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Vier bekannte JDK-Bibliotheken im Vergleich

Java ist nicht gleich Java


Was OpenJDK nicht kann, kann wiederum Oracle JDK und so weiter. Sind die Vor- und Nachteile einer JDK-Bibliothek erst einmal bekannt, fällt die Wahl der richtigen Bibliothek allerdings leichter.

Die vier bekannten JDK-Bibliotheken unterscheiden sich vor allem in Sachen JavaFX- und JAXB-Unterstützung. Diverse Linux-Distributionen wie zum Beispiel Gentoo ermöglichen es, zwischen den einzelnen JDK-Bibliotheken hin- und herzuschalten (Abb. 1). Weitere Unterschiede werden im Praxistest mit Eclipse 4.19 und dem ARM-Prozessor im AArch64-Modus erörtert [1].

minosi_jdks_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: JDK-Bibliotheken

OpenJDK

OpenJDK ist eine Open-Source-Entwicklung. basierend auf Oracles Java [2]. In der Tat sind auch Oracle-Entwickler Teil des Teams, das in OpenJDK involviert ist. Aktuell liegt OpenJDK in der Version 15.0.2 vor:

> $ java -version openjdk version "15.0.2" 2021-01-19 OpenJDK Runtime Environment (build 15.0.2+7-27) OpenJDK 64-Bit Server VM (build 15.0.2+7-27, mixed mode)

Die Binärdateien sind für Linux, Windows und macOS verfügbar, wobei zusätzlich an die Benutzer des Rasp-berry Pi gedacht wurde, auch hierfür existieren Binaries [3]. Linux-Benutzer müssen die heruntergeladene Datei lediglich entpacken und in der Entwicklungsumgebung den Pfad zur Java-Datei angeben.

OpenJDK ist für Projekte geeignet, die Kommandozeilentools oder Java-AWT-/Java-Swing-Anwendungen beinhalten. Denn die Unterstützung für JavaFX ist bei OpenJDK nicht von Haus aus vorhanden. Mit OpenJDK lassen sich zum Beispiel Terminalanwendungen programmieren, die auf Swing basieren (Abb. 2).

minosi_jdks_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: OpenJDK

IcedTea

Das im Jahr 2007 initiierte Projekt IcedTea hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen vereinfachten Zugang zur weiter oben erwähnten JDK-Bibliothek OpenJDK bereitzustellen [4]. Dadurch, dass IcedTea ursprünglich von Red Hats Java-Team erschaffen wurde, richtet es sich primär an Linux-Nutzer. Die Konfiguration, Kompilierung und Distribution des IcedTea-Pakets macht es für Linux-Distributionen einfach, diese ins Paketmanagement aufzunehmen. So bieten etliche Linux-Distributionen – von RPM- über Debian- bis hin zu Port-basierten – IcedTea an. Dadurch erübrigen sich der manuelle Download und die Konfiguration, da das bereits der Paketmanager erledigt.

Leider lässt sich Eclipse mit IcedTea noch nicht einmal starten, sodass lediglich fliegengewichtige Entwicklungsumgebungen wie Geany übrigbleiben. Das liegt vor allem daran, dass IcedTea Version 1.8 verwendet, während Eclipse mindestens Version 11 voraussetzt:

> $ java ...

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