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Java Magazin
Java Flight Recorder

Der Flugdatenschreiber

Der Java Flight Recorder ist mit einem echten Flugdatenschreiber vergleichbar. Die auf ihm gespeicherten Informationen werden wichtig, wenn etwas schief gelaufen ist. Mit seiner einheitlichen Datenbasis hilft der Flight Recorder außerdem Administratoren und Entwicklern dabei, gemeinsam an Problemlösungen zu arbeiten und Konflikte besser und schneller bewältigen zu können.

Wolfgang Weigend


Der Java Flight Recorder bildet zusammen mit der Managementkonsole Java Mission Control ein Toolset für Java. Java Mission Control (JMC) ist ein etabliertes Werkzeug für das Monitoring, Profiling und die Diagnose von Java-Anwendungen. Es ist im Oracle JDK enthalten und lässt sich mit beliebigen Java-Anwendungen und Applikationsservern verwenden, von der Entwicklung bis zum produktiven Betrieb. Als Bundle mit der HotSpot Java Virtual Machine ist JMC als Client oder als Eclipse-Version seit dem Oracle JDK 7 Update 40 verfügbar. Es basiert auf dem Eclipse RCP.

Entstehung der WerkzeugeDie ursprüngliche Entwicklung der Werkzeuge JRockit Mission Control Console, JRockit Runtime Analyzer, JRockit Memory Leak Detector und JRCMD (CLI für Diagnosekommandos) fand im JRockit Virtual Machine Team statt. Unter BEA Systems wurde der Runtime Analyzer durch den JRockit Flight Recorder ersetzt. Mit der Firmenübernahme von BEA Systems und Sun Microsystems durch Oracle wurde Java Mission Control (JMC) und Java Flight Recorder (JFR) für die HotSpot JVM im Oracle JDK 7 Update 40 weiterentwickelt. Es ist mit der Version JMC und JFR 5.5, basierend auf Eclipse 4.4, im Oracle JDK 8 enthalten [1] und für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Linux und Mac OS X zertifiziert [2]. JMC und JFR sind als eingebundene Werkzeuge mit Java SE Advanced Support paketiert [3], [4], sodass sie nur über einen expliziten Java-SE-Advanced-Support-Vertrag kommerziell verwendet werden dürfen. Die kostenfreie Verwendung von JMC und JFR ist nur zum Selbststudium oder zur privaten Eigenentwicklung erlaubt. JMC ermöglicht das direkte JVM-Online-Monitoring mittels JMX und visualisiert die vom JFR gesammelten Daten. JFR übernimmt die Offline-Profiling- und Diagnosefunktion während des gesamten Applikationslebenszyklus, von der Anwendungsentwicklung über Test, Integration bis zum Anwendungsbetrieb mit einer kontinuierlichen Optimierung.

Mit dem Kommando C:\JAVA_HOME\bin\jmc.exe wird Java Mission Control beispielsweise unter Microsoft Windows gestartet. JMC lässt sich über ein Oracle-Plug-in auch direkt in die Eclipse-IDE integrieren. Die auf dem System laufenden Java-Prozesse werden in einer Baumstruktur im JVM-Browser angezeigt, und mittels Doppelklick wird der darunter liegende MBean-Server oder der Flight Recorder ausgewählt. Der MBean-Server vom Clock Applet Viewer zeigt allgemeine Informationen zum Prozessor- und Heap-Verbrauch, Memory, Code, Threads, I/O, Systeminformationen und Eventtypen an (Abb....

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Der Flugdatenschreiber

Der Java Flight Recorder ist mit einem echten Flugdatenschreiber vergleichbar. Die auf ihm gespeicherten Informationen werden wichtig, wenn etwas schief gelaufen ist. Mit seiner einheitlichen Datenbasis hilft der Flight Recorder außerdem Administratoren und Entwicklern dabei, gemeinsam an Problemlösungen zu arbeiten und Konflikte besser und schneller bewältigen zu können.

Wolfgang Weigend


Der Java Flight Recorder bildet zusammen mit der Managementkonsole Java Mission Control ein Toolset für Java. Java Mission Control (JMC) ist ein etabliertes Werkzeug für das Monitoring, Profiling und die Diagnose von Java-Anwendungen. Es ist im Oracle JDK enthalten und lässt sich mit beliebigen Java-Anwendungen und Applikationsservern verwenden, von der Entwicklung bis zum produktiven Betrieb. Als Bundle mit der HotSpot Java Virtual Machine ist JMC als Client oder als Eclipse-Version seit dem Oracle JDK 7 Update 40 verfügbar. Es basiert auf dem Eclipse RCP.

Entstehung der WerkzeugeDie ursprüngliche Entwicklung der Werkzeuge JRockit Mission Control Console, JRockit Runtime Analyzer, JRockit Memory Leak Detector und JRCMD (CLI für Diagnosekommandos) fand im JRockit Virtual Machine Team statt. Unter BEA Systems wurde der Runtime Analyzer durch den JRockit Flight Recorder ersetzt. Mit der Firmenübernahme von BEA Systems und Sun Microsystems durch Oracle wurde Java Mission Control (JMC) und Java Flight Recorder (JFR) für die HotSpot JVM im Oracle JDK 7 Update 40 weiterentwickelt. Es ist mit der Version JMC und JFR 5.5, basierend auf Eclipse 4.4, im Oracle JDK 8 enthalten [1] und für die Betriebssysteme Microsoft Windows, Linux und Mac OS X zertifiziert [2]. JMC und JFR sind als eingebundene Werkzeuge mit Java SE Advanced Support paketiert [3], [4], sodass sie nur über einen expliziten Java-SE-Advanced-Support-Vertrag kommerziell verwendet werden dürfen. Die kostenfreie Verwendung von JMC und JFR ist nur zum Selbststudium oder zur privaten Eigenentwicklung erlaubt. JMC ermöglicht das direkte JVM-Online-Monitoring mittels JMX und visualisiert die vom JFR gesammelten Daten. JFR übernimmt die Offline-Profiling- und Diagnosefunktion während des gesamten Applikationslebenszyklus, von der Anwendungsentwicklung über Test, Integration bis zum Anwendungsbetrieb mit einer kontinuierlichen Optimierung.

Mit dem Kommando C:\JAVA_HOME\bin\jmc.exe wird Java Mission Control beispielsweise unter Microsoft Windows gestartet. JMC lässt sich über ein Oracle-Plug-in auch direkt in die Eclipse-IDE integrieren. Die auf dem System laufenden Java-Prozesse werden in einer Baumstruktur im JVM-Browser angezeigt, und mittels Doppelklick wird der darunter liegende MBean-Server oder der Flight Recorder ausgewählt. Der MBean-Server vom Clock Applet Viewer zeigt allgemeine Informationen zum Prozessor- und Heap-Verbrauch, Memory, Code, Threads, I/O, Systeminformationen und Eventtypen an (Abb....

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