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Java Magazin
Das Tutorial zur neuen Version von JSF

Das Tutorial zur neuen Version von JSF

Nach fast zwei Jahren Entwicklungs- und Beratungszeit steht eine neue Version von JavaServer Faces bereit. Mit Version 2.2 wurden einige lang erwartete Änderungen und Neuerungen in den Standard aufgenommen. Gerade während der letzten Monate ging es in der Expert Group nochmals sehr eifrig zur Sache, bis man die letzten Features für den Final Draft zusammen hatte. Und es hat sich durchaus gelohnt. In diesem Tutorial wird eine Webanwendung basierend auf JSF mit Schwerpunkt auf den neuen JSF-2.2-Funktionen gebaut.

Andy Bosch


JSF 2.2 wird durch den Java Specification Request (JSR) 344 beschrieben. Die Anfänge dieses JSRs liegen im Jahr 2011. Ursprünglich war man angetreten, diese neue Version innerhalb kürzester Zeit fertigzustellen. Allerdings war dieses Vorhaben so nicht realisierbar. Ein Standard sollte durchaus ausführlich und umfangreich diskutiert und evaluiert werden. Schließlich soll er langfristige (Planungs-)Sicherheit bieten und eine langfristige Orientierung vorgeben. Es hat daher sicherlich nicht geschadet, JSF 2.2 erst im Zuge von Java EE 7 zu veröffentlichen.

Das Vorhaben: T-Shirts verkaufen

Als ich diesen Artikel begonnen habe zu schreiben, wurde in der Presse ein bestimmtes T-Shirt-Logo eines Versandhändlers eifrig diskutiert: „In Mathe bin ich Deko“. Ohne politisch dazu Stellung nehmen zu wollen, fand ich die Idee gut, eine JSF-2.2-Beispielanwendung als ­T-Shirt-Shop zu entwickeln. Gerade für die neuen JSF-2.2-Features passt das sehr gut. Als kleiner Vorausgriff seien die Themen Faces Flow, Fileupload, ViewActions, HTML5 und Resource Library Contracts genannt. Der Shop soll eine Liste von Basisshirts anbieten, von denen man sich eines auswählen und mit einem Logo versehen kann. Zusätzlich kann ein Text aufgedruckt werden. Der Shop soll ein modernes, HTML5-basiertes Design aufweisen.

Abb. 1: Der fertige T-Shirt-Shop

Die Features im Überblick

In verschiedenen Vorträgen und Artikeln wurde in den letzten Monaten regelmäßig über JSF 2.2 berichtet. Dabei wurde auch immer von den „Big Ticket Features“ gesprochen. Damit sind die großen Neuerungen gemeint, die Einzug in die Spezifikation gehalten haben. Die Anzahl, wie viele es letztlich sind, hat dabei bis zuletzt geschwankt. Folgende größere Neuerungen haben es letztlich noch in die Spezifikation geschafft:

Resource Library Contracts: Hiermit soll erreicht werden, dass eine Website basierend auf unterschiedlichen Templates angezeigt werden kann. In der Praxis wird dabei häufig der Begriff des „Whitelabeling“ verwendet. Eine Website kann mithilfe von unterschiedlichen Templates und Style Sheets auf unterschiedliche Weise gerendert werden. Im CMS-Umfeld kennt man diese Templateansätze von Joomla oder anderen Systemen. Es sind separate View-Artefakte, die durch einfaches Deployment in die Anwendung übernommen werden können. Dieser Ansatz in JSF geht noch einen Schritt weiter als die bisherigen Facelets-View-Template-Konzepte. Es ist nun möglich, komplette Markup-Skelette (Template) zusammen mit Bildern, JavaScripts und ...

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Das Tutorial zur neuen Version von JSF

Das Tutorial zur neuen Version von JSF

Nach fast zwei Jahren Entwicklungs- und Beratungszeit steht eine neue Version von JavaServer Faces bereit. Mit Version 2.2 wurden einige lang erwartete Änderungen und Neuerungen in den Standard aufgenommen. Gerade während der letzten Monate ging es in der Expert Group nochmals sehr eifrig zur Sache, bis man die letzten Features für den Final Draft zusammen hatte. Und es hat sich durchaus gelohnt. In diesem Tutorial wird eine Webanwendung basierend auf JSF mit Schwerpunkt auf den neuen JSF-2.2-Funktionen gebaut.

Andy Bosch


JSF 2.2 wird durch den Java Specification Request (JSR) 344 beschrieben. Die Anfänge dieses JSRs liegen im Jahr 2011. Ursprünglich war man angetreten, diese neue Version innerhalb kürzester Zeit fertigzustellen. Allerdings war dieses Vorhaben so nicht realisierbar. Ein Standard sollte durchaus ausführlich und umfangreich diskutiert und evaluiert werden. Schließlich soll er langfristige (Planungs-)Sicherheit bieten und eine langfristige Orientierung vorgeben. Es hat daher sicherlich nicht geschadet, JSF 2.2 erst im Zuge von Java EE 7 zu veröffentlichen.

Das Vorhaben: T-Shirts verkaufen

Als ich diesen Artikel begonnen habe zu schreiben, wurde in der Presse ein bestimmtes T-Shirt-Logo eines Versandhändlers eifrig diskutiert: „In Mathe bin ich Deko“. Ohne politisch dazu Stellung nehmen zu wollen, fand ich die Idee gut, eine JSF-2.2-Beispielanwendung als ­T-Shirt-Shop zu entwickeln. Gerade für die neuen JSF-2.2-Features passt das sehr gut. Als kleiner Vorausgriff seien die Themen Faces Flow, Fileupload, ViewActions, HTML5 und Resource Library Contracts genannt. Der Shop soll eine Liste von Basisshirts anbieten, von denen man sich eines auswählen und mit einem Logo versehen kann. Zusätzlich kann ein Text aufgedruckt werden. Der Shop soll ein modernes, HTML5-basiertes Design aufweisen.

Abb. 1: Der fertige T-Shirt-Shop

Die Features im Überblick

In verschiedenen Vorträgen und Artikeln wurde in den letzten Monaten regelmäßig über JSF 2.2 berichtet. Dabei wurde auch immer von den „Big Ticket Features“ gesprochen. Damit sind die großen Neuerungen gemeint, die Einzug in die Spezifikation gehalten haben. Die Anzahl, wie viele es letztlich sind, hat dabei bis zuletzt geschwankt. Folgende größere Neuerungen haben es letztlich noch in die Spezifikation geschafft:

Resource Library Contracts: Hiermit soll erreicht werden, dass eine Website basierend auf unterschiedlichen Templates angezeigt werden kann. In der Praxis wird dabei häufig der Begriff des „Whitelabeling“ verwendet. Eine Website kann mithilfe von unterschiedlichen Templates und Style Sheets auf unterschiedliche Weise gerendert werden. Im CMS-Umfeld kennt man diese Templateansätze von Joomla oder anderen Systemen. Es sind separate View-Artefakte, die durch einfaches Deployment in die Anwendung übernommen werden können. Dieser Ansatz in JSF geht noch einen Schritt weiter als die bisherigen Facelets-View-Template-Konzepte. Es ist nun möglich, komplette Markup-Skelette (Template) zusammen mit Bildern, JavaScripts und ...

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