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Kolumne: EnterpriseTales

Serverless? Geht das überhaupt?


Häufig hören wir in den Medien vom Begriff „Serverless“, um dann letztlich damit getröstet zu werden, dass es immer noch Server gibt. Diese werden stattdessen von jemand anderem betrieben, wenn wir dafür bezahlen. Dabei haben wir eigentlich mit dem Browser die Möglichkeit, wirklich „Serverless“ zu sein – es nutzen sie nur sehr wenige. Deshalb werden wir uns anschauen, was heutzutage eigentlich mit modernen APIs im Browser möglich ist.

Wo alles begann

Die Anwendungsentwicklung ist ein spannendes Gebiet und durchlebte die letzten Jahre viele Trends. Wo wir früher noch native Applikationen entwickelt und kompiliert haben, hat sich über die Jahre der Trend der Webapplikationen auch im Enterprise-Bereich durchgesetzt. Vor allem die ständige Erreichbarkeit, automatische Aktualisierungen und Multi-User-Fähigkeiten waren hier sicher maßgeblich. Doch auch die Zeiten der Webapplikationen haben sich geändert.

Früher hat es für eine Webapplikation gereicht „webfähig“ zu sein, sprich: Ein Server musste HTML ausgeben und Formulardaten interpretieren können.

In den letzten Jahren sind aber immer mehr Anforderungen – vor allem durch den User – hinzugekommen. Anwendungen, die vom User nicht gut bedienbar sind, werden häufig auch im Enterprise-Umfeld nicht akzeptiert bzw. abgelehnt. Nutzer sind es heutzutage gewohnt, vom System in jeglichen Situationen unterstützt zu werden, um ihr Ziel möglichst schnell zu erreichen.

Der Weg zur Single Page Application

Eine Möglichkeit dieser Unterstützungen sind beispielsweise viele kleine schlichte Animationen, genannt Micro Interactions, die Hinweise auf die ausgeführte Aktion geben und so die User Experience (UX) erheblich verbessern. Der Kontext der Seite soll dabei natürlich nicht durch ein erneutes Laden unterbrochen oder gestört werden, weshalb reine serverseitig gerenderte Applikationen für diese Anwendungsfälle meistens nicht zielführend sind. Auch reichen oft reine CSS-Lösungen nicht aus.

Spätestens, wenn Applikationen zusätzlich komplexe Interaktionen, wie beispielsweise Drag and Drop beinhalten, führt es im Zusammenspiel dazu, dass ein erheblicher Datenzustand auf dem Client, im Browser, vorgehalten werden muss – verwaltet durch JavaScript. Deshalb sind heutzutage fast alle Neuentwicklungen sogenannte Single Page Applications – Applikationen geschrieben in JavaScript, bei der die Renderinglogik komplett im Browser ausgeführt wird, und so Kommunikation und damit Latenzen mit jeglichen Servern auf ein Minimum reduziert werden. Wenngleich heutzutage häufig auf SPAs gesetzt wird und der Clien...

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