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Java Magazin
Amazons Fire Phone unter der Lupe

Futter für den Hitzkopf

Amazons Fire Phone konnte die Anforderungen an das lange erwartete Kindle Phone nur teilweise erfüllen. In Anbetracht des eher mauen Absatzes dürfte Amazon diejenigen Entwickler besonders unterstützen, die ihre Programme an den Erstling anpassen. Was die Hardware betrifft, ist das Fire Phone keineswegs beeindruckend: Ein hier namenlos bleibender Manager eines slowakischen Rüstungsunternehmens bezeichnete es als Kreuzung aus „Kamerakugel und Galaxy S3“.

Tam Hanna


Video: Willkommen in der Post-Smartphone-Ära

Das 4,7 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1 280 x 720 px, der – zugegebenermaßen relativ schnelle – Vierkernprozessor aus dem Hause Qualcomm darf 2 GB RAM terrorisieren. Als Betriebssystem dient Fire OS. Es handelt sich dabei um einen von Google nicht lizenzierten Fork von Android 4.2.

Dieser Artikel sieht sich nicht als Ersatz für Amazons (erstklassige) Dokumentation. Wir wollen Ihnen hier viel mehr einen kompakten Überblick über die für Entwickler interessanten Funktionen geben. Die eigentliche Implementierung von lukrativen Features kommt dann wie von selbst: Fire OS ist und bleibt eine Android-Variante.

SDK herbei!

Amazon verhält sich im Bereich der IDEs vorbildlich: Das SDK für das Fire Phone ist sowohl für Android Studio als auch für Eclipse verfügbar. Im Fall von Gradle-basierten Systemen sollten Sie die unter [1] befindlichen Anleitungen befolgen.

Mit Eclipse arbeitende Entwickler fügen die Add-on-Site [2] zum Projekt hinzu und laden danach das Amazon-Fire-Phone-SDK-Add-on. Im Rahmen der Projekteinstellung müssen Sie im Feld Compile With die Option Amazon Fire Phone SDK auswählen.

Vorsichtige Entwickler können die diversen Module auch in Form eines .zip-Archivs herunterladen, das unter [3] bereitsteht. Leider müssen sie die Integration in diesem Fall von Hand durchführen, was in Arbeit ausarten kann.

Gelegenheit macht Kunden

Amazons Angebote beschränken sich schon lange nicht mehr auf Bücher (Abb. 1). Es gibt kaum ein nicht essbares Produkt, das der gelbe Riese nicht zu einem konkurrenzfähigen Preis anbietet. Leider müssen Käufer genau wissen, was sie wollen: Wer sein Wunschprodukt nicht benennen kann, kann es bei Amazon auch nicht kaufen.

Die im Fire Phone eingebaute 13-MP-Kamera löst dieses Problem durch Firefly. Vor der Linse befindliche Inhalte werden anhand der umfassenden Datenbank des Onlinehändlers zuverlässig identifiziert – neben diversen Kaufoptionen dürfen Entwickler weitere Optionen in Form von Plug-ins beisteuern.

Abb. 1: Eingescannte Bücher können mit einem Klick erworben werden (Quelle: Amazon)

Amazon unterscheidet hier zwei Erweiterungstypen. Plug-ins der Bauart „Simple“ reagieren immer dann, wenn Firefly ein Objekt vom passenden Typ erkannt hat. Ein Beispiel dafür wäre ein primitives Telefonbuch, das zu jeder Telefonnummer weitere Informationen anbietet. „Resolving“-Plug-ins bieten mehr Intelligenz: Sie scheinen nur dann am Bildschirm auf, wenn das erkannte Element von ihre...

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Amazons Fire Phone unter der Lupe

Futter für den Hitzkopf

Amazons Fire Phone konnte die Anforderungen an das lange erwartete Kindle Phone nur teilweise erfüllen. In Anbetracht des eher mauen Absatzes dürfte Amazon diejenigen Entwickler besonders unterstützen, die ihre Programme an den Erstling anpassen. Was die Hardware betrifft, ist das Fire Phone keineswegs beeindruckend: Ein hier namenlos bleibender Manager eines slowakischen Rüstungsunternehmens bezeichnete es als Kreuzung aus „Kamerakugel und Galaxy S3“.

Tam Hanna


Video: Willkommen in der Post-Smartphone-Ära

Das 4,7 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1 280 x 720 px, der – zugegebenermaßen relativ schnelle – Vierkernprozessor aus dem Hause Qualcomm darf 2 GB RAM terrorisieren. Als Betriebssystem dient Fire OS. Es handelt sich dabei um einen von Google nicht lizenzierten Fork von Android 4.2.

Dieser Artikel sieht sich nicht als Ersatz für Amazons (erstklassige) Dokumentation. Wir wollen Ihnen hier viel mehr einen kompakten Überblick über die für Entwickler interessanten Funktionen geben. Die eigentliche Implementierung von lukrativen Features kommt dann wie von selbst: Fire OS ist und bleibt eine Android-Variante.

SDK herbei!

Amazon verhält sich im Bereich der IDEs vorbildlich: Das SDK für das Fire Phone ist sowohl für Android Studio als auch für Eclipse verfügbar. Im Fall von Gradle-basierten Systemen sollten Sie die unter [1] befindlichen Anleitungen befolgen.

Mit Eclipse arbeitende Entwickler fügen die Add-on-Site [2] zum Projekt hinzu und laden danach das Amazon-Fire-Phone-SDK-Add-on. Im Rahmen der Projekteinstellung müssen Sie im Feld Compile With die Option Amazon Fire Phone SDK auswählen.

Vorsichtige Entwickler können die diversen Module auch in Form eines .zip-Archivs herunterladen, das unter [3] bereitsteht. Leider müssen sie die Integration in diesem Fall von Hand durchführen, was in Arbeit ausarten kann.

Gelegenheit macht Kunden

Amazons Angebote beschränken sich schon lange nicht mehr auf Bücher (Abb. 1). Es gibt kaum ein nicht essbares Produkt, das der gelbe Riese nicht zu einem konkurrenzfähigen Preis anbietet. Leider müssen Käufer genau wissen, was sie wollen: Wer sein Wunschprodukt nicht benennen kann, kann es bei Amazon auch nicht kaufen.

Die im Fire Phone eingebaute 13-MP-Kamera löst dieses Problem durch Firefly. Vor der Linse befindliche Inhalte werden anhand der umfassenden Datenbank des Onlinehändlers zuverlässig identifiziert – neben diversen Kaufoptionen dürfen Entwickler weitere Optionen in Form von Plug-ins beisteuern.

Abb. 1: Eingescannte Bücher können mit einem Klick erworben werden (Quelle: Amazon)

Amazon unterscheidet hier zwei Erweiterungstypen. Plug-ins der Bauart „Simple“ reagieren immer dann, wenn Firefly ein Objekt vom passenden Typ erkannt hat. Ein Beispiel dafür wäre ein primitives Telefonbuch, das zu jeder Telefonnummer weitere Informationen anbietet. „Resolving“-Plug-ins bieten mehr Intelligenz: Sie scheinen nur dann am Bildschirm auf, wenn das erkannte Element von ihre...

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