Java Magazin - 04.2020 - Serverless Java


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  März 2020

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Sebastian Meyen, Lutz Hühnken, Sven Ruppert, Heinz Kabutz, Niko Köbler, Christian Bannes, Vadym Kazulkin, Thomas Darimont, Holger Reinhardt, Christian Müller, Hendrik Müller, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Manfred Steyer, Michael Hofmann, Tam Hanna

Wer heute noch zum Thema „Serverless“ skeptisch einwendet, das Konzept überzeuge nicht, weil es in der Cloud immer einen Server geben müsse und daher von Server-less keine Rede sein könne – für den habe ich eine Analogie, die das Thema hoffentlich ein für alle Mal klärt.

Ich möchte Sie kurz einladen, Ihren „Wireless Charger“ (noch so ein „less“-Wort) fürs Smartphone, die Smartwatch oder anderes Gerät anzusehen. „Wireless“ aufladen ist eine bequeme Sache: aber gibt es hier wirklich kein „Wire“? Sehen Sie, es hängt natürlich doch ein Kabel dran. Aber die primäre Nutzererfahrung ist eben „Wireless“, da man sein Gerät nur drauflegt und keinen Stecker verwendet. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Serverless-Technologie: die primäre Nutzererfahrung als Entwickler*in ist anders als beim klassischen Server; selbst wenn irgendwo in der Cloud natürlich Server sind, die die Arbeit tun.

Nun gehen die Meinungen noch auseinander, was denn eigentlich mit diesem „Serverless“ konkret gemeint sei. Für die einen gehören nur Function-as-a-Service-(FaaS-)Angebote wie AWS Lambda, Azure Functions oder Google Cloud Functions dazu, für die anderen sind komfortabel gemanagte Container-Services ebenfalls Bestandteil der Serverless-Technologiepalette. Nach dieser letzteren Definition gehören Technologien wie Knative oder der Java Stack Quarkus auch dazu.

Aus Sicht der Entwickler*innen jedenfalls sollten Serverless-Umgebungen dafür sorgen, dass man erstens nichts zu tun hat mit einer Hardware, zweitens nichts mit einer virtualisierten Instanz eines Computers und drittens nicht Hand anlegen muss für die Verwaltung eines (Docker-)Containers. Wie dieses durchaus erstrebenswerte Ziel eines „Self-Service Shop“ für Entwickler*innen zu erreichen ist, dafür gibt es verschiedene Vorschläge.

Für unser aktuelles Titelthema haben wir gleich mehrere davon zusammengestellt nebst einem ausführlichen Tutorial, das unserem Autor Nico Köbler ob der Vielzahl an eingesetzten Technologien offensichtlich ein paar graue Haare beschert hat.

Die Vielfalt an Ansätzen, mit denen wir uns in dieser Ausgabe beschäftigen, zeigt an, dass noch alles in Bewegung ist. Ein Königsweg hat sich noch nicht herausgebildet und es ist überhaupt fraglich, ob es den einen Königsweg geben wird.

Fahren Sie also wie immer vorausschauend und machen Sie sich schon heute vertraut mit der Zukunft von Server-side Java – wir sind zuversichtlich, Ihnen mit dem vorliegenden Titelthema Inspiration und Orientierung zu bieten.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen | Chefredakteur

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