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Java Magazin
Jenkins-Cluster: Verteilung eines Deployment-Servers

Verteiltes Team

Sobald der Deployment-Prozess mit Jenkins mehrere Stufen annimmt und zusätzlich noch automatisierte Tests in größeren Projekten dazukommen, muss man sich mit dem Thema Skalierung auseinandersetzen. Erschwerend kann hinzukommen, dass mehrere Teams mit Jenkins arbeiten und die fertigen Applikationen für mehrere Kunden in unterschiedlichen produktiven Umgebung bereitstellen sollen. Eine Möglichkeit, Jenkins zu skalieren, ist der Aufbau eines Jenkins-Clusters.

Jörg Jackisch


Sobald wir mit mehreren Teams arbeiten und mehrere Projekte abwickeln und bereitstellen, müssen wir an die Skalierung von Jenkins denken. Dies lässt sich aber mit einer Standardinstallation von Jenkins nur sehr schwer umsetzen, wenn überhaupt. Denn die einzelnen Build-Prozesse auf dem überforderten Jenkins-Server nehmen immer mehr Zeit in Anspruch, was bei der produktiven Zeit der Entwickler und Tester verloren geht. Bei weiter steigender Last auf dem Server wird dieser außerdem zunehmend instabil und fällt öfter aus. Der Frust sowohl bei den Entwickler- als auch Testteams und Teamleitern bis hin zu den Managern ist dann groß. Dieser Frust durch instabile Infrastrukturkomponenten schlägt sich schließlich auch in der Produktivität und Qualität des gesamten Projekts nieder. Das wollen wir natürlich mit allen Mitteln vermeiden. Also muss Skalierung her.

Jenkins lässt sich sowohl horizontal als auch vertikal skalieren. In der vertikalen Skalierung kann man den Server mit mehr Hardwareressourcen ausstatten, damit die Jenkins-Applikation performanter ist. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, die Anzahl der Prozessoren und den Arbeitsspeicher zu erweitern. Auch die I/O-Performance kann man verbessern, indem man bei den Speichermedien zu SSD wechselt und die unterschiedlichen Komponenten mit Fibre Channel verbindet, wenn das Serversystem es zulässt. Bei der vertikalen Skalierung stößt man aber häufig an technische Grenzen. Hinzu kommt, dass auch die eingesetzten Werkzeuge und Programme, die innerhalb von Jenkins genutzt werden, Multithreading unterstützen müssen, sonst bringt Skalierbarkeit im vertikalen Sektor nicht den gewünschten Effekt. Außerdem bringt das Aufrüsten der Serverhardware keine Ausfallsicherheit mit.

Da die vertikale Skalierung an Grenzen stößt und man damit keine nachhaltige und langfristige Steigerung erzielen kann, sollte man rechtzeitig die horizontale Skalierbarkeit prüfen und umsetzen. Die horizontale Skalierung beschreibt das Clustering der Anwendung. Jenkins setzt dabei auf eine Master-Agent-(Slave-)Skalierung. Ziel ist es, die Anwendung auf viele Server zu verteilen. Dabei gibt es zwei Alternativen: Zum einen spricht man von einem High-Performance-Computing-(HPC-)Cluster, das dazu dient, die Rechenkapazität zu erhöhen. Zum anderen gibt es High-Available-(HA-)Cluster, die größeren Wert auf die Ausfallsicherheit des Systems legen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Hardware- und Software-Clustern. In beiden Kategor...

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Jenkins-Cluster: Verteilung eines Deployment-Servers

Verteiltes Team

Sobald der Deployment-Prozess mit Jenkins mehrere Stufen annimmt und zusätzlich noch automatisierte Tests in größeren Projekten dazukommen, muss man sich mit dem Thema Skalierung auseinandersetzen. Erschwerend kann hinzukommen, dass mehrere Teams mit Jenkins arbeiten und die fertigen Applikationen für mehrere Kunden in unterschiedlichen produktiven Umgebung bereitstellen sollen. Eine Möglichkeit, Jenkins zu skalieren, ist der Aufbau eines Jenkins-Clusters.

Jörg Jackisch


Sobald wir mit mehreren Teams arbeiten und mehrere Projekte abwickeln und bereitstellen, müssen wir an die Skalierung von Jenkins denken. Dies lässt sich aber mit einer Standardinstallation von Jenkins nur sehr schwer umsetzen, wenn überhaupt. Denn die einzelnen Build-Prozesse auf dem überforderten Jenkins-Server nehmen immer mehr Zeit in Anspruch, was bei der produktiven Zeit der Entwickler und Tester verloren geht. Bei weiter steigender Last auf dem Server wird dieser außerdem zunehmend instabil und fällt öfter aus. Der Frust sowohl bei den Entwickler- als auch Testteams und Teamleitern bis hin zu den Managern ist dann groß. Dieser Frust durch instabile Infrastrukturkomponenten schlägt sich schließlich auch in der Produktivität und Qualität des gesamten Projekts nieder. Das wollen wir natürlich mit allen Mitteln vermeiden. Also muss Skalierung her.

Jenkins lässt sich sowohl horizontal als auch vertikal skalieren. In der vertikalen Skalierung kann man den Server mit mehr Hardwareressourcen ausstatten, damit die Jenkins-Applikation performanter ist. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, die Anzahl der Prozessoren und den Arbeitsspeicher zu erweitern. Auch die I/O-Performance kann man verbessern, indem man bei den Speichermedien zu SSD wechselt und die unterschiedlichen Komponenten mit Fibre Channel verbindet, wenn das Serversystem es zulässt. Bei der vertikalen Skalierung stößt man aber häufig an technische Grenzen. Hinzu kommt, dass auch die eingesetzten Werkzeuge und Programme, die innerhalb von Jenkins genutzt werden, Multithreading unterstützen müssen, sonst bringt Skalierbarkeit im vertikalen Sektor nicht den gewünschten Effekt. Außerdem bringt das Aufrüsten der Serverhardware keine Ausfallsicherheit mit.

Da die vertikale Skalierung an Grenzen stößt und man damit keine nachhaltige und langfristige Steigerung erzielen kann, sollte man rechtzeitig die horizontale Skalierbarkeit prüfen und umsetzen. Die horizontale Skalierung beschreibt das Clustering der Anwendung. Jenkins setzt dabei auf eine Master-Agent-(Slave-)Skalierung. Ziel ist es, die Anwendung auf viele Server zu verteilen. Dabei gibt es zwei Alternativen: Zum einen spricht man von einem High-Performance-Computing-(HPC-)Cluster, das dazu dient, die Rechenkapazität zu erhöhen. Zum anderen gibt es High-Available-(HA-)Cluster, die größeren Wert auf die Ausfallsicherheit des Systems legen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Hardware- und Software-Clustern. In beiden Kategor...

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