Java Magazin - 03.2014 - JavaScript für Java-Entwickler


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Februar 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Michael Nitschinger, Tom Schindl, Wolfgang Messner, Daniel Stieger, Matthias Bollwein, Thomas Endres, Oliver Zeigermann, Kai Tödter, Dipl.-Ing. Oliver Schünemann, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Jan Wolter, Frank Pientka, Bernhard Löwenstein, Christian Meder, Claudia Fröhling, Michael Müller, Florian Pirchner, Philipp Tarasiewicz, Robin Böhm, Dr. Peter Hruschka, Dr. Gernot Starke, Stefan Kallinich, Dr. Hans Schuster, Frank Redlich, Sven Ruppert, Arno Haase

Jeden Monat zum Ende der Magazinproduktion, also kurz bevor das Heft an die Druckerei geschickt wird, diskutieren wir in der Redaktion die Covervorschläge: Welches Bild wählen wir für den Heftschwerpunkt, und welche Headline passt am besten? In der Regel teilen wir unsere Topkandidaten auch immer auf den Social-Media-Kanälen Twitter und Google+.

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Diesen Monat gab es ungewöhnlich viel Feedback zum Cover, der Vorschlag, den wir am Ende auch tatsächlich genommen haben, hat ganz offensichtlich polarisiert. Wir haben das Bild daher besonders streng in Frage gestellt – warum es am Ende geblieben ist, wollen wir hier im Editorial kurz erläutern.

Als der Grafiker uns das Foto das erste Mal zeigte, hat es uns auf Anhieb so gut gefallen, weil es uns an die Evolution der Java-Welt erinnert. Wenn man mit dem Tattootyp auf dem Coverbild Freiheit und Rebellion verbinden will, kann man mit Fug und Recht sagen, dass Java-Entwickler genau diesen Typ verkörpert haben – damals, als Java noch der Rebell gegenüber dem Microsoft-dominierten „Establishment“ war. Dieses Bild hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt, die Early Adopter sind mit ihrer Sprache gemeinsam gewachsen und erwachsen geworden. Der Rebell für die Enterprise-Welt war dann plötzlich JavaScript, weil es ganz andere Konzepte verkörperte. Eine Verbindung beider Welten ist nicht trivial, nicht umsonst zitiere ich in diesem Zusammenhang immer so gerne Chris Heilmann von Mozilla: „Java und JavaScript sind sich so ähnlich wie Ei und Eiffelturm.“

Weder sehen wir den Anzugtyp als spießig noch den Tattootyp als gefährlich an. Auch wollen wir keine Wertung vornehmen in Richtung Freizeit/geschäftlich. Schauen Sie genau hin: Es handelt sich um ein und denselben Mann, in zwei verschiedenen Erscheinungsformen. Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust?

Enterprise != Anzug

Der Enterprise-Ansatz ist maßgebend für die Java-Welt. Aber auch JavaScript ist schon längst nicht mehr nur einfach mit Web-Development gleichzusetzen. Für Enterprise-Anwendungen spielt es eine zunehmend große Rolle, und nicht umsonst haben wir vor einigen Jahren auch JavaScript in das Programm der JAX aufgenommen. Viele unserer Autoren, die mit Java aufgewachsen sind, haben sich auf JavaScript spezialisiert und dienen mittlerweile als wichtige Brücke zwischen beiden Welten: Nehmen wir als Beispiel nur unseren Buch- und Magazinautor Oliver Zeigermann, den Sie in dieser Ausgabe mit einem Leitartikel „JavaScript für Java-Entwickler“ lesen können, der an sein gleichnamiges Buch bei entwickler.press angelehnt ist. Das Bild soll also nicht suggerieren: Java = Enterprise und JavaScript = der Rest.

Das Bild auf dem Cover ist im Grunde auch ein Appell an die Java-Welt: Ruht euch nicht auf euren Lorbeeren aus. Um in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss man ab und an was Neues probieren, Regeln brechen, in vielen Welten gleichzeitig aktiv sein. Wie hat es einer unserer Autoren auf Twitter so schön gesagt: „Man muss die Leute halt erst wach rütteln ;)“. Wenn wir das mit diesem Cover schaffen, haben wir uns richtig entschieden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe!

froehling_claudia_sw_cropped.tif_fmt1.pngClaudia Fröhling, Redakteurin

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