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Ein Einstieg und ein praktisches Beispiel an Targenio

„Bei mir hat es funktioniert“


Hashicorp, der Hersteller von Vagrant, macht es sich zur Aufgabe, pragmatische Lösungen für Entwickler bereitzustellen, um deren Agilität und Flexibilität zu ­maximieren. Und tatsächlich macht Vagrant in dieser Hinsicht eine sehr gute Figur.

„Bei mir hat es funktioniert“ – dieser Satz ist wahrscheinlich jedem Entwickler oder Projektverantwortlichen schon einmal über den Weg gelaufen. Sicher gibt es Situationen, in denen das tatsächlich zutrifft. Aber vielleicht benutzt der ein oder andere Entwickler diesen Satz auch gerne mal als Ausrede. Vagrant macht hier den Spielverderber: „Say goodbye to ‘works on my machine’ bugs.“ [1].

Bei Vagrant handelt es sich um eine Software, mit deren Hilfe auf der einen Seite virtuelle Maschinen einfach erstellt und verwaltet werden können. Auf der anderen Seite bietet es die Möglichkeit, beliebige Software mittels SCM (Software-Configuration-Management) einfach zu konfigurieren und auf dem virtuellen System zu verteilen. Damit lassen sich z. B. die Rüstzeiten für das Aufsetzen von Entwicklungsumgebungen minimieren. In einem einfachen Satz wird das Tool auf der eigenen Homepage so beschrieben: „Vagrant is a tool for build­ing complete development environments.“ [2].

Die Konfiguration wird in einer Skriptdatei hinterlegt, dem Vagrantfile. In ihr wird die komplette Zielumgebung beschrieben. In minimaler Ausführung umfasst sie nur wenige Zeilen (Listing 1).

Listing 1

Vagrant.configure(2) do |config| config.vm.box = "hashicorp/precise64" end

Damit sind wir schon mittendrin: Sehen wir uns an, wie diese Datei erstellt wird und was die einzelnen Zeilen bedeuten.

Das erste Vagrantfile

Um Vagrant zu verwenden, muss es zunächst auf dem Hostsystem – der Rechner, auf dem die virtuelle Maschine laufen soll – installiert werden. Beim ersten Test konnte ich bei diesem Schritt gleich einen Stolperstein entdecken: Im späteren Verlauf erwies es sich als fehleranfällig, wenn das Installationsverzeichnis von Vagrant ein Leerzeichen im Dateipfad hat. Dummerweise ist das aber beim Programmordner unter Windows intern der Fall (Program files), sodass eine Installation in diesem Ordner nicht ratsam ist. Besser ist es, ein eigenes Verzeichnis ohne Leerzeichen oder die Voreinstellung C:\HashiCorp\Vagrant zu verwenden.

Wie schon gesagt, ist Vagrant eine Software, um virtuelle Maschinen zu verwalten. Das bedeutet natürlich auch, dass eine Virtualisierungssoftware notwendig ist. Ich verwende für dieses Beispiel VirtualBox in der Version 5.0.

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