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Ein Heft feiert seinen 20. Geburtstag

Happy Birthday, Java Magazin


1998. Vor zwanzig Jahren wird der 1. FC Kaiserslautern deutscher Meister (nein, nicht die Bayern), das Monopol der Telekom läuft aus und der VW Lupo unterschreitet als erstes Serienfahrzeug die damals magische 3-Liter-Marke. Céline Dion singt sich mit „My Heart Will Go On“ an die Spitze der Charts und in der IT-Welt ... Was war eigentlich vor zwanzig Jahren in der IT-Welt los?

Das Internet steckt noch in den Kinderschuhen. Die 1990er sind das Jahrzehnt der Garagenfirmen. Jeff Bezos sitzt mit Amazon noch zwischen Kartons und Kisten in einer Garage. Google ist noch nicht einmal ein halbes Jahr online. Larry Page und Sergey Brin gründen das dazugehörige Unternehmen in Menlo Park, CA. Natürlich in einer Garage. Die beiden bringen uns auch zu Java. Ihre Suchmaschine haben sie nämlich ursprünglich in Java und Python geschrieben. Die noch ziemlich junge Programmiersprache ist damals ein heißes Eisen und entwickelt sich rasend schnell. Als Anfang 1998 das Java Magazin das Licht der Welt erblickt, kommt die Programmiersprache gerade in Version 1.2 an – genug Stoff, um zu berichten. Zusammen mit einigen unserer Autoren und Wegbegleiter wollen wir uns anschauen, wie das damals überhaupt so gewesen ist mit Java, wie sich Java und wir uns mit Java weiterentwickelt haben und wo die Reise in Zukunft hingehen könnte.

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Thilo Frotscher

Was war dein persönlich am meisten beeindruckender Java-Moment in den letzten zwanzig Jahren? Was hat dein Bild des Java-Ökosystems seitdem am nachhaltigsten geprägt oder gar verändert?

Es gibt für mich nicht den einen Moment oder das eine Ereignis. Was mich an Java am meisten beeindruckt, ist die ständige Innovation, die nun schon zwanzig Jahre lang anhält. Natürlich gibt es viele Stimmen, die genau das Gegenteil behaupten und anführen, dass andere Sprachen wesentlich innovativer seien. Was ich jedoch meine, ist nicht nur die Sprache selbst, sondern das komplette Ökosystem um die Sprache herum. Hier geschieht unwahrscheinlich viel Innovation, und es fällt wirklich schwer, auch nur einigermaßen Schritt zu halten.

Java damals und heute: Was ist für dich der wichtigste Unterschied?

Der für mich wichtigste Unterschied zwischen damals und heute ist die unfassbare Menge an Frameworks, Technologien und Tools, die in der Zwischenzeit für Java entstanden und die überwiegend Open Source für jedermann verfügbar sind. Diese Verfügbarkeit von Know-how und Lösungen, in die so unglaublich viel Entwicklungszeit eingeflossen ist, ermöglicht es uns he...

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