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Teil 1: Einstieg in das Entwicklerkit für Android Things

Softwarebaukasten fürs Internet der Dinge


In Zeiten von Industrie 4.0, Losgröße Eins und anderen Nettigkeiten ist man als Entwickler von Hardwareprojekten darauf angewiesen, seine Lösungen so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen. Hohe Entwicklungskosten sind dabei ein großes Hindernis. Google greift mit Android Things auf der Softwareseite an. Anstatt wie bisher mit C zu programmieren und mit dem wenig spektakulären GUI-Stack von Unix herumzuschustern, können Nutzer von Android Things stattdessen auf das von Android gewohnte Java-API samt Googles Unterstützungsinfrastruktur zurückgreifen.

Heutige Achtkernprozessoren stellen immense Ansprüche an ihre Umgebung. Wer in der Vergangenheit Boards für Mikrochips oder Atmels Achtbitter entwickelt hat, ist auf keinen Fall für die Arbeit mit diesen Systemen gerüstet. Stichworte wie Transmission Lines und Signallaufzeiten sollten ausreichen, um reichlich Schweißperlen auf die Stirn des potenziellen Designers zu zaubern. Google begegnet diesem Problem durch Entwicklerkits. Dabei handelt es sich um am Raspberry-Pi-orientierte Halbzeuge, die sich mit geringem Aufwand in eigene Schaltungen einbinden lassen. Manche bringen sogar Pfostenstecker mit, mit denen man in einer kleinen Serie durchaus produktiv arbeiten kann.

Momentan unterstützt Google sowohl x86- als auch ARM-Prozessoren. Da Intel das Internet of Things mittlerweile aufgegeben hat, werden Edison und Curie von Google nicht mehr mit Updates versorgt. Da die von Freescale – beziehungsweise jetzt NXP – gefertigten Prozessoren der Entwicklerkits nicht jedermanns Sache sind, greifen wir auf einen Raspberry Pi 3 zurück.

Konnte man die Images dafür bisher unbürokratisch herunterladen, setzt Google seit einiger Zeit auf die sogenannte Partners Console. Öffnen Sie den URL https://partner.android.com/things/console/. Klicken Sie auf den grünen Knopf Create your Product, um den Assistenten zum Anlegen einer neuen Hardwarelösung zu starten. Als Produktname wollen wir SUS1 auswählen, im Feld SOM Type wählen wir den ...

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