Interview mit Andy Bosch

„JSF hat sich extrem gut in der Industrie etabliert.“

Andy Bosch


Andy Bosch: Wenn ich eine typische Entwicklerantwort geben darf: Fast fertig, bestimmt schon bei über 90 Prozent. Als guter Projektleiter weiß man aus dieser Antwort zu schließen, dass man ca. bei der Hälfte ist. Nein, im Ernst: Wir befinden uns tatsächlich auf der Zielgeraden. Es werden noch Feinabstimmungen in der Spezifikation besprochen, und es wird über Details diskutiert. Ein größeres Feature ist noch etwas stärker in der Diskussion, aber auch hier wird sich bald entscheiden, ob man es eventuell erst für JSF 2.3 dazu nimmt. Wenn dann Anfang Dezember der erste Public Review Draft veröffentlicht wird, wird hoffentlich auch einiges an Feedback auf die Expert Group zukommen. Das ist auch gut so und soll helfen, den Standard möglichst nah an den Wünschen der Community zu bauen. Bis die Community Zeit für den Review hatte und das Feedback ausgewertet und eingearbeitet wurde, vergehen dann sicherlich nochmals ein paar Wochen. Es ist aber auch so, dass JSF 2.2 Bestandteil von Java EE 7 sein soll. Und hier sieht der Zeitplan einen Termin im April 2013 vor. Man sieht somit, die Zügel sind straff angezogen und eine finale Version ist in greifbare Nähe gerückt. JSF 2.2 – Was gibt es Neues? Bosch: In der Tat gibt es JSF schon seit einigen Jahren. Die Anfänge der Spezifikation wurden bereits 2001 gemacht, eine öffentliche Version wurde 2004 schließlich freigegeben. JSF hat sich extrem gut in der Industrie etabliert, sehr viele große und mittelständische Firmen setzen auf dieses Framework. Kritik an JSF gab und gibt es immer wieder. Und das ist auch gut so. Die Expert Group muss sich damit auseinandersetzen und passende Antworten liefern, die JSF fit für die Zukunft machen. Genau das passiert momentan, auch in JSF 2.2 sind wieder viele Anregungen aus der Community aufgenommen worden. Klar ist aber auch, dass man an der urtypischen Ausgestaltung dieses Standards, nämlich dass es sich um ein serverseitiges Komponentenframework handelt, kaum etwas rütteln wird. Es bleibt daher für die Zukunft spannend, wie sich JSF auf den Trend einstellt, dass immer mehr im Client, also größtenteils mit JavaScript, erfolgt und nicht mehr auf der Serverseite. An der großen Expert Group und der sehr regen Beteiligung der Community an JSF sieht man deutlich, dass JSF aktiv weiterentwickelt und für die Zukunft vorbereitet wird. Für mich persönlich ist es immer wichtig, dass Anregungen aus der Praxis an die Expert Group nicht auf einem Schreibtisch verstauben, sondern zeitnah in ...

Interview mit Andy Bosch

„JSF hat sich extrem gut in der Industrie etabliert.“

Andy Bosch


Andy Bosch: Wenn ich eine typische Entwicklerantwort geben darf: Fast fertig, bestimmt schon bei über 90 Prozent. Als guter Projektleiter weiß man aus dieser Antwort zu schließen, dass man ca. bei der Hälfte ist. Nein, im Ernst: Wir befinden uns tatsächlich auf der Zielgeraden. Es werden noch Feinabstimmungen in der Spezifikation besprochen, und es wird über Details diskutiert. Ein größeres Feature ist noch etwas stärker in der Diskussion, aber auch hier wird sich bald entscheiden, ob man es eventuell erst für JSF 2.3 dazu nimmt. Wenn dann Anfang Dezember der erste Public Review Draft veröffentlicht wird, wird hoffentlich auch einiges an Feedback auf die Expert Group zukommen. Das ist auch gut so und soll helfen, den Standard möglichst nah an den Wünschen der Community zu bauen. Bis die Community Zeit für den Review hatte und das Feedback ausgewertet und eingearbeitet wurde, vergehen dann sicherlich nochmals ein paar Wochen. Es ist aber auch so, dass JSF 2.2 Bestandteil von Java EE 7 sein soll. Und hier sieht der Zeitplan einen Termin im April 2013 vor. Man sieht somit, die Zügel sind straff angezogen und eine finale Version ist in greifbare Nähe gerückt. JSF 2.2 – Was gibt es Neues? Bosch: In der Tat gibt es JSF schon seit einigen Jahren. Die Anfänge der Spezifikation wurden bereits 2001 gemacht, eine öffentliche Version wurde 2004 schließlich freigegeben. JSF hat sich extrem gut in der Industrie etabliert, sehr viele große und mittelständische Firmen setzen auf dieses Framework. Kritik an JSF gab und gibt es immer wieder. Und das ist auch gut so. Die Expert Group muss sich damit auseinandersetzen und passende Antworten liefern, die JSF fit für die Zukunft machen. Genau das passiert momentan, auch in JSF 2.2 sind wieder viele Anregungen aus der Community aufgenommen worden. Klar ist aber auch, dass man an der urtypischen Ausgestaltung dieses Standards, nämlich dass es sich um ein serverseitiges Komponentenframework handelt, kaum etwas rütteln wird. Es bleibt daher für die Zukunft spannend, wie sich JSF auf den Trend einstellt, dass immer mehr im Client, also größtenteils mit JavaScript, erfolgt und nicht mehr auf der Serverseite. An der großen Expert Group und der sehr regen Beteiligung der Community an JSF sieht man deutlich, dass JSF aktiv weiterentwickelt und für die Zukunft vorbereitet wird. Für mich persönlich ist es immer wichtig, dass Anregungen aus der Praxis an die Expert Group nicht auf einem Schreibtisch verstauben, sondern zeitnah in ...

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