Bücher

NetBeans Platform 7

Anton Epple


Im ersten Teil werden die Grundlagen der Plattform und Konfigurationsmöglichkeiten sehr detailliert und umfassend beschrieben. Neu ist der Abschnitt über OSGi, das alternativ oder parallel zum NetBeans-Modulsystem eingesetzt werden kann. Die Erklärung des wichtigen Lookup-Konzepts ist sinnvollerweise ebenfalls in diesen ersten Teil gewandert. Das Kapitel über Aktionen wurde dafür nach hinten verschoben, aktualisiert und – vielleicht etwas zu stark – gekürzt. Das zentrale FileSystems API zur Arbeit mit virtuellen Dateisystemen ist hingegen umfassend und detailliert. Der zweite Teil, „Look and Feel“, beschäftigt sich mit dem Fenstermanagement, Dialogen und Wizards, der Registrierung und Darstellung von Aktionen und dem Nodes API zur Darstellung von Domänenobjekten in der Benutzeroberfläche. Letzteres ist für meinen Geschmack zu wenig detailliert. Einige wichtige Konzepte, wie FilterNodes und Bean­Nodes werden lediglich am Rande erwähnt – hier wären Beispiele hilfreich. Ansonsten sind alle wichtigen Themen zur visuellen Darstellung behandelt. Sogar die „Visual Library“, eine Bibliothek zum Erstellen grafischer Benutzeroberflächen, wird vorgestellt. In Teil III und IV werden Net­Beans-Module vorgestellt, die durch das Einbinden in die Anwendung neue Funktionalität zur Verfügung stellen. Die Auswahl der APIs ist gut und die Erläuterungen sind mit vielen aussagekräftigen Codebeispielen begleitet. Teil V des Buchs ist ein Exkurs in die Integration von NetBeans mit Datenbanken und Web Services. Hier wird gezeigt, wie mit JPA und Hibernate Persistenz in Two-Tier-Anwendungen realisiert werden kann, und wie Anwendungen mit in Java EE realisierten Backends kommunizieren können. Ein sinnvoller Ausflug, denn das ist in der Praxis häufig gefordert. „Pack & Ship“ informiert über Internationalisierung, Installer-Bau und das Update von ausgelieferten Anwendungen.Im Kapitel über „Testing & Tooling“ hat das „Tooling“ mit Maven und alternativen Entwicklungsumgebungen ein wenig Übergewicht, aber die wichtigsten Informationen zum Testen sind aufgeführt.In einem abschließenden Kapitel wird dann anhand des aus der ersten Ausgabe bekannten MP3-Managers alles noch einmal vom Entwurf bis zur Implementierung durchgespielt. Eine gute Methode, um alles noch einmal an einem kompletten Beispiel zu wiederholen. Das Buch ist definitiv das derzeit beste, umfassendste und aktuellste über die NetBeans Platform. Es ist nicht nur zum Selbststudium geeignet, sondern verdient auch als Nachschla...

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NetBeans Platform 7

Anton Epple


Im ersten Teil werden die Grundlagen der Plattform und Konfigurationsmöglichkeiten sehr detailliert und umfassend beschrieben. Neu ist der Abschnitt über OSGi, das alternativ oder parallel zum NetBeans-Modulsystem eingesetzt werden kann. Die Erklärung des wichtigen Lookup-Konzepts ist sinnvollerweise ebenfalls in diesen ersten Teil gewandert. Das Kapitel über Aktionen wurde dafür nach hinten verschoben, aktualisiert und – vielleicht etwas zu stark – gekürzt. Das zentrale FileSystems API zur Arbeit mit virtuellen Dateisystemen ist hingegen umfassend und detailliert. Der zweite Teil, „Look and Feel“, beschäftigt sich mit dem Fenstermanagement, Dialogen und Wizards, der Registrierung und Darstellung von Aktionen und dem Nodes API zur Darstellung von Domänenobjekten in der Benutzeroberfläche. Letzteres ist für meinen Geschmack zu wenig detailliert. Einige wichtige Konzepte, wie FilterNodes und Bean­Nodes werden lediglich am Rande erwähnt – hier wären Beispiele hilfreich. Ansonsten sind alle wichtigen Themen zur visuellen Darstellung behandelt. Sogar die „Visual Library“, eine Bibliothek zum Erstellen grafischer Benutzeroberflächen, wird vorgestellt. In Teil III und IV werden Net­Beans-Module vorgestellt, die durch das Einbinden in die Anwendung neue Funktionalität zur Verfügung stellen. Die Auswahl der APIs ist gut und die Erläuterungen sind mit vielen aussagekräftigen Codebeispielen begleitet. Teil V des Buchs ist ein Exkurs in die Integration von NetBeans mit Datenbanken und Web Services. Hier wird gezeigt, wie mit JPA und Hibernate Persistenz in Two-Tier-Anwendungen realisiert werden kann, und wie Anwendungen mit in Java EE realisierten Backends kommunizieren können. Ein sinnvoller Ausflug, denn das ist in der Praxis häufig gefordert. „Pack & Ship“ informiert über Internationalisierung, Installer-Bau und das Update von ausgelieferten Anwendungen.Im Kapitel über „Testing & Tooling“ hat das „Tooling“ mit Maven und alternativen Entwicklungsumgebungen ein wenig Übergewicht, aber die wichtigsten Informationen zum Testen sind aufgeführt.In einem abschließenden Kapitel wird dann anhand des aus der ersten Ausgabe bekannten MP3-Managers alles noch einmal vom Entwurf bis zur Implementierung durchgespielt. Eine gute Methode, um alles noch einmal an einem kompletten Beispiel zu wiederholen. Das Buch ist definitiv das derzeit beste, umfassendste und aktuellste über die NetBeans Platform. Es ist nicht nur zum Selbststudium geeignet, sondern verdient auch als Nachschla...

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