Java EE 7 im Überblick

Heiter bis wolkig

Arne Limburg, Lars Röwekamp


Seit Ende November steht der Early Draft Review 2 der Java-EE-7-Spezifikation [1] zum Download bereit und seitdem sammelt die Expert Group fleißig das aktive Feedback [2] der Community. Nachdem zunächst relativ hochtrabende Ziele, wie standardisierte Mandantenfähigkeit für PaaS-Provider und allgemeiner Cloud-Support, verfolgt wurden, stellt der aktuelle Stand der Dinge eher eine gesunde Evolution hin zu den „neuen Paradigmen“ des Enterprise-Java-Standards dar. Ease of Development, Convention over Code/Configuration und Flexibility stehen auch in dieser Version – wie schon zuvor in Java EE 5 bzw. 6 – im Fokus.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, in welche Richtung die neue Java-EE-Spezifikation ursprünglich gehen sollte, der wirft am besten einen Blick auf die Sektion 2 des Original Request [1]. Dort finden sich nach wie vor an sehr prominenter Stelle entsprechende Ausführungen zu den Themen Cloud und Multi-Tenancy. Die Lektüre der entsprechenden Abschnitte ist insofern von Interesse, da die Features laut Expert Group lediglich verschoben – Java EE 8 lässt grüßen – nicht aber aufgehoben worden sind. Nun aber zurück zum aktuellen Stand der Dinge.

Weniger ist mehr

Fangen wir erst einmal damit an, was es zukünftig nicht mehr geben wird – und vergessen es dann ganz schnell wieder. Gemeinsam mit der Idee der Java EE Profiles wurde mit Java EE 6 auch das Konzept der pruned APIs eingeführt. Darunter versteht man ein API, das in einer zukünftigen Java-EE-Version als optional markiert werden wird und ab dann nicht mehr unterstützt werden muss. Das Konzept geht somit einen deutlichen Schritt weiter als das aus Java bereits bekannte Deprecated. Ziel dieses Konzeptes ist es, veraltete APIs entsorgen zu können und dabei trotzdem standardkonform zu bleiben. In Java EE 7 stehen gleich mehrere, bereits in Java EE 6 als pruned markierte APIs auf der Abschussliste:

EJB Entity Beans inkl. EJB QLJAX RPC 1.1JAXR 1.0Java EE Deployment 1.2

So weit, so gut. Diesen APIs wird wahrscheinlich kaum ein Entwickler eine Träne nachweinen. Interessanter ist aber natürlich, was sich bei den restlichen APIs getan hat und welche neuen APIs hinzukommen werden.

Mehr ist mehr

Nachdem die beiden Zugpferde Cloud und Mandantenfähigkeit aus der Spezifikation verbannt wurden, musste schnell ein neues Motto für die kommende Java-EE-Version gefunden werden. Nichts leichter als das: Productivity und HTML5.

Wenn man dieses Motto liest, wundert es nicht, dass mit dem Java API for Websockets 1...

Java EE 7 im Überblick

Heiter bis wolkig

Arne Limburg, Lars Röwekamp


Seit Ende November steht der Early Draft Review 2 der Java-EE-7-Spezifikation [1] zum Download bereit und seitdem sammelt die Expert Group fleißig das aktive Feedback [2] der Community. Nachdem zunächst relativ hochtrabende Ziele, wie standardisierte Mandantenfähigkeit für PaaS-Provider und allgemeiner Cloud-Support, verfolgt wurden, stellt der aktuelle Stand der Dinge eher eine gesunde Evolution hin zu den „neuen Paradigmen“ des Enterprise-Java-Standards dar. Ease of Development, Convention over Code/Configuration und Flexibility stehen auch in dieser Version – wie schon zuvor in Java EE 5 bzw. 6 – im Fokus.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, in welche Richtung die neue Java-EE-Spezifikation ursprünglich gehen sollte, der wirft am besten einen Blick auf die Sektion 2 des Original Request [1]. Dort finden sich nach wie vor an sehr prominenter Stelle entsprechende Ausführungen zu den Themen Cloud und Multi-Tenancy. Die Lektüre der entsprechenden Abschnitte ist insofern von Interesse, da die Features laut Expert Group lediglich verschoben – Java EE 8 lässt grüßen – nicht aber aufgehoben worden sind. Nun aber zurück zum aktuellen Stand der Dinge.

Weniger ist mehr

Fangen wir erst einmal damit an, was es zukünftig nicht mehr geben wird – und vergessen es dann ganz schnell wieder. Gemeinsam mit der Idee der Java EE Profiles wurde mit Java EE 6 auch das Konzept der pruned APIs eingeführt. Darunter versteht man ein API, das in einer zukünftigen Java-EE-Version als optional markiert werden wird und ab dann nicht mehr unterstützt werden muss. Das Konzept geht somit einen deutlichen Schritt weiter als das aus Java bereits bekannte Deprecated. Ziel dieses Konzeptes ist es, veraltete APIs entsorgen zu können und dabei trotzdem standardkonform zu bleiben. In Java EE 7 stehen gleich mehrere, bereits in Java EE 6 als pruned markierte APIs auf der Abschussliste:

EJB Entity Beans inkl. EJB QLJAX RPC 1.1JAXR 1.0Java EE Deployment 1.2

So weit, so gut. Diesen APIs wird wahrscheinlich kaum ein Entwickler eine Träne nachweinen. Interessanter ist aber natürlich, was sich bei den restlichen APIs getan hat und welche neuen APIs hinzukommen werden.

Mehr ist mehr

Nachdem die beiden Zugpferde Cloud und Mandantenfähigkeit aus der Spezifikation verbannt wurden, musste schnell ein neues Motto für die kommende Java-EE-Version gefunden werden. Nichts leichter als das: Productivity und HTML5.

Wenn man dieses Motto liest, wundert es nicht, dass mit dem Java API for Websockets 1...

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