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Release auf Raten: Android 5 Lollipop und seine Nexus-Geräte

Die wunderbare Reise des Androiden Lollipop


Alles begann mit der Vorstellung des noch namenlosen Androiden L auf der Google I/O 2014 im vergangenen Sommer. Zum ersten Mal in der noch jungen Androidengeschichte wurde eine lauffähige Entwicklervorschau von Android L freigegeben, und man stellte auf der Konferenz die Veränderungen und Neuigkeiten ausführlich vor. Seitdem hat der Androide Lollipop eine lange, aufregende und abenteuerliche Reise hinter sich, die ich in diesem Artikel ganz subjektiv anhand der Erfahrungen bei der Nutzung des Nexus 5, 7, 10 und neuerdings Nexus 6 und 9 darstellen möchte.

Es wird zwar allerorten von „dem“ Release Android 5 Lollipop gesprochen, aber schaut man sich die Abläufe seit der ersten offiziellen Erwähnung auf der letzten Google I/O an, zeigt sich, dass wir eher von einem inkrementellen Prozess sprechen sollten. Dabei war von Anfang klar, dass sich Google für den neuen Androiden eine Menge vorgenommen hatte:

  • Grundlegende Überarbeitung des Designs

  • Austausch der kompletten unterliegenden Laufzeitumgebung für Apps

  • Signifikante Erweiterungen am Benachrichtigungs­system

  • Umbauten der Schnelleinstellungen

  • Neue Möglichkeiten des Mehrbenutzerbetriebs

  • Vereinfachung der Neueinrichtung eines Geräts

Lässt man sich diese Liste in aller Ruhe bei einer Tasse Tee durch den Kopf gehen, stellt man fest, dass mit Lollipop große Teile des Android-Systems angefasst wurden: eine aufregende Reise also, die bis heute noch mit der bevorstehenden Freigabe von Version 5.1 anhält. Schauen wir uns im Folgenden die verschiedenen angesprochenen Aspekte genauer an. Hierbei verwende ich Zitate aus einem älteren Android-Artikel aus dem Herbst 2013 wieder [1], zum einen, um auf die Weiterentwicklung speziell in diesen Bereichen hinzuweisen, zum anderen, um die Kontinuität der Themenfokussierung zu betonen.

Material Design

Android-UIs sind inkonsistent und hässlich. Auf jedem Gerät sieht Android unterschiedlich aus.

War die große Konvergenz des UI-Designs das „Flat Design“ für native Apps auf mobilen Endgeräten, so ist Google im letzten Jahr mit dem „Material Design“ einen Schritt weitergegangen: Man möchte eine eigenständige Designsprache über alle Gerätegrößen hinweg sowohl für native Apps als auch für Webapplikationen schaffen. Wurde also in den vorangegangenen Android-Versionen versucht, ein einheitlicheres Android-Design für alle Android-Gerätegrößen zu erzielen, so wird beginnend mit Lollipop eine Google-Designsprache über alle Android-Gerätegrößen, Chrome OS und alle Goo­gle-Webapplika...

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