Bücher

Produktive Softwareentwicklung

Michael Müller


Was bedeutet produktive Softwareentwicklung überhaupt? Diese Frage beantworten die Autoren im ersten Teil. Insbesondere geht es hier um das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. Soll der Output, aber nicht der Zeitaufwand erhöht werden, so kann die Qualität leiden, d. h. Korrekturen werden erforderlich und die Produktivität sinkt. Die Verbesserung der Qualität ist ein wesentlicher Baustein für die produktive Entwicklung.Aufwand in Form von Kosten und Zeit ist recht gut messbar. Wie aber steht es mit dem Ertrag? Hier geht es nicht (nur) um den späteren Erlös oder Nutzen der Software, sondern darum, den Funktionsumfang einer Software frühzeitig zu messen. So gelingt es, Projekte miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Der zweite Teil widmet sich diversen Messmethoden, wobei die Autoren die Function-Point-Methode präferieren.Bevor dann acht elementare Produktivitätsfaktoren vorgestellt werden, erfährt der Leser erst einmal etwas über schlechte Praktiken – vage Ziele, unrealistische Projekte, unklare Anforderungen und Methoden, Politik im Projekt und mehr. Hier wird leicht ersichtlich: so nicht. Im letzten Teil werden dann die genannten acht Faktoren ausführlich vorgestellt. Teilweise handelt es sich um scheinbare Selbstverständlichkeiten – wie das klare Formulieren von Zielen –, die in der Praxis leider allzu oft missachtet werden. An diesen Stellen ist das Buch der Mahner, an diese Dinge zu denken und sie auch umzusetzen. Teilweise sind es Gedanken, die deutlich über diese elementaren Anforderungen hinausgehen. Wie finde ich die optimale Teamgröße? Was bringt methodisches Vorgehen? Wie helfen Code-Reviews? Insgesamt ergibt sich eine Aufstellung der Leitlinien, deren Beachtung nicht nur eine produktive Softwareentwicklung ermöglicht, sondern auch die Erfolgschancen eines Projekts erhöht. Insbesondere der letzte Teil eignet sich in diesem Sinne auch als eine Art Nachschlagewerk.Locker verpackt, übersichtlich gestaltet und mit Grafiken und Tabellen untermauert, gefällt dieses Werk. Für Entwickler, die ausschließlich ihren Code leben, ist das Buch gänzlich ungeeignet. Für Projektleiter und alle, die sich über das Kodieren hinaus mit ihrem Projekt beschäftigen, ist es hingegen eine lohnenswerte Lektüre.Hans-Jürgen Plewan, Benjamin PoensgenProduktive Softwareentwicklung Bewertung und Verbesserung von Produktivität und Qualität in der Praxis262 Seiten, 39,90 Eurodpunkt.verlag, 2011ISBN 978-3-89864-686-4Produktive Softwareentwicklung Bewertung und Verbesserung vo...

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Produktive Softwareentwicklung

Michael Müller


Was bedeutet produktive Softwareentwicklung überhaupt? Diese Frage beantworten die Autoren im ersten Teil. Insbesondere geht es hier um das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. Soll der Output, aber nicht der Zeitaufwand erhöht werden, so kann die Qualität leiden, d. h. Korrekturen werden erforderlich und die Produktivität sinkt. Die Verbesserung der Qualität ist ein wesentlicher Baustein für die produktive Entwicklung.Aufwand in Form von Kosten und Zeit ist recht gut messbar. Wie aber steht es mit dem Ertrag? Hier geht es nicht (nur) um den späteren Erlös oder Nutzen der Software, sondern darum, den Funktionsumfang einer Software frühzeitig zu messen. So gelingt es, Projekte miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Der zweite Teil widmet sich diversen Messmethoden, wobei die Autoren die Function-Point-Methode präferieren.Bevor dann acht elementare Produktivitätsfaktoren vorgestellt werden, erfährt der Leser erst einmal etwas über schlechte Praktiken – vage Ziele, unrealistische Projekte, unklare Anforderungen und Methoden, Politik im Projekt und mehr. Hier wird leicht ersichtlich: so nicht. Im letzten Teil werden dann die genannten acht Faktoren ausführlich vorgestellt. Teilweise handelt es sich um scheinbare Selbstverständlichkeiten – wie das klare Formulieren von Zielen –, die in der Praxis leider allzu oft missachtet werden. An diesen Stellen ist das Buch der Mahner, an diese Dinge zu denken und sie auch umzusetzen. Teilweise sind es Gedanken, die deutlich über diese elementaren Anforderungen hinausgehen. Wie finde ich die optimale Teamgröße? Was bringt methodisches Vorgehen? Wie helfen Code-Reviews? Insgesamt ergibt sich eine Aufstellung der Leitlinien, deren Beachtung nicht nur eine produktive Softwareentwicklung ermöglicht, sondern auch die Erfolgschancen eines Projekts erhöht. Insbesondere der letzte Teil eignet sich in diesem Sinne auch als eine Art Nachschlagewerk.Locker verpackt, übersichtlich gestaltet und mit Grafiken und Tabellen untermauert, gefällt dieses Werk. Für Entwickler, die ausschließlich ihren Code leben, ist das Buch gänzlich ungeeignet. Für Projektleiter und alle, die sich über das Kodieren hinaus mit ihrem Projekt beschäftigen, ist es hingegen eine lohnenswerte Lektüre.Hans-Jürgen Plewan, Benjamin PoensgenProduktive Softwareentwicklung Bewertung und Verbesserung von Produktivität und Qualität in der Praxis262 Seiten, 39,90 Eurodpunkt.verlag, 2011ISBN 978-3-89864-686-4Produktive Softwareentwicklung Bewertung und Verbesserung vo...

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