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Java Magazin
Jelly Bean in aktualisierter Neuauflage

Von Photosphären, Tagträumen und Wunderstrahlen

In halbjährlicher Regelmäßigkeit veröffentlicht Google neue Releases der Android-Plattform - so auch im November 2012 den jüngsten Nachfolger, die Version 4.2. Bekamen seine älteren Geschwister auch einen neuen Codenamen spendiert, so ging Android 4.2 diesmal leer aus und muss sich seinen Namen „Jelly Bean“ mit Android 4.1 teilen. Das wirft natürlich einige Fragen auf: Muss die Android-Plattform jetzt kleinere Brötchen backen und deshalb mit Codenamen besser haushalten? Ist das Release etwa so klein, dass es keinen eigenen Namen verdient hat? Geht Google oder Android gar allmählich die Puste aus? Diese Serie stellt die Neuerungen des - für ein Android-Release typischen - Dreiklangs aus Nexus-Hardware und neuen Möglichkeiten der Android-4.2-Plattform für Nutzer und für Entwickler dar. Den Anfang macht die Nutzerseite.

Christian Meder


Nachdem Android 4.1 Jelly Bean bereits nur mit einem kleinen Versionssprung versehen wurde, erhält An­droid 4.2 nicht einmal mehr einen neuen Namen. Es bleibt bei Jelly Bean. Um es vorwegzunehmen: Auch wenn Google aus Marketingsicht zunehmend konservativer mit der Versionierung und den Namen der Releases umgeht, hält auch das aktualisierte Jelly Bean durchaus einige z. T. lang erhoffte Neuerungen bereit. Die neue Bescheidenheit bei der Versionierung ist vermutlich der Versuch, Android aus der unübersichtlichen Phase häufiger, dynamischer Releases in eine sichtbare Phase der Konsolidierung und Verfeinerung zu überführen. Somit steht Android 2012 ganz im Zeichen der Jelly Beans [1].

Artikelserie zu Android 4.2Teil 1: Die NutzerseiteTeil 2: Nexus-HardwareTeil 3: Die Entwicklersicht

„Es kann nur einen geben“ ist Vergangenheit

Mehrpersonenhaushalte mit Android-Tablets wird vor allem die Unterstützung mehrerer Nutzerprofile bei Android 4.2 erfreuen. Vorbei die Zeiten, in denen die Homescreens behelfsweise verschiedenen Benutzern zugeordnet waren. Auch das App-Menü wird deutlich entschlackt. Jedes Nutzerprofil hat mit Android 4.2 seinen eigenen Homescreen, eigene Widgets, seine eigene Auswahl an Apps, Einstellungen und Daten sowie seine eigene Verknüpfung mit einem Google-Play-Account. Der zuerst angelegte Benutzer ist privilegiert und gilt als der Eigentümer des Tablets. Dieser kann Apps und ­Daten anderer Nutzer oder auch den Nutzer selbst löschen, er kann allerdings standardmäßig nicht auf die Daten der anderen zugreifen. Apps werden nur einmal auf dem ­Tablet installiert, und alle Nutzer nutzen ggf. die gleiche Installation. Die Profile lassen sich schnell und einfach über den Lockscreen und die Quick Settings (siehe unten) wechseln. Das Mehrbenutzersystem ist aber explizit für gemeinsam genutzte Tablets in einem vertrauten Umfeld ausgelegt, die Sicherheit der Daten eines Nutzers ist angesichts von USB-Debugging nicht wirklich gewährleistet. Weiterhin wird der Mehr­benutzerbetrieb aktuell nur auf Tablets unterstützt. Trotz dieser Einschränkungen ist es eine vielfach gewünschte und willkommene ­Ergänzung, die einfach und sinnvoll benutzbar umgesetzt wurde [2].

Schnelleinstellungen

Für das schnelle Wechseln des Nutzers, das An- und Abschalten von Netzwerk, Rotation, Ladestandinformation des Akkus etc. wurde ein Quick Settings-Menü eingeführt, das auf der rechten Seite von der oberen Statusleiste heruntergerollt werden kann (Abb. 1).

Abb. 1: Quick Settings

Erweiter...

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Jelly Bean in aktualisierter Neuauflage

Von Photosphären, Tagträumen und Wunderstrahlen

In halbjährlicher Regelmäßigkeit veröffentlicht Google neue Releases der Android-Plattform - so auch im November 2012 den jüngsten Nachfolger, die Version 4.2. Bekamen seine älteren Geschwister auch einen neuen Codenamen spendiert, so ging Android 4.2 diesmal leer aus und muss sich seinen Namen „Jelly Bean“ mit Android 4.1 teilen. Das wirft natürlich einige Fragen auf: Muss die Android-Plattform jetzt kleinere Brötchen backen und deshalb mit Codenamen besser haushalten? Ist das Release etwa so klein, dass es keinen eigenen Namen verdient hat? Geht Google oder Android gar allmählich die Puste aus? Diese Serie stellt die Neuerungen des - für ein Android-Release typischen - Dreiklangs aus Nexus-Hardware und neuen Möglichkeiten der Android-4.2-Plattform für Nutzer und für Entwickler dar. Den Anfang macht die Nutzerseite.

Christian Meder


Nachdem Android 4.1 Jelly Bean bereits nur mit einem kleinen Versionssprung versehen wurde, erhält An­droid 4.2 nicht einmal mehr einen neuen Namen. Es bleibt bei Jelly Bean. Um es vorwegzunehmen: Auch wenn Google aus Marketingsicht zunehmend konservativer mit der Versionierung und den Namen der Releases umgeht, hält auch das aktualisierte Jelly Bean durchaus einige z. T. lang erhoffte Neuerungen bereit. Die neue Bescheidenheit bei der Versionierung ist vermutlich der Versuch, Android aus der unübersichtlichen Phase häufiger, dynamischer Releases in eine sichtbare Phase der Konsolidierung und Verfeinerung zu überführen. Somit steht Android 2012 ganz im Zeichen der Jelly Beans [1].

Artikelserie zu Android 4.2Teil 1: Die NutzerseiteTeil 2: Nexus-HardwareTeil 3: Die Entwicklersicht

„Es kann nur einen geben“ ist Vergangenheit

Mehrpersonenhaushalte mit Android-Tablets wird vor allem die Unterstützung mehrerer Nutzerprofile bei Android 4.2 erfreuen. Vorbei die Zeiten, in denen die Homescreens behelfsweise verschiedenen Benutzern zugeordnet waren. Auch das App-Menü wird deutlich entschlackt. Jedes Nutzerprofil hat mit Android 4.2 seinen eigenen Homescreen, eigene Widgets, seine eigene Auswahl an Apps, Einstellungen und Daten sowie seine eigene Verknüpfung mit einem Google-Play-Account. Der zuerst angelegte Benutzer ist privilegiert und gilt als der Eigentümer des Tablets. Dieser kann Apps und ­Daten anderer Nutzer oder auch den Nutzer selbst löschen, er kann allerdings standardmäßig nicht auf die Daten der anderen zugreifen. Apps werden nur einmal auf dem ­Tablet installiert, und alle Nutzer nutzen ggf. die gleiche Installation. Die Profile lassen sich schnell und einfach über den Lockscreen und die Quick Settings (siehe unten) wechseln. Das Mehrbenutzersystem ist aber explizit für gemeinsam genutzte Tablets in einem vertrauten Umfeld ausgelegt, die Sicherheit der Daten eines Nutzers ist angesichts von USB-Debugging nicht wirklich gewährleistet. Weiterhin wird der Mehr­benutzerbetrieb aktuell nur auf Tablets unterstützt. Trotz dieser Einschränkungen ist es eine vielfach gewünschte und willkommene ­Ergänzung, die einfach und sinnvoll benutzbar umgesetzt wurde [2].

Schnelleinstellungen

Für das schnelle Wechseln des Nutzers, das An- und Abschalten von Netzwerk, Rotation, Ladestandinformation des Akkus etc. wurde ein Quick Settings-Menü eingeführt, das auf der rechten Seite von der oberen Statusleiste heruntergerollt werden kann (Abb. 1).

Abb. 1: Quick Settings

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