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Java Magazin
Kolumne: DevOps Stories

Kolumne: DevOps Stories

Donnerstag, 23:14 Uhr: Im Entwicklerbüro stapeln sich Pizzakartons, die Luft ist schlecht und vom Geruch von Club Mate durchsetzt. Der Produktmanager Erik sitzt gemeinsam mit den Entwicklern Lukas und Christian vor dem Rechner (Abb. 1). Vor den beiden ziehen langsam Logausgaben auf einer Konsole vorbei.

Konstantin Diener


Video: Retrospektivenwerkzeugkasten Lukas: „Im Moment brauchen wir für ein Album ungefähr 25 bis 30 Minuten. Da der Kunde die 20 000 wichtigsten Alben für den ersten Batch haben will, brauchen wir bei der aktuellen Geschwindigkeit ungefähr ein Jahr. Der Prozess wird aber immer langsamer. Es dauert also eher noch länger.“Abb. 1: Das Produkt, an dem die beiden arbeiten, ist gerade in einer äußerst prekären LageChristian: „Der Ladeprozess für die Metadaten ist jetzt vollkommen steckengeblieben. Die Maschinen sind unter Volllast.“Erik: „Was bedeutet das?“Christian: „Das Hochladen eines Albums besteht aus mehreren Aufgaben. Die Audiodateien liegen als WAV-, OGG- oder MP3-Dateien vor. Wir müssen sie in ein einheitliches Format überführen und die Lautstärke und so weiter anpassen. Außerdem haben das Album und die einzelnen Titel Metadaten, die wir ins System laden. Mit diesem Schritt haben wir jetzt gerade die größten Probleme.“Lukas: „Weglassen können wir die Metadaten nicht. Sonst heißen alle Alben auf der Plattform „Untitled“ und die Titel sind einfach durchnummeriert.“Erik: „Und das innovative Bedienkonzept des Kunden, das auf der Messe präsentiert werden soll, funktioniert ohne Metadaten natürlich auch nicht, oder?“Lukas: „Genau!“Erik: „Aber warum macht ausgerechnet das Laden der Metadaten solche Probleme? Nach meinem Verständnis ist das Vorbereiten der Audiodateien viel aufwendiger, braucht mehr Rechenleistung etc.“Christian: „Ähm, ja ... Sag du es ihm ...“Lukas: „Ich glaube, Erik, wir müssen dir was erklären. Wir haben von unserem CTO die Vorgabe, alle Software auf dem Application-Server-Cluster im Rechenzentrum anhand unserer Referenzarchitektur zu entwickeln.“Erik: „Die kenne ich. Und?“Lukas: „Was den Metadatenupload angeht, haben wir uns auch daran gehalten. Wir waren uns aber sicher, dass die Vorbereitung der Audiodateien auf dem Cluster viel zu lang dauern würde. Deswegen haben wir uns über die Vorgabe hinweggesetzt, dieses Modul in einer anderen Programmiersprache entwickelt als vorgeschrieben und bei einem Cloud-Anbieter deployt. Hier können wir die Rechenleistung bequem skalieren, wenn wir Lastspitzen wie beim initialen Load haben. Beim Metadatenupload waren wir nicht von solchen Performanceproblemen ausgegangen.“Christian: „Wir haben ja sogar Performancetests für die Audiovorbereitung auf unserem Cluster gemacht. Es hat hinten und vorne nicht gereicht ...“Erik: „Bei einem Cloud-Anbieter? Aber was kostet das? Dürfen wir die Daten des Kund...

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Donnerstag, 23:14 Uhr: Im Entwicklerbüro stapeln sich Pizzakartons, die Luft ist schlecht und vom Geruch von Club Mate durchsetzt. Der Produktmanager Erik sitzt gemeinsam mit den Entwicklern Lukas und Christian vor dem Rechner (Abb. 1). Vor den beiden ziehen langsam Logausgaben auf einer Konsole vorbei.

Konstantin Diener


Video: Retrospektivenwerkzeugkasten Lukas: „Im Moment brauchen wir für ein Album ungefähr 25 bis 30 Minuten. Da der Kunde die 20 000 wichtigsten Alben für den ersten Batch haben will, brauchen wir bei der aktuellen Geschwindigkeit ungefähr ein Jahr. Der Prozess wird aber immer langsamer. Es dauert also eher noch länger.“Abb. 1: Das Produkt, an dem die beiden arbeiten, ist gerade in einer äußerst prekären LageChristian: „Der Ladeprozess für die Metadaten ist jetzt vollkommen steckengeblieben. Die Maschinen sind unter Volllast.“Erik: „Was bedeutet das?“Christian: „Das Hochladen eines Albums besteht aus mehreren Aufgaben. Die Audiodateien liegen als WAV-, OGG- oder MP3-Dateien vor. Wir müssen sie in ein einheitliches Format überführen und die Lautstärke und so weiter anpassen. Außerdem haben das Album und die einzelnen Titel Metadaten, die wir ins System laden. Mit diesem Schritt haben wir jetzt gerade die größten Probleme.“Lukas: „Weglassen können wir die Metadaten nicht. Sonst heißen alle Alben auf der Plattform „Untitled“ und die Titel sind einfach durchnummeriert.“Erik: „Und das innovative Bedienkonzept des Kunden, das auf der Messe präsentiert werden soll, funktioniert ohne Metadaten natürlich auch nicht, oder?“Lukas: „Genau!“Erik: „Aber warum macht ausgerechnet das Laden der Metadaten solche Probleme? Nach meinem Verständnis ist das Vorbereiten der Audiodateien viel aufwendiger, braucht mehr Rechenleistung etc.“Christian: „Ähm, ja ... Sag du es ihm ...“Lukas: „Ich glaube, Erik, wir müssen dir was erklären. Wir haben von unserem CTO die Vorgabe, alle Software auf dem Application-Server-Cluster im Rechenzentrum anhand unserer Referenzarchitektur zu entwickeln.“Erik: „Die kenne ich. Und?“Lukas: „Was den Metadatenupload angeht, haben wir uns auch daran gehalten. Wir waren uns aber sicher, dass die Vorbereitung der Audiodateien auf dem Cluster viel zu lang dauern würde. Deswegen haben wir uns über die Vorgabe hinweggesetzt, dieses Modul in einer anderen Programmiersprache entwickelt als vorgeschrieben und bei einem Cloud-Anbieter deployt. Hier können wir die Rechenleistung bequem skalieren, wenn wir Lastspitzen wie beim initialen Load haben. Beim Metadatenupload waren wir nicht von solchen Performanceproblemen ausgegangen.“Christian: „Wir haben ja sogar Performancetests für die Audiovorbereitung auf unserem Cluster gemacht. Es hat hinten und vorne nicht gereicht ...“Erik: „Bei einem Cloud-Anbieter? Aber was kostet das? Dürfen wir die Daten des Kund...

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