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Java Magazin
Open-Source-Prinzipien für die interne Entwicklung

Öffnet die inneren Quellen!

„Wir haben unseren Monolith erfolgreich in hunderte Microservices zerteilt. Aber jetzt passt unsere Teamarchitektur nicht mehr zur Softwarearchitektur.“ Gibt es einen Weg, Teams organisch wachsen zu lassen und ihre Verantwortungsbereiche entsprechend anzupassen? Antworten auf diese Frage kann Inner Source liefern - die Adaption von Open-Source-Patterns und Best Practices für firmeninterne Projekte.

Tobias Gesellchen, Isabel Drost-Fromm


Viele Unternehmen, insbesondere solche, die den Gründungsschuhen entwachsen sind und den Weg zur klassischen Top-down-Struktur vermeiden wollen, stehen vor der Frage der Teamevolution. Wie sollen Teams geschnitten werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die Themen Autonomie und Kollaboration in Balance zu bringen? Wie kann man Entscheidungen offen und transparent treffen? Hier kann Inner Source helfen.

Doch was genau ist Inner Source? Der Schlüssel versteckt sich im Namen: Inner Source nimmt über Jahrzehnte entwickelte Best Practices aus Open-Source-Projekten und holt diese ins Unternehmen. Dabei ersetzt es keine etablierten Methoden, beispielsweise aus dem agilen Bereich, sondern ergänzt sie bedarfsorientiert um weitere Bausteine.

Geprägt wurde der Begriff ursprünglich von Tim O’Reilly. Im Rahmen der Gruppe um innersourcecommons.org [1] wird das Thema aktuell von Teilnehmern aus verschiedenen Organisationen vorangetrieben, mit dabei sind unter anderem Bosch und PayPal. Die Arbeit erfolgt dabei unter sogenannten Chatham House Rules [2]. Diese besagen, dass Erkenntnisse und Informationen gerne außerhalb der Gruppe geteilt werden dürfen, dann allerdings ohne Angabe der konkreten Quelle. Ziel ist dabei, einen Raum zu schaffen, in dem so offen wie möglich über Herausforderungen im eigenen Unternehmen diskutiert werden kann.

Warum Inner Source?

„Open source software may be developed in a collaborative public manner“ [3]. Open-Source-Projekte sind bekannt dafür, Teilnehmer über Grenzen hinweg zusammenzubringen, ganz gleich, welchen Organisationen und Kulturen, geografischen Standorten oder Zeitzonen sie angehören. Open-Source-Projekte sind üblicherweise remotefreundlich und nutzen fast ausschließlich asynchrone Kommunikationsmedien wie beispielsweise Mailinglisten oder Foren. Die Teilnehmer arbeiten in unterschiedlichen Rollen [4].

Auch Unternehmen sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, agile, „pizza-sized“ Teams dazu zu befähigen, über Teamgrenzen hinweg gemeinsam eine Plattform weiterzuentwickeln. Dennoch sollen kleine Teams autonom in der Lage sein, die für ihre Bereiche richtigen Entscheidungen zu treffen. Gehen Teams den Weg in Richtung Autonomie zu weit, kommt es oft zu Wissensinseln: „Das hätte ich Euch gleich sagen können, hättet ihr mich gefragt.“ Mit wachsender Mitarbeiterzahl steigt zudem die Schwierigkeit, lediglich auf Basis mündlicher Absprachen zusammenzuarbeiten. Auf der anderen Seite sollen aber auch keine dicken Anforderungskata...

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Open-Source-Prinzipien für die interne Entwicklung

Öffnet die inneren Quellen!

„Wir haben unseren Monolith erfolgreich in hunderte Microservices zerteilt. Aber jetzt passt unsere Teamarchitektur nicht mehr zur Softwarearchitektur.“ Gibt es einen Weg, Teams organisch wachsen zu lassen und ihre Verantwortungsbereiche entsprechend anzupassen? Antworten auf diese Frage kann Inner Source liefern - die Adaption von Open-Source-Patterns und Best Practices für firmeninterne Projekte.

Tobias Gesellchen, Isabel Drost-Fromm


Viele Unternehmen, insbesondere solche, die den Gründungsschuhen entwachsen sind und den Weg zur klassischen Top-down-Struktur vermeiden wollen, stehen vor der Frage der Teamevolution. Wie sollen Teams geschnitten werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die Themen Autonomie und Kollaboration in Balance zu bringen? Wie kann man Entscheidungen offen und transparent treffen? Hier kann Inner Source helfen.

Doch was genau ist Inner Source? Der Schlüssel versteckt sich im Namen: Inner Source nimmt über Jahrzehnte entwickelte Best Practices aus Open-Source-Projekten und holt diese ins Unternehmen. Dabei ersetzt es keine etablierten Methoden, beispielsweise aus dem agilen Bereich, sondern ergänzt sie bedarfsorientiert um weitere Bausteine.

Geprägt wurde der Begriff ursprünglich von Tim O’Reilly. Im Rahmen der Gruppe um innersourcecommons.org [1] wird das Thema aktuell von Teilnehmern aus verschiedenen Organisationen vorangetrieben, mit dabei sind unter anderem Bosch und PayPal. Die Arbeit erfolgt dabei unter sogenannten Chatham House Rules [2]. Diese besagen, dass Erkenntnisse und Informationen gerne außerhalb der Gruppe geteilt werden dürfen, dann allerdings ohne Angabe der konkreten Quelle. Ziel ist dabei, einen Raum zu schaffen, in dem so offen wie möglich über Herausforderungen im eigenen Unternehmen diskutiert werden kann.

Warum Inner Source?

„Open source software may be developed in a collaborative public manner“ [3]. Open-Source-Projekte sind bekannt dafür, Teilnehmer über Grenzen hinweg zusammenzubringen, ganz gleich, welchen Organisationen und Kulturen, geografischen Standorten oder Zeitzonen sie angehören. Open-Source-Projekte sind üblicherweise remotefreundlich und nutzen fast ausschließlich asynchrone Kommunikationsmedien wie beispielsweise Mailinglisten oder Foren. Die Teilnehmer arbeiten in unterschiedlichen Rollen [4].

Auch Unternehmen sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, agile, „pizza-sized“ Teams dazu zu befähigen, über Teamgrenzen hinweg gemeinsam eine Plattform weiterzuentwickeln. Dennoch sollen kleine Teams autonom in der Lage sein, die für ihre Bereiche richtigen Entscheidungen zu treffen. Gehen Teams den Weg in Richtung Autonomie zu weit, kommt es oft zu Wissensinseln: „Das hätte ich Euch gleich sagen können, hättet ihr mich gefragt.“ Mit wachsender Mitarbeiterzahl steigt zudem die Schwierigkeit, lediglich auf Basis mündlicher Absprachen zusammenzuarbeiten. Auf der anderen Seite sollen aber auch keine dicken Anforderungskata...

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