Reichen Java und Linux aus, um Android-Apps zu entwickeln?

Zwei Seiten einer Medaille?

Jörg Pechau


Unternehmen verschieben Geschäftsprozesse in das mobile Internet. Sie reichern diese mit mobilen Anwendungen an, sie finden neue Geschäftsprozesse für das mobile Internet, sie frischen alte auf. Oder sie haben es vor und dann stellt sich fast automatisch die Frage: Wir benötigen auch eine App, aber wie, auf welcher Plattform und wer macht es?

Die Argumentationslinie geht verallgemeinert häufig so: Machen wir es selber oder kaufen wir eine Dienstleistung ein? Dienstleister sind teuer, wir haben doch selber Experten. Wir können doch Java und wir entwickeln ohnehin für Unix oder Linux – richtig? Smartphones sind doch auch nur kleine Computer, Android ist Linux, Java ist Java – wie schwer kann es sein, für Android zu entwickeln? Also machen wir es selbst.

ArtikelserieTeil 1: Einleitung, notwendiges VorwissenTeil 2: UI-Entwicklung

Diese Argumentationslinie ignoriert offensichtlich wirtschaftliche Aspekte wie z. B. auf welcher Plattform wir unsere Zielgruppen finden, wer Kunde und wer Anwender sein wird, ob eine Plattform überhaupt ausreichend ist usw. Unterstellen wir einfach für unseren Fall, dass sich jemand diese Gedanken gemacht hat, anderenfalls würde wahrscheinlich ein Artikel nicht ausreichen, die einzelnen Aspekte zu betrachten, die in einen derartigen Entscheidungsprozess einfließen.

Zurück zum Thema: Android ist ein Akteur auf dem Markt für Mobile, dessen „Software-Stack“ kompatibel zu den IT-Infrastrukturen in Unternehmen ist – sie sind allem Anschein nach Enterprise-tauglich.

Ziel dieses Artikels ist, die Annahme „Java und Linux reichen aus, um für Android zu entwickeln“ in einigen Aspekten näher zu betrachten.

Einleitung

Die Überschrift allgemeingültig einzulösen, ist naturgemäß schwierig, doch für die Java-basierten unternehmenskompatiblen Software- und Prozess-Stacks haben wir ausreichend Erfahrungen und Beobachtungen aus unserem Alltag.

Ein Großteil der Java-basierten Softwareentwicklung in Unternehmen zielt darauf ab, Software für die serverseitige Funktionalität zu entwickeln, als Teil von Applikationen, deren Interaktionen mit den Anwendern häufig mit Webtechnologien realisiert werden. In diesem Fall kommt dann neben Java eine Kombination aus HTML, CSS und JavaScript zu tragen, um in Browsern einen Rich-Client-Eindruck zu erzeugen. Die „klassische“ Fat-Client-Entwicklung für den Desktop findet heutzutage kaum noch statt.

In dieser Konstellation steht Server für eine Kombination aus Middleware-Produkten: einem Applikationsserver oder Servlet-Contai...

Reichen Java und Linux aus, um Android-Apps zu entwickeln?

Zwei Seiten einer Medaille?

Jörg Pechau


Unternehmen verschieben Geschäftsprozesse in das mobile Internet. Sie reichern diese mit mobilen Anwendungen an, sie finden neue Geschäftsprozesse für das mobile Internet, sie frischen alte auf. Oder sie haben es vor und dann stellt sich fast automatisch die Frage: Wir benötigen auch eine App, aber wie, auf welcher Plattform und wer macht es?

Die Argumentationslinie geht verallgemeinert häufig so: Machen wir es selber oder kaufen wir eine Dienstleistung ein? Dienstleister sind teuer, wir haben doch selber Experten. Wir können doch Java und wir entwickeln ohnehin für Unix oder Linux – richtig? Smartphones sind doch auch nur kleine Computer, Android ist Linux, Java ist Java – wie schwer kann es sein, für Android zu entwickeln? Also machen wir es selbst.

ArtikelserieTeil 1: Einleitung, notwendiges VorwissenTeil 2: UI-Entwicklung

Diese Argumentationslinie ignoriert offensichtlich wirtschaftliche Aspekte wie z. B. auf welcher Plattform wir unsere Zielgruppen finden, wer Kunde und wer Anwender sein wird, ob eine Plattform überhaupt ausreichend ist usw. Unterstellen wir einfach für unseren Fall, dass sich jemand diese Gedanken gemacht hat, anderenfalls würde wahrscheinlich ein Artikel nicht ausreichen, die einzelnen Aspekte zu betrachten, die in einen derartigen Entscheidungsprozess einfließen.

Zurück zum Thema: Android ist ein Akteur auf dem Markt für Mobile, dessen „Software-Stack“ kompatibel zu den IT-Infrastrukturen in Unternehmen ist – sie sind allem Anschein nach Enterprise-tauglich.

Ziel dieses Artikels ist, die Annahme „Java und Linux reichen aus, um für Android zu entwickeln“ in einigen Aspekten näher zu betrachten.

Einleitung

Die Überschrift allgemeingültig einzulösen, ist naturgemäß schwierig, doch für die Java-basierten unternehmenskompatiblen Software- und Prozess-Stacks haben wir ausreichend Erfahrungen und Beobachtungen aus unserem Alltag.

Ein Großteil der Java-basierten Softwareentwicklung in Unternehmen zielt darauf ab, Software für die serverseitige Funktionalität zu entwickeln, als Teil von Applikationen, deren Interaktionen mit den Anwendern häufig mit Webtechnologien realisiert werden. In diesem Fall kommt dann neben Java eine Kombination aus HTML, CSS und JavaScript zu tragen, um in Browsern einen Rich-Client-Eindruck zu erzeugen. Die „klassische“ Fat-Client-Entwicklung für den Desktop findet heutzutage kaum noch statt.

In dieser Konstellation steht Server für eine Kombination aus Middleware-Produkten: einem Applikationsserver oder Servlet-Contai...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang