Java Magazin - 05.2014 - Reactive Programming


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  April 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tobias Bayer, Philipp Tarasiewicz, Robin Böhm, Sebastian Meyen, Michael Müller, Arno Haase, Stefan Ullrich, Stefan Toth, Dr. Josef Adersberger, Andreas Kumlehn, Florian Lautenschlager, Prof. Dr. Michael Philippsen, Dr. Peter Hruschka, Dr. Gernot Starke, Nils Preusker, Bernd Müller, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Achim Nierbeck, Danny Preußler, Jonas Bonér, Tobias Trelle, Bernhard Löwenstein, Jason Greene

Obwohl wir alle der Überzeugung sind, dass wir in einem Zeitalter äußerst rasanter technologischer Entwicklung leben, müssen wir anerkennen, dass wir Geschäftssysteme nunmehr seit dreißig Jahren in nahezu unveränderter Art und Weise bauen.

Gewiss, die Namen der beteiligten Technologien haben sich über die Jahre verändert, Werkzeuge, Architekturmuster, Vorgehensweisen und all das sind über die Jahre verfeinert worden, all das ändert aber nichts an der Tatsache, dass trotz Internet- und Mobilhype unsere Backends noch immer auf Bewährtes setzen.

Tatsächlich befinden wir uns im Jahr 25 nach der Erfindung des World Wide Webs an einem Wendepunkt. Diesen Wendepunkt haben wir in unserer Ausgabe 12.2013 – Titelthema „IT im Wandel“ – sowie in vielen weiteren Beiträgen immer wieder beleuchtet. Ich will dennoch auf ein paar wichtige Eckpunkte eingehen.

(1) Die Digitalisierung nahezu sämtlicher Geschäftsabläufe in den Industrienationen schreitet unaufhörlich voran, sodass sie auch in solchen Bereichen zur Wirkung kommt, die bislang vom Internet „verschont“ geblieben sind. Zugleich demonstrieren die großen Internetunternehmen – allen voran Google, Amazon und Facebook – neue Dimensionen dessen, was Technologie zu leisten vermag.

In ihrer radikalen Internetorientierung haben die drei eine völlig neue Art, IT-Systeme zu bauen und zu betreiben, entwickelt. Mittelfristig werden viele „normale“ Unternehmen mit diesen Internetgiganten in irgendeiner Form im Wettbewerb stehen, und sie werden an diesen gemessen werden, was ihre Servicequalität betrifft.

Es stellt sich die Frage, ob herkömmliche kleine, mittlere und große Unternehmen mit ihrer herkömmlichen IT weiterhin werden bestehen können.

(2) Die Anzahl der Internetnutzer steigt gerade sprunghaft an, nicht nur weil immer mehr Teile der Weltbevölkerung zu Mitgliedern der Internetcommunity werden, und nicht nur weil immer mehr (mobile) Endgeräte pro Nutzer im Einsatz sind. Durch das Internet der Dinge, das gerade jetzt in vielen Szenarien gebaut wird, werden Millionen und Milliarden neuer „Nutzer“ das Netz der Netze bevölkern – Maschinen, Sensoren, eingebettete Systeme.

Diese aktuellen Wandlungen müssen in ihrer Wirkungsweise und Bedeutung als mindestens ebenso tiefgreifend verstanden werden wie z. B. die Wandlung, die durch das Aufkommen des Internets in den 1990ern ausgelöst wurde. Damals genügte es, die bestehenden Metaphern an die neuen technologischen Gegebenheiten anzupassen. Und heute?

Der Vielfalt an modernen Anforderungen wird wohl kaum mit einem einheitlichen Konzept begegnet werden können. Aber es gibt eine Fülle an Innovationen, Ansätzen und Praxiserfahrungen, die alle gemeinsam in die Richtung einer „neuen IT“ verweisen. Wir bemühen uns, Ihnen immer wieder die besonders Interessanten vorzustellen.

Einen interessanten Vorschlag hat z. B. Jonas Bonér mit dem „Reactive Manifesto“ vorgelegt, das Arno Haase in dieser Ausgabe unter die Lupe nimmt (Seite 18). Es stellt dabei einen interessanten Versuch dar, die wesentlichen Prinzipien einer veränderten, nicht mehr primär transaktional orientierten IT zu beschreiben. Parallel sprachen wir mit Jonas Bonér über diese Prinzipien, das Interview finden Sie auf Seite 26.

Das Manifesto enthält etliche wichtige und interessante Impulse und hilft, das traditionelle „Browser-Applikationsserver-Datenbankschema“ in unseren Köpfen zu relativieren. Ob es die Antwort auf alle Fragen zur Zukunft der IT enthält? Gewiss nicht.

In diesem Sinne: viel Spaß bei der Lektüre des vorliegenden Java Magazins!

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.pngSebastian Meyen, Chefredakteur

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