© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Java Magazin
Die W-JAX 2016

Von Pionieren, Siedlern und Stadtplanern


Microservices, Container, Cloud oder lieber Angular, Agile und Arduino? Die Fülle an Themen auf der W-JAX 2016 in München schien unerschöpflich und machte die Auswahl für die Teilnehmer auf keinen Fall einfach. Wir haben für Sie ein paar Highlights herausgegriffen – und auch uns fiel die Wahl nicht leicht.

Eröffnet wurde die W-JAX 2016 mit einem Panel zur Zukunft von Java. Unter dem Motto „Welches Java brauchen wir?“ diskutierten Arno Haase (Freelancer), Niko Köbler (Freelancer) und Lars Röwekamp (open knowledge) mit Conference Chair Sebastian Meyen. Dabei wurde Java als Plattform eine durchaus rosige Zukunft prophezeit.

Für Arno Haase ist die JVM eine der besten, wenn nicht die beste VM überhaupt. Der Programmiersprache Java attestierte Arno hingegen nur wenig Dynamik: „Java ist unter den großen Programmiersprachen die am wenigsten innovative.“ Java sei gar ein Cobol 2.0 – was Haase gar nicht nur abwertend meinte, denn Werte wie Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Abwärtskompatibilität bescherten Cobol auch heute noch ein breites Anwendungsfeld. Doch Innovationen, so Haase, fänden heute in anderen JVM-Sprachen statt – was nicht unbedingt so sein müsste.

Lars Röwekamp berichtete hingegen aus seiner Praxis, dass viele Unternehmen selbst mit der bescheidenen Innovationsgeschwindigkeit, die Java an den Tag legt, nicht umgehen können. Häufig seien völlig veraltete Java-Versionen im Einsatz, und selbst deren Innovationen würden nicht ausgenutzt. Deshalb sollte man sich die Frage stellen, wie man es schafft, auch diese Leute mitzunehmen.

Niko Köbler appellierte an Unternehmen, sich mehr mit den Neuerungen auseinanderzusetzen. Allerdings sei die Java-Community auch so konservativ erzogen worden, da im Dienst der Rückwärtskompatibilität selbst jahrelang als deprecated markierte Sprachelemente nicht entfernt wurden. Java könne hier durchaus von der JavaScript-Community lernen, die viel williger sei, Innovationen anzunehmen – und dazu auch gezwungen wird, da Breaking Changes weit weniger ein Tabu darstellen als in der Java-Welt.

In seiner Session „Single Sign-on für Microservices bzw. verteilte (Java-EE-)Anwendungen“ zeigte Niko Köbler im Anschluss, wie mit einem unverstellten Blick auf aktuelle Technologien wie Keycloak moderne Webanwendungen mit Java EE, Spring Boot oder JavaScript gebaut werden können. Den Artikel zum Talk lesen sie auf Seite 90.

Zum Zustand der polyglotten Programmierung auf der JVM haben wir auch den Groovy- und Frege-Experten Dierk König (Ca...

Java Magazin
Die W-JAX 2016

Von Pionieren, Siedlern und Stadtplanern

Microservices, Container, Cloud oder lieber Angular, Agile und Arduino? Die Fülle an Themen auf der W-JAX 2016 in München schien unerschöpflich und machte die Auswahl für die Teilnehmer auf keinen Fall einfach. Wir haben für Sie ein paar Highlights herausgegriffen - und auch uns fiel die Wahl nicht leicht.

Melanie Feldmann, Kypriani Sinaris, Dominik Mohilo, Hartmut Schlosser


Microservices, Container, Cloud oder lieber Angular, Agile und Arduino? Die Fülle an Themen auf der W-JAX 2016 in München schien unerschöpflich und machte die Auswahl für die Teilnehmer auf keinen Fall einfach. Wir haben für Sie ein paar Highlights herausgegriffen – und auch uns fiel die Wahl nicht leicht.

Eröffnet wurde die W-JAX 2016 mit einem Panel zur Zukunft von Java. Unter dem Motto „Welches Java brauchen wir?“ diskutierten Arno Haase (Freelancer), Niko Köbler (Freelancer) und Lars Röwekamp (open knowledge) mit Conference Chair Sebastian Meyen. Dabei wurde Java als Plattform eine durchaus rosige Zukunft prophezeit.

Für Arno Haase ist die JVM eine der besten, wenn nicht die beste VM überhaupt. Der Programmiersprache Java attestierte Arno hingegen nur wenig Dynamik: „Java ist unter den großen Programmiersprachen die am wenigsten innovative.“ Java sei gar ein Cobol 2.0 – was Haase gar nicht nur abwertend meinte, denn Werte wie Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Abwärtskompatibilität bescherten Cobol auch heute noch ein breites Anwendungsfeld. Doch Innovationen, so Haase, fänden heute in anderen JVM-Sprachen statt – was nicht unbedingt so sein müsste.

Lars Röwekamp berichtete hingegen aus seiner Praxis, dass viele Unternehmen selbst mit der bescheidenen Innovationsgeschwindigkeit, die Java an den Tag legt, nicht umgehen können. Häufig seien völlig veraltete Java-Versionen im Einsatz, und selbst deren Innovationen würden nicht ausgenutzt. Deshalb sollte man sich die Frage stellen, wie man es schafft, auch diese Leute mitzunehmen.

Niko Köbler appellierte an Unternehmen, sich mehr mit den Neuerungen auseinanderzusetzen. Allerdings sei die Java-Community auch so konservativ erzogen worden, da im Dienst der Rückwärtskompatibilität selbst jahrelang als deprecated markierte Sprachelemente nicht entfernt wurden. Java könne hier durchaus von der JavaScript-Community lernen, die viel williger sei, Innovationen anzunehmen – und dazu auch gezwungen wird, da Breaking Changes weit weniger ein Tabu darstellen als in der Java-Welt.

In seiner Session „Single Sign-on für Microservices bzw. verteilte (Java-EE-)Anwendungen“ zeigte Niko Köbler im Anschluss, wie mit einem unverstellten Blick auf aktuelle Technologien wie Keycloak moderne Webanwendungen mit Java EE, Spring Boot oder JavaScript gebaut werden können. Den Artikel zum Talk lesen sie auf Seite 90.

Zum Zustand der polyglotten Programmierung auf der JVM haben wir auch den Groovy- und Frege-Experten Dierk König (Ca...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang