Kolumne: Mobile Welten

Design ist Trumpf

Kay Glahn


Zahlreiche verschiedene UIsDesign wird vereinheitlicht Abb. 1: Einheitliches Design für alle Android-Smartphones und -Tablets mit Android 4.0 und den Design Guidelines (Quelle: Google)Fazit Kay Glahn ist unabhängiger Technologieberater mit den Schwerpunkten Mobile Applications und Services. Er berät internationale Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Mobile-Bereich. [2] Android Developer Blog, „Abschied vom Menü-Button“: http://android-developers.blogspot.com/2012/01/say-goodbye-to-menu-button.html[3] Android Developer Blog, „Einführung Android Design Site“: http://android-developers.blogspot.com/2012/01/introducing-android-design-site.html

Erst kürzlich hatte man mit Android Ice Cream Sandwich die bisher getrennten Pfade der Versionen für Smartphones und Tablets zusammengeführt. Alle Android-Geräte sollen hierdurch mit einer einheitlichen Bedienung und natürlich auch Optik versehen werden. Bisher bestand allerdings neben den zwei separaten Entwicklungspfaden noch ein viel größeres Problem. Denn bis auf die Android-Geräte der Nexus-Reihe stattet fast jeder Hersteller von Android-Smartphones seine Geräte mit einem eigenen User Interface aus. Dieses ersetzt das auch als Vanilla UI bezeichnete User Interface von Android durch eine proprietäre Benutzeroberfläche, die zwar dem Anwender zumeist zusätzliche Funktionen bietet, aber dazu führt, dass ein Benutzer, der von dem Android-Smartphone eines Herstellers zu dem eines anderen wechselt, den Eindruck bekommt, dass er es mit einem komplett anderen Betriebssystem zu tun hat. So setzt beispielsweise HTC sein hauseigenes Sense UI auf allen Android-Geräten ein. Bei Samsung kommt TouchWiz zum Einsatz, und bei LG bekommt der Benutzer das Optimus UI vorgesetzt. Auch Motorola hat natürlich mit Blur ein eigenes UI in petto und Sony Ericsson setzt auf UX. Im Gegensatz zu iOS, das auf jedem ­iPhone identisch aussieht, da es immer vom selben Hersteller kommt, sind der Vielfalt bei Android bisher keine Grenzen gesetzt. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Fragmentierung der Android-Plattform. Mit der Version 4.0 hat Google ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail in den Nutzungsbedingungen für die Hardwarehersteller geändert. Diese besagen, dass das Original-UI mit dem Namen Holo nun zwingend auf jedem Gerät installiert sein muss, auch wenn es gar nicht genutzt wird. Apps haben allerdings die Möglichkeit, auf dieses Theme zurückzugreifen und das proprietäre UI des Herstellers für die jeweilige App zu übe...

Kolumne: Mobile Welten

Design ist Trumpf

Kay Glahn


Zahlreiche verschiedene UIsDesign wird vereinheitlicht Abb. 1: Einheitliches Design für alle Android-Smartphones und -Tablets mit Android 4.0 und den Design Guidelines (Quelle: Google)Fazit Kay Glahn ist unabhängiger Technologieberater mit den Schwerpunkten Mobile Applications und Services. Er berät internationale Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Mobile-Bereich. [2] Android Developer Blog, „Abschied vom Menü-Button“: http://android-developers.blogspot.com/2012/01/say-goodbye-to-menu-button.html[3] Android Developer Blog, „Einführung Android Design Site“: http://android-developers.blogspot.com/2012/01/introducing-android-design-site.html

Erst kürzlich hatte man mit Android Ice Cream Sandwich die bisher getrennten Pfade der Versionen für Smartphones und Tablets zusammengeführt. Alle Android-Geräte sollen hierdurch mit einer einheitlichen Bedienung und natürlich auch Optik versehen werden. Bisher bestand allerdings neben den zwei separaten Entwicklungspfaden noch ein viel größeres Problem. Denn bis auf die Android-Geräte der Nexus-Reihe stattet fast jeder Hersteller von Android-Smartphones seine Geräte mit einem eigenen User Interface aus. Dieses ersetzt das auch als Vanilla UI bezeichnete User Interface von Android durch eine proprietäre Benutzeroberfläche, die zwar dem Anwender zumeist zusätzliche Funktionen bietet, aber dazu führt, dass ein Benutzer, der von dem Android-Smartphone eines Herstellers zu dem eines anderen wechselt, den Eindruck bekommt, dass er es mit einem komplett anderen Betriebssystem zu tun hat. So setzt beispielsweise HTC sein hauseigenes Sense UI auf allen Android-Geräten ein. Bei Samsung kommt TouchWiz zum Einsatz, und bei LG bekommt der Benutzer das Optimus UI vorgesetzt. Auch Motorola hat natürlich mit Blur ein eigenes UI in petto und Sony Ericsson setzt auf UX. Im Gegensatz zu iOS, das auf jedem ­iPhone identisch aussieht, da es immer vom selben Hersteller kommt, sind der Vielfalt bei Android bisher keine Grenzen gesetzt. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Fragmentierung der Android-Plattform. Mit der Version 4.0 hat Google ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail in den Nutzungsbedingungen für die Hardwarehersteller geändert. Diese besagen, dass das Original-UI mit dem Namen Holo nun zwingend auf jedem Gerät installiert sein muss, auch wenn es gar nicht genutzt wird. Apps haben allerdings die Möglichkeit, auf dieses Theme zurückzugreifen und das proprietäre UI des Herstellers für die jeweilige App zu übe...

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