Barrierearme Webanwendungen mit Java und JavaScript

Barrierearme Webanwendungen mit Java und JavaScript

Tom Hombergs


Barrierefreiheit ist ein Thema, mit dem sich die Wenigsten gut auskennen. Es schwirren in der Entwicklercommunity Gerüchte und Halbwahrheiten umher, die eher abschrecken als dazu zu motivieren, sich intensiv mit der Sache auseinanderzusetzen. Das ist zum Teil vielleicht auch der deutschen Sprache geschuldet: Das Prädikat „barrierefrei“ verdient eine Webanwendung erst, wenn sie dem Nutzer keine einzige Barriere mehr in den Weg stellt. Vergessen wird leicht, dass man auch barrierearme Webanwendungen entwickeln kann. Der englische Begriff „Accessibility“ (Zugänglichkeit) trifft das Thema besser – und ist für uns Entwickler auch weniger abschreckend.

Wenn das Thema Barrierefreiheit in einer Diskussion zwischen Entwicklern einer Webanwendung zur Sprache kommt, kann man immer mit folgenden Aussagen rechnen:

Barrierefreiheit kostet viel Zeit und GeldBarrierefreiheit lässt sich nicht mit JavaScript vereinenBarrierefreiheit wird von Java-Webframeworks nicht unterstützt

Diesen Vorurteilen wollen wir einmal auf den Zahn fühlen. Zunächst einmal interessiert uns jedoch, welche Barrieren in Webanwendungen bestehen und welche Richtlinien dabei helfen, eine Webanwendung barrierearm zu gestalten.

Barrieren in Webanwendungen

Setzt man sich mit dem Thema auseinander und ist selbst nicht auf Barrierefreiheit angewiesen, stellt sich zuallererst die Frage, welche Barrieren es in Webanwendungen überhaupt geben kann. Eine gute Ressource zum Nachschlagen dieser und anderer Fragen rund um das Thema ist die Website der Web Accessibility Initiative (WAI), einer Initiative des World Wide Web Consortium (W3C) [1]. Die WAI hat es sich zum Ziel gemacht, über Barrierefreiheit im Web aufzuklären. Sie erarbeitet und veröffentlicht konkrete Handlungsempfehlungen, mit deren Hilfe man Webauftritte und -anwendungen barrierearm gestalten kann. Die verschiedenen Richtlinien und Dokumente der WAI werden im Rahmen des W3C-Prozesses von einem Expertengremium entwickelt, mit dem Ziel, sich als offizielle „W3C Recommendation“ als Quasi-Standard in der Entwicklergemeinde zu etablieren.

Neben vielen anderen Ressourcen beschreibt die WAI auch anhand einiger User Stories, wie Menschen mit verschiedenen Behinderungen mit dem Web arbeiten und welche Schwierigkeiten bei der Nutzung der Webanwendungen entstehen können [2]. Einige dieser Schwierigkeiten sind sofort ersichtlich, an viele andere denkt man aber zunächst gar nicht. Zum Beispiel können die folgenden Gegebenheiten Barrieren in Webanwendungen darstellen:

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Barrierearme Webanwendungen mit Java und JavaScript

Barrierearme Webanwendungen mit Java und JavaScript

Tom Hombergs


Barrierefreiheit ist ein Thema, mit dem sich die Wenigsten gut auskennen. Es schwirren in der Entwicklercommunity Gerüchte und Halbwahrheiten umher, die eher abschrecken als dazu zu motivieren, sich intensiv mit der Sache auseinanderzusetzen. Das ist zum Teil vielleicht auch der deutschen Sprache geschuldet: Das Prädikat „barrierefrei“ verdient eine Webanwendung erst, wenn sie dem Nutzer keine einzige Barriere mehr in den Weg stellt. Vergessen wird leicht, dass man auch barrierearme Webanwendungen entwickeln kann. Der englische Begriff „Accessibility“ (Zugänglichkeit) trifft das Thema besser – und ist für uns Entwickler auch weniger abschreckend.

Wenn das Thema Barrierefreiheit in einer Diskussion zwischen Entwicklern einer Webanwendung zur Sprache kommt, kann man immer mit folgenden Aussagen rechnen:

Barrierefreiheit kostet viel Zeit und GeldBarrierefreiheit lässt sich nicht mit JavaScript vereinenBarrierefreiheit wird von Java-Webframeworks nicht unterstützt

Diesen Vorurteilen wollen wir einmal auf den Zahn fühlen. Zunächst einmal interessiert uns jedoch, welche Barrieren in Webanwendungen bestehen und welche Richtlinien dabei helfen, eine Webanwendung barrierearm zu gestalten.

Barrieren in Webanwendungen

Setzt man sich mit dem Thema auseinander und ist selbst nicht auf Barrierefreiheit angewiesen, stellt sich zuallererst die Frage, welche Barrieren es in Webanwendungen überhaupt geben kann. Eine gute Ressource zum Nachschlagen dieser und anderer Fragen rund um das Thema ist die Website der Web Accessibility Initiative (WAI), einer Initiative des World Wide Web Consortium (W3C) [1]. Die WAI hat es sich zum Ziel gemacht, über Barrierefreiheit im Web aufzuklären. Sie erarbeitet und veröffentlicht konkrete Handlungsempfehlungen, mit deren Hilfe man Webauftritte und -anwendungen barrierearm gestalten kann. Die verschiedenen Richtlinien und Dokumente der WAI werden im Rahmen des W3C-Prozesses von einem Expertengremium entwickelt, mit dem Ziel, sich als offizielle „W3C Recommendation“ als Quasi-Standard in der Entwicklergemeinde zu etablieren.

Neben vielen anderen Ressourcen beschreibt die WAI auch anhand einiger User Stories, wie Menschen mit verschiedenen Behinderungen mit dem Web arbeiten und welche Schwierigkeiten bei der Nutzung der Webanwendungen entstehen können [2]. Einige dieser Schwierigkeiten sind sofort ersichtlich, an viele andere denkt man aber zunächst gar nicht. Zum Beispiel können die folgenden Gegebenheiten Barrieren in Webanwendungen darstellen:

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