Kolumne: Mobile Welten

Mehrgleisig unterwegs: Mobile Cross-Plattform-Strategien von Adobe


Adobe entwickelt zwar Flash für mobile Browser nicht mehr aktiv weiter. Dafür bietet das Unternehmen mit der Runtime AIR und PhoneGap gleich zwei Varianten, mobile Cross-Plattform-Applikationen zu entwickeln. Doch wie fährt man als Entwickler besser?

Kein Aus für Flash

Als Adobe im November letzten Jahres ankündigte, Flash für mobile Browser nicht mehr weiterzuentwickeln, hörte es sich fast so an, als habe sich Apple letztlich doch durchsetzen können und es geschafft, Flash komplett aus allen mobilen Browsern zu verbannen. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass Flash komplett von mobilen Endgeräten verschwindet. Adobe folgt zwar dem Trend, dass HTML5 das Mittel der Wahl ist, um interaktive Webinhalte auf mobilen Geräten darzustellen – und einen Großteil der von Flash abgedeckten kann man Funktionalitäten inzwischen auf vielen Browsern mit HTML5-Bordmitteln umsetzen. Andererseits versucht Adobe, Flash mithilfe der AIR (Adobe Integrated Runtime) als zusätzliche Anwendungsplattform außerhalb des Webbrowsers auf mobilen Endgeräten zu etablieren. Doch selbst mit Flash im mobilen Browser ist noch nicht endgültig Schluss. Denn zum einen stellt ­Adobe weiterhin wichtige Sicherheitsupdates zur Verfügung, zum anderen besitzt beispielsweise der Hersteller RIM eine Sourcecode-Lizenz und will damit das Flash-Plug-in für den Browser des BlackBerry PlayBooks auf eigene Faust weiterentwickeln.

PhoneGap oder AIR?

Mit der Übernahme des PhoneGap-Herstellers Nitobi durch Adobe im Oktober letzten Jahres setzt die Firma auf ein weiteres Pferd. PhoneGap erlaubt die Entwicklung von nativen Apps für verschiedene Plattformen mithilfe von Webtechnologien wie HTML5, CSS und JavaScript. Es gewährt mittels spezieller APIs auch Zugriff auf die meisten Gerätefunktionalitäten und erlaubt über Plug-ins das Einbinden von nativem Code für die jeweilige Zielplattform. Adobe hat PhoneGap inzwischen als Open Source an die Apache Foundation übergeben, wo es zunächst unter dem Namen Callback und nun unter Cordova firmierte bzw. firmiert und sich noch im Incubator-Status befindet. Mit AIR stellt Adobe auch für mobile Endgeräte eine Runtime bereit, die das Ausführen von Flash- und HTML-Inhalten ermöglicht und somit auch Flex-Anwendungen auf mobile Plattformen bringt.

Cross-Plattform-Ansätze gibt es zahlreiche, doch mit AIR und PhoneGap kommen gleich zwei vor allem unter Designern populäre Technologien aus demselben Hause. Welche die bessere ist, hängt vom jeweiligen Szenario ab. Es gibt zahlreic...

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