Java Magazin - 02.2020 - DevOps


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Januar 2020

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Gerald Kammerer, Dominik Mohilo, Tam Hanna, Sven Kölpin, Till Seeberger, Konstantin Diener, Manfred Steyer, Marco Schulz, Markus Günther, Herbert Höbarth, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Sven Ruppert, Heinz Kabutz, Stephan Kaps, Tilo Dickopp, Sascha Möllering, Michael Graumann, Silvio Giebl

Die wenigsten von Ihnen werden den Begriff „Odyssee“ noch nie in ihrem Berufsalltag verwendet haben. Wer schon an Projekten mitgearbeitet hat, seien es die eigenen oder auferlegte Pflichten, wird das Gefühl kennen: Man hetzt von Pontius zu Pilatus, hat Meetings, die unnötig scheinen, ärgert sich über Kollegen und Stakeholder sowie das Management und verspürt generell den großen Drang, den Kopf im Rhythmus der Tetris-Melodie auf die Tastatur zu schlagen.

Hinzu kommen Intrigen, gegenseitiges Fingerzeigen und Schuldzuweisungen, die nicht nur das Projekt, sondern zuweilen auch jahrelange Freundschaften gefährden. Oft fühlt man sich dann wie Odysseus, der auf der Suche nach dem Heimathafen über das Meer segelte. In dem Fall trüge dieser Hafen wohl den Namen „Projektabschluss“.

Bereits 2 800 Jahre ist es her, seit Homer in seiner Ilias und der Odyssee vom Schicksal der Griechen berichtete, die erst Troja eroberten und schließlich nach getaner Arbeit die Heimreise antraten. Die erwies sich als schwieriger als gedacht und wartete mit allerlei Abenteuern auf. Abenteuern, die auch in der modernen Welt der Softwareentwicklung in ähnlicher Form durchaus auftreten können, wie Gene Kim – unser IT-Homer der Neuzeit – in seinen epochalen Werken „The Phoenix Project“ und „The Unicorn Project“ eindrucksvoll aufarbeitet.

Während in Homers Odyssee einige Griechen von der Lotosfrucht essen und die Heimat vergessen, verliert mancher Entwickler, berauscht vom Hinzufügen glänzender neuer Features, ab und zu vielleicht die Sicherheit, Wartbarkeit und das Projektziel aus dem Auge. Manch ein Mitarbeiter aus der Ops-Abteilung ist schon Opfer der wie die Sirenen lockenden Container geworden, hat dann aber die Übersicht verloren und das Projekt gefährdet. Und ab und an steigt der sprichwörtliche Poseidon aus dem Management hinab und fegt sämtliche guten Pläne mit neuen Anforderungen und Ideen hinfort.

Odysseus’ Odyssee dauerte zehn Jahre. Seit ebenfalls zehn Jahren ist der Begriff DevOps im Umlauf, der eine Arbeitsweise beschreibt, mit der man vielen Problemen im Entwicklungslebenszyklus vorbeugen kann. Allein eine einheitliche und allgemeingültige Definition ist bisher noch nicht gefunden, auch wenn man die Zutaten durchaus benennen kann. Es geht um Automatisierung, es geht um die richtige Unternehmens- oder Teamkultur und auch um das richtige Tooling – wenn auch nicht vorrangig, wie manch wütender Gott des Managementmeeres möglicherweise meinen mag.

Konstantin Diener hat die Feder gespitzt und das DevOps-Jahrzehnt und die Meilensteine dieser Geschichte für Sie, liebe Leser, in seinem Artikel „Die erste Etappe einer langen Reise …“ ausgeführt. Und wie es der Zufall so will: Konstantin ist auch der Name, den der letzte König der Griechen trug.

In diesem Sinne: Gute Reise!

mohilo_dominik_sw.tif_fmt1.jpgDominik Mohilo | Redakteur

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang