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Java Magazin
Was in zehn Jahren DevOps-Bewegung alles passiert ist

Die erste Etappe einer langen Reise ...

Vor rund zehn Jahren kam der Begriff DevOps auf. Seitdem hat sich technisch einiges verändert. Außerdem gibt es ganz neue Kollaborationsansätze in der IT.

Konstantin Diener


Im Jahr 2019 ist die DevOps-Bewegung zehn Jahre alt geworden. Die öffentliche Initialzündung war ein Vortrag von John Allspaw und Paul Hammond von Flickr auf der O’Reilly Velocity Conference 2009 [1]. In diesem Vortrag beschreiben die beiden die seinerzeit übliche Arbeitsteilung zwischen Softwareentwicklung (Dev) und -betrieb (Ops) folgendermaßen: „Dev’s job is to add new features. Ops’s job is to keep the site stable and fast.“ Sie argumentieren, dass beide Parteien das Business unterstützen sollten und diese Unterstützung nur durch kontinuierlichen Change möglich sei. Damit der kontinuierliche Change aber nicht zu Fehlern und Ausfällen führt, brauche es neue Tools und kulturelle Ansätze („Lowering the risk of change through tools and culture“).

Wie sehr sich die Welt von einem Tag auf den anderen ändern kann, ist im Jahr zuvor am Beispiel der Bank Lehman Brothers und der weltweiten Finanzkrise nur allzu deutlich geworden. Die Wellen dieser Krise reichen weit bis ins Jahr 2009 hinein. In diesem Jahr meldeten unter anderem der Autohersteller GM und Arcandor AG (ehemals KarstadtQuelle AG) Insolvenz an. Einzig die politische Lage wirkt aus heutiger Sicht stabiler: Mit Barack Obama wurde ein Hoffnungsträger als US-Präsident vereidigt und aus der Bundestagswahl gingen CDU und FDP mit einer eindeutigen Regierungsmehrheit hervor. Die schnelle Bildung von Zweiparteienkoalitionen ist heute seltener geworden.

Die IT-Landschaft dieser Tage war auch noch sehr viel klassischer als heute: Das iPhone ist erst zwei Jahre alt und beginnt gerade erst, die mobile Internetnutzung zu verändern. Das Hosting von Anwendungen findet in der Regel ganz klassisch in Rechenzentren statt. AWS ist erst ca. drei Jahre alt und Google startet mit der Google App Engine for Java [2]. Beide sind zu diesem Zeitpunkt noch keine echten Alternativen zum On-Premise Hosting. Das bedeutet auch, dass IT-Infrastruktur zu dieser Zeit noch ein erhebliches Investment darstellte. Meist wurden schon zu Beginn einer Softwareentwicklung die Hardwaresysteme für den späteren Betrieb dimensioniert und bestellt. Die Kosten für diese Investition waren mindestens fünfstellige Eurobeträge.

Abb. 1: Cover der Java-Magazin-Ausgabe 1.2009

Die Java-Community diskutierte im Jahr 2009 natürlich über die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle und darüber, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Java-Plattform haben würde. Technisch beschäftigte sich die deutschsprachige Community im Java Magazin damit, ob REST o...

Java Magazin
Was in zehn Jahren DevOps-Bewegung alles passiert ist

Die erste Etappe einer langen Reise ...

Vor rund zehn Jahren kam der Begriff DevOps auf. Seitdem hat sich technisch einiges verändert. Außerdem gibt es ganz neue Kollaborationsansätze in der IT.

Konstantin Diener


Im Jahr 2019 ist die DevOps-Bewegung zehn Jahre alt geworden. Die öffentliche Initialzündung war ein Vortrag von John Allspaw und Paul Hammond von Flickr auf der O’Reilly Velocity Conference 2009 [1]. In diesem Vortrag beschreiben die beiden die seinerzeit übliche Arbeitsteilung zwischen Softwareentwicklung (Dev) und -betrieb (Ops) folgendermaßen: „Dev’s job is to add new features. Ops’s job is to keep the site stable and fast.“ Sie argumentieren, dass beide Parteien das Business unterstützen sollten und diese Unterstützung nur durch kontinuierlichen Change möglich sei. Damit der kontinuierliche Change aber nicht zu Fehlern und Ausfällen führt, brauche es neue Tools und kulturelle Ansätze („Lowering the risk of change through tools and culture“).

Wie sehr sich die Welt von einem Tag auf den anderen ändern kann, ist im Jahr zuvor am Beispiel der Bank Lehman Brothers und der weltweiten Finanzkrise nur allzu deutlich geworden. Die Wellen dieser Krise reichen weit bis ins Jahr 2009 hinein. In diesem Jahr meldeten unter anderem der Autohersteller GM und Arcandor AG (ehemals KarstadtQuelle AG) Insolvenz an. Einzig die politische Lage wirkt aus heutiger Sicht stabiler: Mit Barack Obama wurde ein Hoffnungsträger als US-Präsident vereidigt und aus der Bundestagswahl gingen CDU und FDP mit einer eindeutigen Regierungsmehrheit hervor. Die schnelle Bildung von Zweiparteienkoalitionen ist heute seltener geworden.

Die IT-Landschaft dieser Tage war auch noch sehr viel klassischer als heute: Das iPhone ist erst zwei Jahre alt und beginnt gerade erst, die mobile Internetnutzung zu verändern. Das Hosting von Anwendungen findet in der Regel ganz klassisch in Rechenzentren statt. AWS ist erst ca. drei Jahre alt und Google startet mit der Google App Engine for Java [2]. Beide sind zu diesem Zeitpunkt noch keine echten Alternativen zum On-Premise Hosting. Das bedeutet auch, dass IT-Infrastruktur zu dieser Zeit noch ein erhebliches Investment darstellte. Meist wurden schon zu Beginn einer Softwareentwicklung die Hardwaresysteme für den späteren Betrieb dimensioniert und bestellt. Die Kosten für diese Investition waren mindestens fünfstellige Eurobeträge.

Abb. 1: Cover der Java-Magazin-Ausgabe 1.2009

Die Java-Community diskutierte im Jahr 2009 natürlich über die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle und darüber, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Java-Plattform haben würde. Technisch beschäftigte sich die deutschsprachige Community im Java Magazin damit, ob REST o...

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