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Kolumne: DevOps Stories

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Das MusicStore-Team hat vor einigen Wochen ein paar neue Funktionen am Recommender live geschaltet. Durch diese Änderung sollen die Kunden bessere Vorschläge erhalten, welche Musik für sie interessant sein könnte. Manuela, die sich um den Support für MusicStore kümmert, wendet sich an die Kollegen im Raum.

Manuela: „Das ist seltsam. Es haben sich jetzt einige Kunden beschwert, dass der Recommender total langsam ist. Ich habe ihn gerade selbst mal aufgerufen. Ich finde auch, dass es sich viel langsamer anfühlt als vor zwei Wochen!“

Christian: „Was meinst du mit ‚fühlt sich viel langsamer an’?“

Manuela: „Ich rufe die Seite im Browser auf und es dauert deutlich über zehn Sekunden, bis überhaupt eine Antwort kommt ...“

Julia: „Ich habe gerade mal nachgesehen ... am JavaScript-Frontend liegt es nicht. Der REST-Service antwortet einfach sehr langsam.“

Lukas: „Wir schauen mal rein ...“

Lukas und Christian analysieren, warum der Service so langsam antwortet. Nach einer längeren Suche stellen sie fest, dass die Laufzeit einiger Datenbankabfragen offenbar der Grund für die schlechte Performance ist. Erik, der Product Owner, ist hinzugekommen und klinkt sich in das Gespräch ein.

diener_devops_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Das Produktteam diskutiert das aktuelle Problem

Lukas: „Die Datenbank für die Benutzeraktionen läuft am Anschlag.“

Erik: „Also die Datenbank, aus der die Vorschläge berechnet werden?“

Lukas: „Ja, die. Die Benutzer haben das Produkt fleißig verwendet, dadurch sind viele Daten entstanden, und die Datenbank verträgt das nicht mehr. Wir haben damals eine Instanz in der Cloud gestartet und die ist mittlerweile einfach deutlich zu klein. Noch dazu wird der Service von den Apps bombardiert und die Connection Pools sind rasend schnell leer.“

Erik: „Warum ist die so klein? Und warum fällt uns das erst auf, wenn die Benutzer sich beschweren – mit den langsamen Abfragen und den Connection Pools?“

Christian: „Die Instanz hat Martin in der AWS Console angelegt. Damals, als wir mit dem Recommender angefangen haben ...“

Lukas: „... und wir haben bislang keine Performancekennzahlen oder Warnungen, wenn die Connection Pools leer laufen.“

Erik: „Lasst mich raten: Die Antwortzeiten der Services messen wir auch nicht?“

Lukas: „Nein.“

Erik: „Na, dann sollten wir das aber schleunigst nachholen ...“

Keine Ops-Mitarbeiter heißt nicht, dass es keine Ops-Themen gibt

Durch moderne Cloud-Services wie Amazon Web Services, Google Cloud Platform oder Microsoft Azure ist der Umgang mit Infrastruktur wie Datenbanken...

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