Retrospektive: Java Magazin 10.2005

Retrospektive: JSF vs. Struts

Bernhard Löwenstein


Heute ist JSF die Standardtechnologie für die Entwicklung von Webapplikation innerhalb der Java Enterprise Edition und weit verbreitet. Aufbau und Architektur sind auch recht ordentlich gelungen, lediglich mit einigen neueren Features kann ich mich (noch) nicht anfreunden. So schreckt es mich jedes Mal, wenn ich #{flash.keep...} lese. Und hinsichtlich der Faces Flows wird auch noch viel Überzeugungsarbeit notwendig sein, damit ich sie – und vor allem ihre Umsetzung – ins Herz schließe. In einem der Artikel zum Titelthema stellte Andy Bosch IDEs und Werkzeuge für JSF vor und meinte, dass die Technologie bereits recht gut unterstützt werden würde. Leider sind wir niemals über eine Unterstützung hinausgekommen. Von der Vision, dass die Webdesigner gleich direkt JSPs oder Facelets erstellen, sind wir jedenfalls meilenweit entfernt. Stattdessen erstellen jene statische Webseiten, die dann von den Entwicklern mühsam in die jeweilige View-Technologie portiert werden müssen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass wir im letzten Jahrzehnt in Sachen Applikationsentwicklung deutlich vom Weg abgekommen sind, denn interaktive Anwendungen auf Basis der bestehenden Webtechnologien zu erstellen, ist einfach mühsam. Mit HTML5 wurden zwar die Fähigkeiten des Browsers deutlich erweitert, aber erst ein Webframework wie JSF hebt den Entwicklungsprozess auf ein erträgliches Level.Ein weiterer interessanter Artikel beschäftigte sich damit, warum so viele Softwareentwicklungsprojekte scheitern. Die Autoren stellten fest, dass sich die Entwickler viel lieber Gedanken über die einzusetzenden Technologien als über die fachlichen Aspekte machen würden, obwohl die Beschäftigung mit zweiterem wesentlich wichtiger für den Projekterfolg wäre. So werden lange bevor die eigentlichen fachlichen Probleme gelöst sind schon verschiedene Frameworks und Applikationsserver evaluiert. Projektentscheidend sind aber meist nicht die Technologieentscheidungen, sondern die Analyse des Anwendungsproblems, die Konzeption der Lösung und die Umsetzung der Fachlichkeit in eine Softwarelösung. Technologien sind immer nur Mittel zum Zweck. Es interessiert den Kunden auch in den wenigsten Fällen, mit welchem Technologiestack sein System letztendlich umgesetzt wird. Es soll ihm bei seiner Geschäftstätigkeit unterstützen und möglichst Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Punkt, aus, amen!Getestet wurde weiterhin, wie es um die Interoperabilität von in Java bzw. in .NET implementierten Web Services bes...

Retrospektive: Java Magazin 10.2005

Retrospektive: JSF vs. Struts

Bernhard Löwenstein


Heute ist JSF die Standardtechnologie für die Entwicklung von Webapplikation innerhalb der Java Enterprise Edition und weit verbreitet. Aufbau und Architektur sind auch recht ordentlich gelungen, lediglich mit einigen neueren Features kann ich mich (noch) nicht anfreunden. So schreckt es mich jedes Mal, wenn ich #{flash.keep...} lese. Und hinsichtlich der Faces Flows wird auch noch viel Überzeugungsarbeit notwendig sein, damit ich sie – und vor allem ihre Umsetzung – ins Herz schließe. In einem der Artikel zum Titelthema stellte Andy Bosch IDEs und Werkzeuge für JSF vor und meinte, dass die Technologie bereits recht gut unterstützt werden würde. Leider sind wir niemals über eine Unterstützung hinausgekommen. Von der Vision, dass die Webdesigner gleich direkt JSPs oder Facelets erstellen, sind wir jedenfalls meilenweit entfernt. Stattdessen erstellen jene statische Webseiten, die dann von den Entwicklern mühsam in die jeweilige View-Technologie portiert werden müssen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass wir im letzten Jahrzehnt in Sachen Applikationsentwicklung deutlich vom Weg abgekommen sind, denn interaktive Anwendungen auf Basis der bestehenden Webtechnologien zu erstellen, ist einfach mühsam. Mit HTML5 wurden zwar die Fähigkeiten des Browsers deutlich erweitert, aber erst ein Webframework wie JSF hebt den Entwicklungsprozess auf ein erträgliches Level.Ein weiterer interessanter Artikel beschäftigte sich damit, warum so viele Softwareentwicklungsprojekte scheitern. Die Autoren stellten fest, dass sich die Entwickler viel lieber Gedanken über die einzusetzenden Technologien als über die fachlichen Aspekte machen würden, obwohl die Beschäftigung mit zweiterem wesentlich wichtiger für den Projekterfolg wäre. So werden lange bevor die eigentlichen fachlichen Probleme gelöst sind schon verschiedene Frameworks und Applikationsserver evaluiert. Projektentscheidend sind aber meist nicht die Technologieentscheidungen, sondern die Analyse des Anwendungsproblems, die Konzeption der Lösung und die Umsetzung der Fachlichkeit in eine Softwarelösung. Technologien sind immer nur Mittel zum Zweck. Es interessiert den Kunden auch in den wenigsten Fällen, mit welchem Technologiestack sein System letztendlich umgesetzt wird. Es soll ihm bei seiner Geschäftstätigkeit unterstützen und möglichst Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Punkt, aus, amen!Getestet wurde weiterhin, wie es um die Interoperabilität von in Java bzw. in .NET implementierten Web Services bes...

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