3], entwickelt, die den technischen mit dem geschäftlichen Bereich zusammenführen. Sie verwenden dabei verbreitete Standards und Spezifikationen, statt zu versuchen, sie abzulösen. Beispielsweise können mit einer USDL-Beschreibung Prozessmodelle oder WSDL-Beschreibungen verknüpft werden, was USDL zu einem zentralen Einstiegs- und Zugriffspunkt für alle relevanten Beschreibungsartefakte macht. USDL konzentriert sich vor allem auf die Beschreibung der zum Handeln der Dienste wichtig...

Unified Service Description Language (USDL)

Eine für alle

Steffen Heinzl, Benjamin Schmeling


Was die Kombinierbarkeit von (einfachen) Diensten zu komplexen Diensten auf technischer und geschäftlicher Ebene betrifft, fehlen bisher zum Ersten eine vereinheitlichte, formalisierte Form der Dienstbeschreibung, zum Zweiten eine Abgrenzung, für welche Arten von Diensten und Dienstleistungen eine Sprache geeignet ist, und zum Dritten ein gemeinsames Verständnis darüber, was einen Dienst beziehungsweise eine Dienstleistung überhaupt kennzeichnet. Neben der Komplexität, die sich alleine aus einem weit gefassten Dienst- beziehungsweise Dienstleistungsbegriff ergibt, entstehen auch Anforderungen aus der Verknüpfung von Diensten auf Geschäftsebene. Beispielsweise eröffnet eine Fülle an Cloud-Hosting-Angeboten die Möglichkeit, Cloud Hosting mit anderen Dienstleistungen, zum Beispiel aus der Logistik, zu verknüpfen. Dass Dienste zudem verschiedene Domänen berühren (z. B. IT und Logistik) und über verschiedene Kanäle zum Konsum angeboten werden, macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Zum einen sind es technische Kanäle, die zunehmend auch über mobile Endgeräte konsumiert werden, zum anderen aber auch unterschiedliche Webkanäle wie Social Networks, Feeds etc. Angesichts dieser Überschreitungen von Domänengrenzen sowohl im Endkunden- als auch im B2B-Bereich wird der Ruf nach einer Vereinheitlichung von Dienstbeschreibungen immer lauter, mit dem Ziel, eine vereinfachte Auffindbarkeit, Vergleichbarkeit und Aggregation von Diensten sowie eine maschinelle Auswertbarkeit zu ermöglichen. Bisherige Standardisierungsanstrengungen hatten die Eigenschaft, meist entweder ausschließlich den technischen (WSDL, WS-*) oder den Businessbereich zu adressieren (z. B. gibt es eine informelle Beschreibung durch die DIN-Norm PAS 1018 [1]). Für die Verbindung beider Aspekte in einer Servicebeschreibung gab es bislang nur wenige Ansätze (z. B. O’Sullivan [2]).

Hier setzt die Unified Service Description Language (USDL) an: Mit ihr wurden eine Sprache und dazugehörige Tools, zum Beispiel ein USDL-Editor [3], entwickelt, die den technischen mit dem geschäftlichen Bereich zusammenführen. Sie verwenden dabei verbreitete Standards und Spezifikationen, statt zu versuchen, sie abzulösen. Beispielsweise können mit einer USDL-Beschreibung Prozessmodelle oder WSDL-Beschreibungen verknüpft werden, was USDL zu einem zentralen Einstiegs- und Zugriffspunkt für alle relevanten Beschreibungsartefakte macht. USDL konzentriert sich vor allem auf die Beschreibung der zum Handeln der Dienste wichtig...

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