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Bücher

Einstieg in Java mit Eclipse


Diensterfahrene Java-Programmierer lachen so lange über Bücher zur Java-Einsteigerschulung, bis sie eine Fachexpertin oder einen Fachexperten vorgesetzt bekommen, die oder der maximal Pascal und vielleicht noch etwas C kann. Bernhard Steppan – der gute Mann ist für diverse andere Veröffentlichungen bekannt – schickt mit „Einstieg in Java mit Eclipse“ nun ein Lehrbuch ins Rennen, das eine didaktisch neue Herangehensweise an die Welt der Java-Programmierung wählt.

Schon in der Einleitung stellt der Autor fünf Comicfiguren und einen kleinen Roboter vor, die den Leser durch den Rest des Texts begleiten. Was auf den ersten Blick lustig erscheint, hat einen durchaus ernsten Hintergrund – anhand der Comicbeispiele illustriert der Autor komplizierte Sachverhalte. Die objektorientierte Programmierung demonstriert er anhand einer Gruppe von Personen, die sich in einigen Attributen unterscheiden – eine politisch unkorrekte, aber (vielleicht gerade deshalb) sehr erfrischende und didaktisch günstige Vorgehensweise.

Im Bereich der Didaktik von Lehrbüchern für Anfänger haben sich zwei Strategien etabliert – Methode eins programmiert zuerst funktional, Methode zwei zuerst objektorientiert. Steppan tanzt insofern aus der Reihe, als der „erste Akt“ des Lehrprozesses die Vorstellung der objektorientierten Programmierung ist – sie erfolgt ohne Code und nur unter Verwendung der angesprochenen Comicfiguren. Aus der neuartigen Vorgehensweise ergibt sich eine interessante didaktische Strategie, die dem Rezensenten positiv auffiel und vernünftig erscheint.

Die Installation der Eclipse-Arbeitsumgebung beendet den ersten Teil des Werks – im zweiten Abschnitt, der sich mit der Programmiersprache Java als Ganzes auseinandersetzt, findet der geneigte Leser dann im Allgemeinen das, was er von einem Programmierlehrbuch erwarten würde. Nach einer Besprechung von Anweisungen und Datentypen folgen Überlegungen zu Arrays, Methodenoperatoren, Schleifen und Co. Bei sorgfältigem Durchlesen der Kapitel fällt allerdings auf, dass Steppan keine Angst vor großem stofflichem Tiefgang hat – das Werk zeigt sich stellenweise, beispielsweise im Bereich der mathematischen und sonstigen Operatoren, sehr detailverliebt. Dass sich im zweiten Teil auch ein Abschnitt zur Erzeugung von Dokumentationskommentaren findet, ist insbesondere im Hinblick darauf hilfreich, dass der sich mit diesem Buch selbst Fortbildende wahrscheinlich bald in einem Unternehmen „produktiv“ coden muss.

Normale Lehrbuchautoren geben a...

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