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Bücher: Selbstorganisierte Unternehmen


Nach „Selbstorganisierte Teams führen“ nun „Selbstorganisierte Unternehmen“. Besteht hier nicht die Gefahr, dass sich Kaltenecker wiederholt? Sowohl der alte als auch der neue Titel zielen auf die Selbstorganisation, und so findet sich in seinem neuen Buch tatsächlich manches, was er schon früher beschrieben hat. Dennoch, der Fokus ist ein anderer. Der Leser findet viel Neues oder aus anderem Blickwinkel Beschriebenes.

Dabei startet der Autor in Teil 1, Management, erst einmal wieder mit den Grundlagen agilen Handels, insbesondere dem Agilen Manifest, aber auch den Fragen danach, was Selbstorganisation und Management bedeuten. Er versucht mit Mythen und falschen Meinungen aufzuräumen, aber auch mit der Vorstellung, Selbstorganisation sei einfach einzuführen, und geht auf die Entwicklung selbstorganisierter Teams ein.

Teil 2 nennt er Skalierung der Selbstorganisation. Unter Skalierung verstehen wir häufig die Anpassung der Leistungsfähigkeit z. B. eines EDV-Systems an wechselnde, in der Regel wachsende Anforderungen. Kaltenecker meint mit dem Begriff die Ausweitung der Selbstorganisation auf das ganze Unternehmen. Und dies ist kein Selbstläufer. So geht er auf Hilfsmittel wie Kanban ein, spricht von Unternehmensvisionen, Feedback, kundennahen Entscheidungen und verteilten Managementaufgaben. Diese Themen könnten auf dem ersten Blick auch in irgendeinem Managementratgeber stehen, würde der Autor dies nicht stets unter dem besonderen Blickwinkel der Selbstorganisation betrachten. Zum Schluss dieses Teils geht er auf laufende Trainings als Begleitung der Veränderung der Unternehmensorganisation ein.

Damit hat er dann den Übergang zu Teil 3 geschafft, der fast die Hälfte des Buchs ausmacht und sich vornehmlich mit Coaching beschäftigt. Wie soll ein Coach arbeiten? Hier kann Kaltenecker aus dem Nähkästchen seiner langjährigen Erfahrung plaudern. Doch es geht dabei nicht nur um allgemeine Eigenschaften. Vielmehr zeigt er auch konkrete Formen des Coachings auf, auch untereinander in Form von kollegialer Beratung und Feedback. Auch Coaching von Managern sowie Manager als Coaches beschreibt er ausführlich.

Kaltenecker visualisiert seine Themen nicht nur mit Grafiken, sondern unterlegt sie mit teils kontroversen Fotos, die manchmal einfach nur ein Schmunzeln hervorrufen, häufig aber auch Denkanstöße liefern. Und er benennt Beispiele aus der Praxis, Unternehmen, die mit mehr oder weniger Selbstorganisation äußerst erfolgreich am Markt agieren. Gemessen an der noch hä...

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