© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Kolumne: EnterpriseTales

Kolumne: EnterpriseTales


Die vor zwei Jahren gegründete Initiative MicroProfile ist angetreten, die Lücke zwischen dem Enterprise-Java-Standard Java EE und den Praxisanforderungen Microservices-basierter Anwendungen zu schließen. Dank der Unterstützung führender Application-Server-Hersteller mausert sich das Projekt langsam, aber sicher zu einem neuen De-facto-Standard.

Microservices und Java EE? Das passt nicht wirklich zusammen. So zumindest die landläufige Meinung. Auf der einen Seite ein angeblich zu schwergewichtiger Application Server, der als Laufzeitumgebung für die ach so kleinen Microservices nicht wirklich tauglich scheint, auf der anderen Seite fehlende APIs zur Unterstützung typischer Herausforderungen im Umfeld stark verteilter Architekturen. Dieses Problem haben 2016 auch einige der führenden Java-EE-Application-Server-Hersteller erkannt – unter ihnen IBM, Red Hat, Tomitribe, Payara und KumuluzEE – und eine entsprechende Initiative ins Leben gerufen: MicroProfile [1].

Das Ziel der Initiative ist es, das über Jahre aufgebaute Wissen der Java-EE-Community auch für die Entwicklung und den Betrieb von Microservices zu nutzen, ohne dabei an die starren Restriktionen des Java-Enterprise-Standards gebunden zu sein. Erreicht werden soll dies durch ein schmales Bundle von Java-EE-APIs, ergänzt um neue, speziell auf die Anforderungen von Microservices zugeschnittene APIs.

In Siebenmeilenstiefeln unterwegs

Nach einer kurzen Phase der Orientierung, in der das Projekt u. a. an die Eclipse Foundation übergeben wurde, geht es für Java-EE-Verhältnisse in Siebenmeilenstiefeln voran: Das bestehende Momentum der JEE-Community als Hebel nutzen und organisch um den Bedarf der Microservices-Community ergänzen, so der Plan. Und dieser Plan scheint aufzugehen. In nur wenigen Monaten ist es gelungen, eine Reihe sinnvoller, Microservices-relevanter APIs mit bestehenden Java-EE-7-APIs zu kombinieren und sie in regelmäßigen MicroProfile-Releases zu veröffentlichen. Egal ob Health Check, Metrics, Fault Tolerance, JWT Propagation oder Distributed Configuration Management, MicroProfile scheint die richtigen Antworten – sprich APIs – im Gepäck zu haben. Dabei versucht das mittlerweile in der Version 1.2 angelangte MicroProfile ein Best of both Worlds abzubilden und das Rad, wenn immer möglich und sinnvoll, nicht zwingend neu zu erfinden. So setzt MicroProfile zum Beispiel für die Implementierung von RESTful Services auf die etablierten Java-EE-APIs JAX-RS 2.0, CDI 1.0 und JSONP 1.0.

Roadmap un...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang