Java Magazin - 05.2016 - Microservices - der Hype im Realitätscheck


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  April 2016

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Lars Röwekamp, Frank Raiser, Jan Scheible, Melanie Feldmann, Alexander Heusingfeld, Christoph Huber, Angelika Langer, Klaus Kreft, Alexander Schwartz, Peter Roßbach, Michael Müller, Nicolas Bär, Daniel Takai, Christian Wittwer, Sebastian Meyen, Eberhard Wolff, Philip Stroh, Martin Hermes, Martin Menzel, Michael Katzer, Christian Lambert, Matthias Ebbing, Anatole Tresch, Hendrik Ebbers

Vor etwa zwei Jahren hob er steil nach oben ab, der Trend zu Microservices. Um einige der vielen Dimensionen von Microservices greifbar und verständlich zu machen, haben wir gemeinsam mit Eberhard Wolff, der auch den Leitartikel zum Thema geschrieben hat (Seite 33), den Schwerpunkt im vorliegenden Java Magazin entwickelt.

Microservices sollen kompakt sein und einfach zu deployen – so lauten zentrale Forderungen. Dabei sollen Entwickler unnötige Komplexität vermeiden. Dass sich diese als Konsequenz aber nicht einfach in Luft auflöst, ist allerdings eine Binsenweisheit: Sie findet sich in komplexeren Netzwerkbeziehungen zwischen den Services wieder. Aber dort ist sie – durch konsequente Automatisierungsansätze – eventuell besser zu handhaben, wie Alexander Schwartz in seinem Beitrag ab Seite 44 zeigt. Unter der Überschrift „Einfach mal loslegen“ teilt Alexander Heusingfeld (Seite 52) seine Erfahrungen, wie gut gemachte Microservices-Implementierungen den Wandel in der Technologie vereinfachen können. In seinem Beispiel geht es um den Wandel von einem monolithisch geprägten System hin zu ersten Microservices.

Womit wir bei einer weiteren wichtigen Motivation für Microservices wären: Sie ermöglichen Wandel. Da es heute schon zur Genüge Projekte gibt, die mit Legacy-Code in Form von J2EE-Monolithen zu kämpfen haben, und da wir heute natürlich nicht wissen, welche Anforderungen und Technologien in den nächsten zehn Jahren vorherrschend sein werden, ist es eine gute Idee, sich auf permanenten Wandel einzustellen. Die in unserem Schwerpunkt erwähnten Punkte erläutern plastisch, wie Microservices dabei helfen können.

Nun könnte man einwenden, dass Microservices ihrerseits in ein paar Jahren überholt sein werden und dass man dann in derselben Legacy-Falle stecken würde wie zuvor mit den Java-Enterprise-Monolithen. Darauf lässt sich nur antworten, dass Microservices besonders in Organisationen, wo der ständige Wandel eine herausragende Rolle spielt, sich besonders bewähren.

Um die erwähnte Vielschichtigkeit des Themas etwas besser einzufangen, haben wir uns außerdem entschlossen, gleich mehrere Experten zu Wort kommen zu lassen, und zwar in Form kurzer und knapper Statements (Seite 40).

Wer Ihnen heute jedoch Microservices als Silver Bullet zur Lösung sämtlicher Probleme verkauft, dem sollten Sie misstrauen. Wir leben in komplexen Zeiten im Zeichen ständigen geschäftlichen und technischen Wandels, da ist Offenheit für neue Ansätze immer eine gute Sache.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei unserer vielseitigen Microservices-Ausgabe!

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen, Chefredakteur

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