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Java Magazin
Immersive Mode und Printing-API in Android 4.4 KitKat

Eintauchen in Schokolade

Auch wenn sich die Verbreitung neuer Android-Versionen auf den gesamten Markt bezogen immer zähflüssig gestaltet, ist es an der Zeit, sich aus Entwicklersicht mit den wichtigsten Neuerungen vertraut zu machen. Nachdem ich im vorigen Artikel das Nexus 5 und das KitKat-Release durch die Nutzerbrille betrachtet habe, soll sich dieser Artikel vor allem mit dem so genannten Immersive Mode und der neuen Standardfunktionalität zum Drucken beschäftigen.

Christian Meder


Aktuell machen Geräte mit Android 4.4 KitKat gerade einmal 1,4 Prozent aller von Google im Play Store regis­trierten Devices aus [1]. Im Vergleich sind das nur 0,1 Prozent mehr Geräte in der Statistik als Android 2.2. Ja, die böse Fragmentierung schlägt wieder zu und damit können wir KitKat doch erst mal getrost ignorieren? Nicht ganz. Erstens hat die Geschichte gezeigt, dass nach einem zähen Verlauf in den ersten drei Monaten die Versionsverbreitung im folgenden Jahr zügig Fahrt aufnimmt. So laufen gut 18 Monate nach Freigabe etwa 60 Prozent aller Geräte in der Statistik mit Jelly Bean 4.1.x oder neuer; etwas mehr als zwölf Monate nach Freigabe etwa 24 Prozent mit Jelly Bean 4.2.x oder neuer; etwas mehr als sechs Monate nach Freigabe etwa 9 Prozent mit Jelly Bean 4.3.x oder neuer. Damit ist zu erwarten, dass sich der Anteil in den nächsten Monaten versechsfachen sollte.

Zweitens sind aktuell nur Nexus-Geräte (und Goo­gle-Play-Edition-Geräte in den USA) mit Android KitKat versorgt worden, die Upgrades der Hersteller werden erst jetzt allmählich verfügbar [2]. Die Upgrades populärer Smartphones und die Einführung neuer Hardware mit KitKat werden aber bald die Verbreitung sprunghaft nach oben treiben. Und drittens zeigt sich noch ein KitKat-spezifisches Phänomen, sodass LG beispielsweise 4.3 für eine Reihe seiner Geräte überspringen und ein direktes Upgrade auf 4.4 anbieten möchte [3]. Damit könnte es also in den kommenden Monaten im LG-Lager noch etwas zügiger gehen in Punkto KitKat.

Damit haben wir ein paar Indikatoren, uns als Entwickler sinnvolle Ergänzungen oder Standardisierungen bestehender Funktionalitäten in KitKat anzuschauen.

Immersive Mode

Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle, in denen der Entwickler gerne den gesamten Bildschirm für seine App verwenden möchte: keine Statusleiste, keine Navigationselemente, nur die App-eigene Nutzererfahrung. Typische Anwendungsfelder sind Spiele, Videoabspieler, Lese-Apps, aber auch Präsentationen und magazinartige Darstellungen. Der Nutzer soll sich auf die App konzentrieren und in diese Erfahrung eintauchen. Passend dazu bekam die neue Erweiterung der bisherigen Möglichkeiten zur Manipulation der zentralen grafischen Systemelemente den Titel „Immersive Mode“.

Die bisherigen Möglichkeiten, den gesamten Bildschirm für die eigene App zu nutzen, sind in der Historie der Android-Plattformversionen sukzessive ausgebaut worden. Mit der Einführung auf Tablets und dem zugehörigen Android 3.0 Honeycomb wanderten die Stand...

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Immersive Mode und Printing-API in Android 4.4 KitKat

Eintauchen in Schokolade

Auch wenn sich die Verbreitung neuer Android-Versionen auf den gesamten Markt bezogen immer zähflüssig gestaltet, ist es an der Zeit, sich aus Entwicklersicht mit den wichtigsten Neuerungen vertraut zu machen. Nachdem ich im vorigen Artikel das Nexus 5 und das KitKat-Release durch die Nutzerbrille betrachtet habe, soll sich dieser Artikel vor allem mit dem so genannten Immersive Mode und der neuen Standardfunktionalität zum Drucken beschäftigen.

Christian Meder


Aktuell machen Geräte mit Android 4.4 KitKat gerade einmal 1,4 Prozent aller von Google im Play Store regis­trierten Devices aus [1]. Im Vergleich sind das nur 0,1 Prozent mehr Geräte in der Statistik als Android 2.2. Ja, die böse Fragmentierung schlägt wieder zu und damit können wir KitKat doch erst mal getrost ignorieren? Nicht ganz. Erstens hat die Geschichte gezeigt, dass nach einem zähen Verlauf in den ersten drei Monaten die Versionsverbreitung im folgenden Jahr zügig Fahrt aufnimmt. So laufen gut 18 Monate nach Freigabe etwa 60 Prozent aller Geräte in der Statistik mit Jelly Bean 4.1.x oder neuer; etwas mehr als zwölf Monate nach Freigabe etwa 24 Prozent mit Jelly Bean 4.2.x oder neuer; etwas mehr als sechs Monate nach Freigabe etwa 9 Prozent mit Jelly Bean 4.3.x oder neuer. Damit ist zu erwarten, dass sich der Anteil in den nächsten Monaten versechsfachen sollte.

Zweitens sind aktuell nur Nexus-Geräte (und Goo­gle-Play-Edition-Geräte in den USA) mit Android KitKat versorgt worden, die Upgrades der Hersteller werden erst jetzt allmählich verfügbar [2]. Die Upgrades populärer Smartphones und die Einführung neuer Hardware mit KitKat werden aber bald die Verbreitung sprunghaft nach oben treiben. Und drittens zeigt sich noch ein KitKat-spezifisches Phänomen, sodass LG beispielsweise 4.3 für eine Reihe seiner Geräte überspringen und ein direktes Upgrade auf 4.4 anbieten möchte [3]. Damit könnte es also in den kommenden Monaten im LG-Lager noch etwas zügiger gehen in Punkto KitKat.

Damit haben wir ein paar Indikatoren, uns als Entwickler sinnvolle Ergänzungen oder Standardisierungen bestehender Funktionalitäten in KitKat anzuschauen.

Immersive Mode

Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle, in denen der Entwickler gerne den gesamten Bildschirm für seine App verwenden möchte: keine Statusleiste, keine Navigationselemente, nur die App-eigene Nutzererfahrung. Typische Anwendungsfelder sind Spiele, Videoabspieler, Lese-Apps, aber auch Präsentationen und magazinartige Darstellungen. Der Nutzer soll sich auf die App konzentrieren und in diese Erfahrung eintauchen. Passend dazu bekam die neue Erweiterung der bisherigen Möglichkeiten zur Manipulation der zentralen grafischen Systemelemente den Titel „Immersive Mode“.

Die bisherigen Möglichkeiten, den gesamten Bildschirm für die eigene App zu nutzen, sind in der Historie der Android-Plattformversionen sukzessive ausgebaut worden. Mit der Einführung auf Tablets und dem zugehörigen Android 3.0 Honeycomb wanderten die Stand...

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