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Eine ressourcenorientierte SOA-Implementierung für die Haspa

Weckruf der Moderne


Die vergangenen Jahre der Haspa-IT waren geprägt von technologischen Veränderungen und Verlagerungen in den Kernbanksystemen. Nach dem Umstieg auf SAP-Banking hat Deutschlands größte Sparkasse nun mit der Einführung des „Haspa Service Framework“ den Sprung in eine innovative REST-Service-Architektur geschafft.

Als nach der Jahrtausendwende immer deutlicher wurde, dass das hauseigene terminalbasierte Kernbanksystem dringend modernisiert werden musste, entschied sich die Hamburger Sparkasse 2003 für eine Migration zur Finanz-IT, dem Verbandsrechenzentrum der norddeutschen Sparkassen. Die Organisation der deutschen Sparkassen unterhielt zu diesem Zeitpunkt drei unabhängige Verbandsrechenzentren, die den jeweils regional angebundenen Sparkassen IT-Leistungen anboten. Im Zuge des Innovations- und Kostendrucks fusionierten die drei Verbandsrechenzentren zur Finanz Informatik (FI), die seitdem der zentrale IT-Anbieter für alle Sparkassen ist. Für die Haspa entstand hierdurch erneut Handlungsdruck, der aus geschäftspolitischen Überlegungen zu einer Entscheidung für die Einführung von SAP DM als einem modernen Kernbanksystem unter eigener Regie führte.

SAP – und nun?

Um die Projektkosten und -risiken zu reduzieren, entschied man sich für eine „1:1-Migration“, d. h. zugunsten der Stabilität der Schnittstellen zu den Umsystemen verzichtete man zunächst auf den möglichen funktionalen Mehrwert des neuen Kernbanksystems. Zudem hatten anstehende Aktualisierungen wegen der Migration auf Eis gelegen: immer noch war der Internet Explorer 6 der Standardbrowser, immer noch waren WebSphere Portal 6 und WebSphere Application Server 6 die Standard-Runtime für J2EE-Anwendungen (auf Basis von J2EE 1.4).

Das innovative Potenzial des modernen Kernbanksystems und seiner Infrastruktur kann sich aber erst voll entfalten, wenn alle Systeme in eine flexible horizontale Architektur integriert sind, auf deren Basis Anforderungen schnell, günstig und fachlich angemessen realisiert werden können. Eine solche serviceorientierte Architektur hatte die Haspa schon seit 2006 strategisch angestrebt, allerdings verhinderte die Migration ihre Implementierung (Abb. 1).

ullrich_abb1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Strategisches Architekturbild der Haspa

Von der vertikalen zur horizontalen Architektur

Die Architektur der Haspa-IT war weitgehend vertikal ausgerichtet mit monolithischen Systemen, darunter Host-basierten für Kredit und Wertpapier. Was bedeutet „vertikal ausgerichtet“? Gemeint ist eine Architektur von isolierten Systemen...

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