Kolumne: Mobile Welten

Design ist Trumpf


Nachdem Google bereits die Android-Plattformen für Smartphones und Tablets zusammengeführt hat, möchte man nun auch den Apps ein einheitliches Aussehen verpassen. Dem von Kritikern oft angeführten Argument, dass Android-Applikationen, was das Design angeht, mit iOS-Apps nicht mithalten können, soll damit etwas entgegengesetzt werden. Mitte Januar hat Goo­gle die Android Design Guidelines [1] veröffentlicht, in denen recht genau festgelegt wird, wie nach Googles Vorstellung das Design einer Android-App auszusehen hat. Man will damit erreichen, dass zukünftige Android-Apps nicht nur eine einheitliche Optik aufweisen, sondern auch die Bedienung vereinheitlicht wird, sodass sich auch ein unerfahrener Benutzer sofort mit einer neuen App zurechtfindet.

Zahlreiche verschiedene UIs

Erst kürzlich hatte man mit Android Ice Cream Sandwich die bisher getrennten Pfade der Versionen für Smartphones und Tablets zusammengeführt. Alle Android-Geräte sollen hierdurch mit einer einheitlichen Bedienung und natürlich auch Optik versehen werden. Bisher bestand allerdings neben den zwei separaten Entwicklungspfaden noch ein viel größeres Problem. Denn bis auf die Android-Geräte der Nexus-Reihe stattet fast jeder Hersteller von Android-Smartphones seine Geräte mit einem eigenen User Interface aus. Dieses ersetzt das auch als Vanilla UI bezeichnete User Interface von Android durch eine proprietäre Benutzeroberfläche, die zwar dem Anwender zumeist zusätzliche Funktionen bietet, aber dazu führt, dass ein Benutzer, der von dem Android-Smartphone eines Herstellers zu dem eines anderen wechselt, den Eindruck bekommt, dass er es mit einem komplett anderen Betriebssystem zu tun hat. So setzt beispielsweise HTC sein hauseigenes Sense UI auf allen Android-Geräten ein. Bei Samsung kommt TouchWiz zum Einsatz, und bei LG bekommt der Benutzer das Optimus UI vorgesetzt. Auch Motorola hat natürlich mit Blur ein eigenes UI in petto und Sony Ericsson setzt auf UX. Im Gegensatz zu iOS, das auf jedem ­iPhone identisch aussieht, da es immer vom selben Hersteller kommt, sind der Vielfalt bei Android bisher keine Grenzen gesetzt. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Fragmentierung der Android-Plattform. Mit der Version 4.0 hat Google ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail in den Nutzungsbedingungen für die Hardwarehersteller geändert. Diese besagen, dass das Original-UI mit dem Namen Holo nun zwingend auf jedem Gerät installiert sein muss, auch wenn es gar nicht genutzt wird. Apps haben allerdings ...

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