Java Magazin - 02.2013 - Java EE 7


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Januar 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Sebastian Meyen, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Lars Drießnack, Berthold Schulte, Michael Müller, Caroline Buck, Andy Bosch, Jens Schumann, János Vona, Werner Gross, Martin Winandy, Thilo Frotscher, Bernhard Löwenstein, Martin Heinrich, Dr.-Ing. Daniel Lübke, Sven Haiges, Michael Seemann, Tam Hanna, Sven Schirmer, Dirk Schüpferling, Monika Popp, Eugen Seer, Jörg Pechau

Die Fertigstellung der Java EE 7 steht kurz bevor, ein guter Zeitpunkt also, das neue „Java fürs Große“ unter die Lupe zu nehmen. Auch im Vorfeld dieses Release gab es enttäuschte Gesichter, als es hieß, die hippen Cloud-Technologien werden nicht in dieser Version, sondern erst mit der nachfolgenden Version 8 erscheinen.

Wer also das mächtige Cloud-Release, als das EE 7 ursprünglich mit Pauken und Trompeten angekündigt wurde, erwartete, für den fällt die de facto EE 7 gewiss etwas blass aus. Zumal es nicht sonderlich originell wirkt, zum dritten Mal in Folge ein Major-Release unter das Motto „Productivity“ zu stellen. Aber dieser Umstand spricht wohl eher Bände darüber, wie es um dieses Thema zuvor bei der J2EE bestellt war ... So lassen wir uns also ein Productivity-Release nach dem anderen gerne gefallen.

Die Frage dagegen, ob wir tatsächlich eine „Cloud-ready Java EE“ benötigen, lässt sich am besten mit einer Gegenfrage beantworten: „Wie sollte eine Cloud-ready Java EE überhaupt aussehen?“ Ich vermute ja, es waren eher die konzeptionellen Unklarheiten als handfeste technische Probleme, die eine Verschiebung des Wolkenthemas auf die Version 8 zur Folge gehabt haben. In anderen Worten: das Risiko, mit einer Spec für Java EE Cloud Provisioning und Multi-Tenancy voran zu marschieren, ohne dass die maßgeblichen Hersteller nachfolgen, wäre wohl zum jetzigen Zeitpunkt zu hoch gewesen.

Da überlassen wir doch lieber die vielfältigen PaaS-Technologien wie CloudFoundry, Heroku, OpenShift oder Google App Engine dem freien Spiel der Marktkräfte und analysieren dann, welche Konzepte für die Anwender tatsächlich von Nutzen sind. Eine Spec schreiben können wir im Nachhinein dann immer noch.

Überhaupt ist das Zuhören, was auf dem Marktplatz so geredet wird, immer eine gute Idee. So hat Oracle auch eine Umfrage zum Thema Java EE 7 gestartet und kurz vor Jahresfrist die Ergebnisse veröffentlicht. Die Umfrage spiegelt die Erwartungen der Entwicklercommunity an die Java EE 7 wider:

  • 73 Prozent meinen, CDI sollte per Default in Java-EE-Umgebungen aktiviert werden.

  • 53 Prozent unterstützen die konsistente Nutzung von @Inject in allen JSRs, nur 28 Prozent halten alternative Injection-Annotationen für sinnvoll.

  • Sollte das CDI @Stereotype dahingehend erweitert werden, dass Annotationen über CDI hinaus abgedeckt werden? 62 Prozent meinen: Ja! 13 Prozent sind dagegen.

  • 96 Prozent sind dafür, Interceptors für alle Java-EE-Komponenten zu ermöglichen. 35 Prozent sehen das auch für Java-EE-Managed-Klassen.

Einen kompakten Einstieg in die Neuerungen der Java EE 7 bieten unsere Beiträge auf den Seiten 16–43.

Android – endlich geschmeidig

In der Kolumne „Good to know“ beschreiben Lars Röwekamp und Arne Limburg eine Android-Innovation, die möglicherweise von zentraler Bedeutung für den weiteren Markterfolg des Mobile-Betriebssystems sein kann (Seite 112). Es handelt sich um das „Project Butter“, das für einen ruckelfreien Fluss aller Animationen und – vielleicht am wichtigsten – für Touch-Reaktionen in gefühlter Echtzeit sorgen soll.

Damit haben die Android-Entwickler endlich eine zentrale Schwachstelle gefixt, die Android-Devices im Allgemeinen und die Tablets im Speziellen bis vor Kurzem noch deutlich unreifer hat erscheinen lassen als die Konkurrenz von Apple.

Man muss sich das mal vorstellen: Da haben die Android-Ingenieure keine Mühen gescheut, ihrem Betriebssystem so tolle Sachen wie Multitasking oder viele Schnittstellen zu spendieren, und damit erreicht, dass ihr Betriebssystem Dinge kann, die die Apple-Welt (teilweise) noch nicht beherrscht, aber die direkte und intuitive Interaktion mit dem Nutzer – das Wichtigste was ein Multi-Touch-System beherrschen sollte! – haben sie ­ihrem Android erst jetzt gegönnt.

Besser spät als nie, jedenfalls stelle ich selbst (als notorischer iOS-Nutzer) fest, dass mir Android mit Jelly Beans erstmals richtig Spaß macht. Überhaupt könnte es sein, dass der August 2012 eines Tages als der Wendepunkt im Kampf „iOS vs. Android“ bezeichnet werden wird – mit Jelly Beans und den gut gemachten, aber kostengünstigen 7-Zoll-Devices von Google und Amazon haben die Apple-Konkurrenten erstmals eine ernsthafte Alternative zum dominierenden iPad vorzuweisen.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls einen tollen Start ins neue Jahr und viel Glück und Erfolg bei allen beruflichen und privaten Vorhaben!

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.pngSebastian Meyen, Chefredakteur

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