© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Teil 2: Infrastrukturen und Organisation

Alles verändert sich


Im ersten Teil dieser Serie haben wir ein Projekt vorgestellt, das ein Antragsverfahren für Bürger beinhaltet, und die Gründe für die Architekturentscheidungen für Microservices und Workflow-Engine beschrieben. Diesmal stellen wir die im Rahmen des Projekts verwendete bzw. entstandene Infrastruktur vor und beleuchten organisatorische Aspekte.

Artikelserie

Teil 1: Architekturen für die Digitalisierung mit Workflowautomation und Microservices

Teil 2: Infrastrukturen und Organisation

Die Architektur des Gesamtsystems ist in Abbildung 1 zu sehen. Am linken und rechten Rand befinden sich einige querschnittliche Komponenten (Cross-cutting Concerns), die in einem verteilten System eine wichtige Rolle spielen. Dabei geht es zum einen um Möglichkeiten der Überwachung der einzelnen Teilsysteme, zum anderen vor allem um Sicherheitsaspekte. Das hier vorgestellte Produkt hat eine Onlineantragsmöglichkeit, sodass die Sicherheit der Anwendungen im Internet sowie der darüber bereitgestellten Daten (Stichwort Verschlüsselung) eine sehr hohe Priorität besitzt. Des Weiteren ist ein einheitliches Vorgehen zur Authentifizierung und Autorisierung für das Gesamtsystem sicherzustellen. Das hier vorgestellte System wird im Übrigen vollständig On Premise betrieben.

kaps_architekturen_2_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Die Architektur des Gesamtsystems

Die Infrastruktur

Klassische Webanwendungen werden bei uns aktuell noch in Wildfly-Application-Servern betrieben. Das funktioniert sehr gut und das notwendige Know-how ist bei den Entwicklern vorhanden. Allerdings kommt es mit zunehmender Anzahl von Anwendungen zu einem Konflikt mit einem eher klassisch aufgestellten IT-Betrieb. Es ist diesem nicht zumutbar, für jede einzelne Anwendung eine eigene virtuelle Maschine mit einem eigenen Application-Server zu betreiben. Abgesehen von der Tatsache, dass das zu einer Ressourcenverschwendung führen würde, müsste eine dreistellige Zahl an Servern betreut werden. Es wird versucht, dem entgegenzuwirken, indem in Zukunft mehr Anwendungen mit Hilfe von Containern deployt werden. Neben den neuesten Sternen wie Quarkus oder Micronaut geht alternativ die Entwicklung des Wildfly durch die Einführung von Galleon [1] auch mehr in die Cloud-native-Richtung und ermöglicht es dadurch, einen schlanken Application-Server einfacher in Containern betreiben zu können.

Containermanagement

Da mit der Zeit die Zahl der Container in den diversen Umgebungen stark gestiegen ist, wächst der Bedarf an einer einfachen Möglichkeit, diese managen zu können.

Das W...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang