Bücher

Apache Maven 3 Cookbook


Auf 224 Seiten will Autor Srirangan mit dem Apache Maven 3 Cookbook Lösungen zu bekannten Problemen vorstellen. Nur das, was wirklich gesagt werden muss, wird gesagt. Dummerweise ist aber auch das zu kurz geraten, und so passiert es relativ häufig, dass der Autor da aufhört, wo es eigentlich erst losgeht. Beispielsweise wird der Lifecycle von Maven 3 in zwei Sätzen beschrieben. Danach gibt es noch eine Liste mit den wichtigsten Phasen – das reicht aber nicht. Wer von Ant nach Maven wechselt, hat nach diesen zwei Sätzen immer noch keine Ahnung, was dieser ominöse Lifecycle eigentlich ist, das wäre aber dann doch wichtig, insbesondere wenn es zu diesem Thema extra einen Punkt im Inhaltsverzeichnis gibt. Das Gleiche geschieht mit den Profilen: ein Thema unsäglicher Diskussionen, Verwirrungen und ewiger Google-Recherche. In diesem Buch ist es leider eher unzureichend beschrieben.

Der Autor geht dann einen Schritt weiter und versucht mit nur einem Rezept zu erklären, „wie Nexus geht“. Das klappt leider nicht ganz, vor allem weil in diesem Rezept eigentlich nur Tomcat installiert und dann das Nexus-War deployt wird. Die Fragen, wie man denn auf Nexus deployt, was „Staging“ ist oder wie man das Release-Plug-in mit Nexus zum Laufen bringt, bleiben ungeklärt – bedauerlicherweise, denn das wäre ja wirklich mal interessant gewesen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hudson-Rezept. Etwas später im Buch erklärt Srirangan mit einem Rezept Maven und Spring. Und wenn ich Spring schreibe, meine ich auch Spring. Denn mit zwei Sätzen wird AOP angesprochen, dann hüpfen wir zu einem ellenlangen Listing des applicationContext.xml und im Anschluss haben wir wie von Zauberhand Spring gelernt. Oder vielleicht auch nicht! Zumindest haben wir knapp zwei Seiten Abhängigkeiten zu Spring abgedruckt bekommen. Klasse! Ähnlich geht das dann weiter mit Seam und Hiber­nate. Etwas interessanter wird es dann, wenn Srirangan ein Android-Plug-in installiert. Immerhin, das habe ich bisher nicht gekannt. Die Frage stellt sich dann aber doch, ob mir ein Link zu dem Plug-in gereicht hätte, oder ob ich unbedingt dieses Buch brauche, das mir zeigt, wie ich es einbinde und welche Ziele es mitbringt?

Fazit: kein Buch für Leute, die schon mit Maven gearbeitet haben. Die Rezepte sind einfach zu basic. Aber dummerweise auch kein Buch für Leute, die noch nicht mit Maven gearbeitet haben, die Rezepte sind nämlich gleichzeitig zu wortkarg, und dann fehlen auch noch die wirklich interessanten Rezepte, die man n...

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