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Editorial

Hasta la Vista, Menschheit?!


Wer heute noch glaubt, dass die technologische Dystopie, die in der Terminator-Filmreihe gezeigt wird, nichts Anderes als völliger Humbug und wenig mehr als ein Gedankenspiel ist, irrt gewaltig. Schon heute bestimmen Maschinen unser Leben. Kein Krankenhaus, keine Industrie, keine Grundversorgung funktioniert heutzutage noch ohne Maschinen. Wie kann man schon eine ganze Stadt mit Nahrung versorgen ohne LKWs? Eins zu null für die Maschinen.

Zugegeben, die Maschinen sind in diesem Beispiel ganz klar die Befehlsempfänger. Sie haben kein Bewusstsein, das uns auch nur im Entferntesten beeinflusst oder beherrscht. Es geht aber auch dieser Tage schon anders. Ein Beispiel? Das Internet. Natürlich kann nun jeder sagen, dass das Internet nicht uns beherrscht, sondern wir das Internet – ähnlich wie bei LKWs oder Industriemaschinen.

Das stimmt allerdings nur zum Teil, gibt es doch heute schon Menschen, die gar nicht mehr wissen, wie sie ohne Amazon, Google und soziale Medien überleben und ihre Freizeit gestalten sollen. Und gerade diese Services sind viel weniger Gebrauchsgegenstand als man auf den ersten Blick vermuten möchte. Die Maschinen – oder besser gesagt die Algorithmen, die quasi das Hirn hinter den Services darstellen – beeinflussen uns schon heute. Amazon schlägt basierend auf unserem Kauf- und Suchverhalten Artikel vor, Google beeinflusst unsere Recherchen und Suchergebnisse und die sozialen Medien sind heute sozusagen unser Tor in die Köpfe und Herzen unserer Mitmenschen. Wer nicht mitmacht, wird abgehängt, und wer mitmacht, wird – zumindest zum Teil – von Maschinen gelenkt. Zwei zu null für die Maschinen.

Und nicht nur die Software, um uns zu versklaven, ist in rudimentären Teilen bereits ein realer Bestandteil unseres Alltags. Auch die passende Hardware, die man aus „Terminator“ kennt, ist in der Entwicklung. Nicht beim fiktiven Skynet, sondern bei Firmen wie Boston Dynamics. Falls der Name kein Glöckchen zum Klingen bringt, einfach mal bei YouTube vorbeischauen. Wenn Sie sich für Machine Learning und Robotik interessieren, wird Ihnen der Algorithmus sicher passende Videos vorschlagen, spätestens jedenfalls nach der ersten entsprechenden Suchanfrage. Drei zu null für die Maschinen.

Die letzten Schritte, die nötig sind, um eine globale Katastrophe epischen Ausmaßes heraufzubeschwören, fehlen noch, sind aber schnell skizziert: Die Algorithmen müssen sich verselbstständigen und mit den entsprechenden Killerrobotern zusammengeführt werden.

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