Java Magazin - 02.2016 - Immer wieder testen


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Januar 2016

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Dirk Dorsch, Sebastian Meyen, Holger Herrmann, Thorben Janssen, Anatole Tresch, Matti Tahvonen, Christian Straube, Dominik Obermaier, Sascha Zak, Stefan Gasterstädt, Lars Röwekamp, Tom Wießeckel, Arno Haase, Peter Roßbach, George Herczeg, Johannes Dienst, Ulf Fildebrandt, Angelika Langer, Klaus Kreft

… mit diesem Satz beginnt das Schreiben von Mark Reinhold, das er am 1. Dezember über die OpenJDK-Mailingliste veröffentlichte – um sogleich eine Verschiebung von Java 9 um ein halbes Jahr vorzuschlagen. Neun Tage später war der Feature-Freeze angesetzt gewesen, was angesichts der Tatsache, dass viele technische Details noch ungenügend geklärt waren, faktisch ein mehr als ambitionierter Plan gewesen war.

Die Verschiebung, so traurig sie sich im ersten Moment für die Java-Welt anfühlt, ist also pragmatisch und im Endeffekt eine gute Nachricht, signalisiert sie doch den vorhandenen eisernen Willen zu Qualität und Stabilität, die bei so einer fundamentalen Technologie auch notwendig ist.

So regte sich denn auch kaum Protest in der Community. Denn es war offensichtlich, dass ein Feature-Freeze keine gute Idee ist, wenn die gesamte Jigsaw-Modularisierung noch nicht einmal in den Hauptentwicklungszweig von Java 9 übernommen worden ist. Überhaupt knirscht und knarzt es noch an allen Ecken und Enden. Die Open-Source-Projekte wie Groovy oder Lucene sind für Java stets gute Tester und geben da brauchbare Rückmeldung, wie Uwe Schindler bei uns auf JAXenter.de berichtet (http://bit.ly/1OVHAev).

Weiter schreibt Uwe in seinem Beitrag: „Forscht man etwas weiter, stellt man auch fest, dass es noch zahlreiche weitere offene Issues um Jigsaw herum gibt, sodass das Modulsystem für Tests durch die breite Öffentlichkeit noch nicht bereit ist. Ein Punkt ist derzeit, dass das Dateiformat für die Module noch nicht fest entschieden ist und auf den Mailinglisten noch heftig diskutiert wird. Was die Sache noch etwas verwirrender macht, ist die Tatsache, dass es derzeit zwei Formate gibt, JIMAGE und JMOD.“ Die Lage ist also alles andere als übersichtlich und die Verschiebung offenkundig eine weise Entscheidung.

Neil Bartlett, seines Zeichens OSGi-Verfechter, macht darauf aufmerksam, dass Java 9 zwar um sechs Monate verschoben wird, die Finalisierung des JSR 376 (Java Platform Module System) hingegen um ganze zwölf Monate (http://bit.ly/1YLQ6j2). Woraus er den Schluss zieht, dass Java 9 insgesamt ein ganzes Jahr später als ursprünglich geplant erscheinen könnte.

Natürlich versäumt Neil in dem Zusammenhang nicht, darauf hinzuweisen, dass OSGi bis heute dem Jigsaw-Ansatz gegenüber überlegen sei: „OSGi is clearly a better module system for applications.“ Aber das sind möglicherweise die Nachwehen alter Schlachten, die zwischen Jigsaw- und OSGi-Verfechtern geschlagen wurden …

Eine interessante Lektüre des vorliegenden Java Magazins wünscht

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen, Chefredakteur

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