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Java Magazin
Repräsentation domainspezifischer Businesslogik in einem Metamodell

Immer Ärger mit den Prozessen

In den ersten beiden Teilen wurden der prinzipielle Aufbau von individualisierbarer Standardsoftware mithilfe eines Metamodells und dessen Datenaspekte beschrieben. Der dritte Teil beleuchtet die Individualisierung der Businesslogik, die durch das Metamodell unterstützt werden muss.

Stefan Kallinich, Hans Schuster, Frank Redlich


Das Konzept einer individualisierbaren Standardsoftware, also einer wiederverwendbaren, leicht adaptierbaren Software, basiert vor allem auf dem Einsatz von Metamodellen. Beim Design kommt es besonders stark auf eine solide Planung an. Zunächst müssen möglichst alle späteren Einsatzfelder identifiziert werden. Auf dieser Basis kann ein Metamodell gestaltet werden, mit dem sich dann wiederum verschiedenste Einsatzfelder realisieren lassen.

Für unser Provisionsabrechnungs- und Billing-System ConProv sind die Einsatzmöglichkeiten sehr weit gefasst. Derartige Systeme werden zur Vertriebssteuerung und Vergütung bei Banken, Versicherungen, Fondgesellschaften aber auch in Industriekonzernen eingesetzt, also in verschiedensten fachlichen Domains. Der Wettbewerb um die besten Vertriebsmitarbeiter bzw. die Position im Markt erfolgt häufig über eine Differenzierung der Vergütungsregeln, sodass ConProv eine hochgradige Individualisierung ermöglichen muss.

ArtikelserieTeil 1: Individuelle Lösung und Wiederverwendbarkeit unter einem DachTeil 2: Datenmodell: O/R Mapping, Template Patterns und AbfragenTeil 3: Prozessmodell: Eine spezielle Anwendungsdomain braucht eigene Berechnungs- und Prozessmodelle

Als Konsequenz entstand ein vergleichsweise abstraktes Metamodell (Abb. 1) mit den wichtigen Hauptobjekten Leistungserbringer, Leistungsempfänger und die Leistung selbst. Das Metamodell enthält keine speziellen Objekte der Zieldomains, in denen ConProv eingesetzt werden kann. Die fachliche Spezialisierung für einen konkreten Einsatz erfolgt durch die Definition der Zielmodelle im Rahmen des Customizings. In den verschiedenen Anwendungsdomains können dann unterschiedlichste Instanzen und Bedeutungen sowie Verknüpfungen für diese Objekte auftreten (vgl. Abb. 1). Nachdem sich Teil 2 unserer Artikelserie [1] mit den Datenmodellen beschäftigt hat, widmen wir uns in diesem Artikel den Berechnungsregeln und den Berechnungsprozessen.

Abb. 1: Vereinfachtes Domainmetamodell

Anforderungen an die Businesslogik

In Teil 1 [2] wurden die zwei Konzepte des Domainmetamodells „wird vergütet“ und „Berechnungsregeln“ eingeführt. Diese beiden Konzepte sind der Kern der Businesslogik in ConProv. Was sind hierfür die Anforderungen? Wir möchten das an einigen Beispielen zeigen. Ein mögliches Einsatzfeld ist eine Versicherungsagentur, die eine Reihe von Versicherungsmaklern beschäftigt, die Versicherungsverträge vermitteln. Abbildung 2 stellt einen vereinfachten Lebenszyklus eines Versicherungsvertrags...

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Repräsentation domainspezifischer Businesslogik in einem Metamodell

Immer Ärger mit den Prozessen

In den ersten beiden Teilen wurden der prinzipielle Aufbau von individualisierbarer Standardsoftware mithilfe eines Metamodells und dessen Datenaspekte beschrieben. Der dritte Teil beleuchtet die Individualisierung der Businesslogik, die durch das Metamodell unterstützt werden muss.

Stefan Kallinich, Hans Schuster, Frank Redlich


Das Konzept einer individualisierbaren Standardsoftware, also einer wiederverwendbaren, leicht adaptierbaren Software, basiert vor allem auf dem Einsatz von Metamodellen. Beim Design kommt es besonders stark auf eine solide Planung an. Zunächst müssen möglichst alle späteren Einsatzfelder identifiziert werden. Auf dieser Basis kann ein Metamodell gestaltet werden, mit dem sich dann wiederum verschiedenste Einsatzfelder realisieren lassen.

Für unser Provisionsabrechnungs- und Billing-System ConProv sind die Einsatzmöglichkeiten sehr weit gefasst. Derartige Systeme werden zur Vertriebssteuerung und Vergütung bei Banken, Versicherungen, Fondgesellschaften aber auch in Industriekonzernen eingesetzt, also in verschiedensten fachlichen Domains. Der Wettbewerb um die besten Vertriebsmitarbeiter bzw. die Position im Markt erfolgt häufig über eine Differenzierung der Vergütungsregeln, sodass ConProv eine hochgradige Individualisierung ermöglichen muss.

ArtikelserieTeil 1: Individuelle Lösung und Wiederverwendbarkeit unter einem DachTeil 2: Datenmodell: O/R Mapping, Template Patterns und AbfragenTeil 3: Prozessmodell: Eine spezielle Anwendungsdomain braucht eigene Berechnungs- und Prozessmodelle

Als Konsequenz entstand ein vergleichsweise abstraktes Metamodell (Abb. 1) mit den wichtigen Hauptobjekten Leistungserbringer, Leistungsempfänger und die Leistung selbst. Das Metamodell enthält keine speziellen Objekte der Zieldomains, in denen ConProv eingesetzt werden kann. Die fachliche Spezialisierung für einen konkreten Einsatz erfolgt durch die Definition der Zielmodelle im Rahmen des Customizings. In den verschiedenen Anwendungsdomains können dann unterschiedlichste Instanzen und Bedeutungen sowie Verknüpfungen für diese Objekte auftreten (vgl. Abb. 1). Nachdem sich Teil 2 unserer Artikelserie [1] mit den Datenmodellen beschäftigt hat, widmen wir uns in diesem Artikel den Berechnungsregeln und den Berechnungsprozessen.

Abb. 1: Vereinfachtes Domainmetamodell

Anforderungen an die Businesslogik

In Teil 1 [2] wurden die zwei Konzepte des Domainmetamodells „wird vergütet“ und „Berechnungsregeln“ eingeführt. Diese beiden Konzepte sind der Kern der Businesslogik in ConProv. Was sind hierfür die Anforderungen? Wir möchten das an einigen Beispielen zeigen. Ein mögliches Einsatzfeld ist eine Versicherungsagentur, die eine Reihe von Versicherungsmaklern beschäftigt, die Versicherungsverträge vermitteln. Abbildung 2 stellt einen vereinfachten Lebenszyklus eines Versicherungsvertrags...

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