Java Magazin - 05.2013 - JavaFX


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  April 2013

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Gregor Schrägle, Dierk König, Wolfgang Weigend, Arun Gupta, Angelika Langer, Klaus Kreft, Remo Schildmann, Yann Simon, André von Deetzen, Jacob Fahrenkrug, Claudia Fröhling, Gerrit Grunwald, Thomas Scheuchzer, Christian Bick, Malgorzata Pinkowska, Cornelia Gilgen, Werner Müller, Dominik Helleberg, Christian Meder, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Björn Müller, Marc Teufel, Danno Ferrin, Bernhard Löwenstein, Wolf-Dieter Fink, Christian Brandenstein, Sandro Sonntag

Über die letzten Jahre haben wir die UI-Technologie JavaFX mit dem Java Magazin immer begleitet. Ich erinnere mich noch daran, dass das erste Titelthema, das ich nach meinem Start bei Software & Support Media übernommen habe, JavaFX war. Es handelte sich um die Ausgabe 12.2008 (http://bit.ly/13GRBEX) und wir fragten damals, ob wir es hier mit der „Zukunft der GUI-Entwicklung in Java“ zu tun haben würden. Schon damals schrieb unser Leitartikelautor Lars Röwekamp: „Bezeichnend ist, dass die größten Skeptiker nicht von den Mitbewerbern, sondern aus dem eigenen Lager – der Welt der Java-Entwickler – zu kommen scheinen.“

Die Skeptiker gewannen vorerst die Oberhand in dieser Frage, JavaFX „vegetierte“ vor sich hin und Sun unternahm auch nicht genug, um die Technologie adäquat voranzutreiben. Dann kam Oracle und entschied sich (überraschend) für JavaFX. Hier waren plötzlich ganz andere Ressourcen verfügbar und so erschien 2011 auch JavaFX 2.0, eine enorme Weiterentwicklung, die viele Kinderkrankheiten hinter sich ließ und mit dem Ursprungsprojekt auch nicht mehr viel zu tun hatte.

Wir holten die UI-Technologie Anfang 2012 erneut auf’s Titelblatt: „JavaFX, die Zweite. Desktop Java wachgeküsst“ (http://bit.ly/wKGrVL). Die Situation war schon eine andere als noch 2008, aber eigentlich waren wir immer noch „zu früh“. Gerade im letzten Jahr scheint JavaFX endgültig angekommen zu sein. Eine sehr lebendige Community, die Eclipse-Community, hat JavaFX akzeptiert und integriert. Das ist ein Vorteil. Die wachsende Embedded-Szene liebt JavaFX und bastelt mit der Technologie fleißig an ihren Raspberry Pis und BeagleBoards – unterstützt werden Embedded Devices, die auf der ARM-Architektur beruhen. Überall entstehen Synergien, JavaFX Plug-ins werden entwickelt, als Beispiel sei in dieser Ausgabe die Gradle-Community genannt. Ja, sogar die Implementierung für Android und iOS wird von Oracle jetzt in Angriff genommen. Der Heftschwerpunkt, den Sie hier in den Händen halten, umfasst über 40 Seiten – das ist ein Zeichen für eine sehr lebendige Community, die sich mitteilen will – und bald auch mitarbeiten kann, denn JavaFX wird in Kürze komplett Open Source verfügbar sein. Jeden Tag werden neue Teile verfügbar gemacht.

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JavaFX und Eclipse

In diesem Heft finden Sie einen Artikel zu e(fx)clipse, der JavaFX-Toolunterstützung für Eclipse. Dieser erschien auch im großen JavaFX-Heftschwerpunkt des Eclipse Magazins 2.2013. Alle Informationen finden Sie auf www.eclipse-magazin.de.

Bye-bye Swing

Und einen Punkt darf man natürlich nicht außer Acht lassen: Swing ist deprecated. Das heißt, Oracle wird es weiter unterstützen, aber an der Technologie wird aktiv nicht mehr entwickelt. Es gibt Möglichkeiten, Swing und JavaFX zu kombinieren, offen bleibt aber die Frage, was mit großen Swing-Legacy-Systemen passiert. Eine Migration ist Stand heute noch nicht möglich, Experten hoffen darauf, dass mit JavaFX 8 eine Möglichkeit geschaffen wird.

Haters gonna hate

Klar, die Skeptiker von damals sind geblieben. Ich weiß nicht, ob es dieselben sind wie 2008. Berechtigt ist die Sorge, wie zuverlässig die Technologie heute schon ist. Ich sprach mit einem Autor, der JavaFX schon in Kundenprojekten einsetzt, und er rät dazu, auf JavaFX 8 zu warten, das mit dem JDK 8 dieses Jahr erscheinen wird.

Einige Swing-Jünger haben die Fronten sicherlich gewechselt. Aber natürlich lassen sich Anwendungen auch ganz anders bauen – mit HTML5. Und natürlich gibt es hier Skeptiker, die JavaFX belächeln, denn mit HTML5 läuft ihre Anwendung direkt im Browser, ohne Installation. Das ist ein Argument, das man nicht vernachlässigen darf. Unser Leitartikelautor Björn Müller sagt deshalb auch ganz offen: Nehmen Sie HTML5! Aber wenn es sich bei Ihrer Anwendung um ein größeres, komplexeres Vorhaben handelt, dann empfiehlt er JavaFX. Warum, erklärt er in seinem Artikel ab Seite 36.

Ich sehe das alles nicht negativ und Konkurrenz gibt es IMHO auch nicht. Wir sollten uns freuen, dass wir die Auswahl zwischen zwei (und noch mehr!) Wegen haben, um das zu erreichen, worum es doch in erster Linie geht: dem Kunden das beste Ergebnis zu liefern, das mit heutigen Mitteln möglich ist. Es gibt viel zu entdecken!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe!

froehling_claudia_sw_cropped.tif_fmt1.pngClaudia Fröhling, Redakteurin

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