JBoss-Forge-Plug-ins selbst schreiben

JBoss-Forge-Plug-ins selbst schreiben

Christian Brandenstein, Sandro Sonntag


Artikelserie: JBoss ForgeTeil 1: EinführungTeil 2: Plug-ins

Wie wir schon im letzten Artikel, „May the Forge be with you“ (Java Magazin 5.2013), gesehen haben, handelt es sich bei JBoss Forge um ein Tool, das Rapid Application Development ermöglichen soll. Dem Entwickler steht nach der Eingabe des forge-Befehls in der Kommandozeile nach einigen Sekunden die Forge Shell zur Verfügung, mit der neue Projekte mit wenigen Kommandos erzeugt werden können. Forge kümmert sich um das Anlegen der Verzeichnisstruktur, der Maven Dependencies und vieler weiterer, zum Teil spezieller technischer Aspekte des Projekts. Es können beispielsweise EJB-, JAX-RS- und JPA-Konfigurationen generiert werden, es kann aus der Shell auf einem JBoss Application Server deployt werden, und es können die verschiedensten Klassen – vom Frontend bis zur JPA Entity – erzeugt werden. Ein Großteil dieser Funktionalität ist schon im Forge Core enthalten und steht bereits ab Installation der Shell zur Verfügung. Vieles ist aber auch in externe Plug-ins ausgelagert, die vor der Benutzung erst explizit mit dem Befehl forge install-plugin geladen werden müssen. Für das Deployment auf den JBoss muss zum Beispiel zuvor das AS-7-Plug-in installiert werden. Eine Liste der im Plug-in-Git-Repository bereits vorhandenen Plug-ins erhält man, indem man nach forge install-plugin die TAB-Taste betätigt oder mit forge find-plugin nach bestimmten Schlüsselwörtern sucht. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, Plug-ins über die Befehle forge git-plugin und forge source-plugin zu laden. Und das eröffnet uns die Möglichkeit, unser eigenes Plug-in einfach aus unserem Git Repository oder direkt aus dem Source-Verzeichnis in unsere Forge-Installation einzuspielen, ohne es zuvor in dem zentralen Repository zu registrieren (was natürlich auch möglich ist).

Bevor wir nun voll in die Plug-in-Entwicklung einsteigen, sollen noch ein paar Worte über die technische Architektur von Forge verloren werden. JBoss Forge setzt auf CDI, genauer gesagt auf Weld, die Referenzimplementierung der CDI Specification. Das bedeutet, dass mit der Eingabe des forge-Befehls ein Weld-Container gestartet wird und alle wichtigen Objekte der ­Forge Shell injiziert werden können. Demnach handelt es sich bei einem Forge-Plug-in um nichts anderes als eine ordinäre CDI Bean, die mit einigen Forge-Framework-Annotations versehen wird. Dadurch ist es im Handumdrehen möglich, neue Shell-Befehle zu implementieren, ohne sich mit dem Parsen ...

JBoss-Forge-Plug-ins selbst schreiben

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Christian Brandenstein, Sandro Sonntag


Artikelserie: JBoss ForgeTeil 1: EinführungTeil 2: Plug-ins

Wie wir schon im letzten Artikel, „May the Forge be with you“ (Java Magazin 5.2013), gesehen haben, handelt es sich bei JBoss Forge um ein Tool, das Rapid Application Development ermöglichen soll. Dem Entwickler steht nach der Eingabe des forge-Befehls in der Kommandozeile nach einigen Sekunden die Forge Shell zur Verfügung, mit der neue Projekte mit wenigen Kommandos erzeugt werden können. Forge kümmert sich um das Anlegen der Verzeichnisstruktur, der Maven Dependencies und vieler weiterer, zum Teil spezieller technischer Aspekte des Projekts. Es können beispielsweise EJB-, JAX-RS- und JPA-Konfigurationen generiert werden, es kann aus der Shell auf einem JBoss Application Server deployt werden, und es können die verschiedensten Klassen – vom Frontend bis zur JPA Entity – erzeugt werden. Ein Großteil dieser Funktionalität ist schon im Forge Core enthalten und steht bereits ab Installation der Shell zur Verfügung. Vieles ist aber auch in externe Plug-ins ausgelagert, die vor der Benutzung erst explizit mit dem Befehl forge install-plugin geladen werden müssen. Für das Deployment auf den JBoss muss zum Beispiel zuvor das AS-7-Plug-in installiert werden. Eine Liste der im Plug-in-Git-Repository bereits vorhandenen Plug-ins erhält man, indem man nach forge install-plugin die TAB-Taste betätigt oder mit forge find-plugin nach bestimmten Schlüsselwörtern sucht. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, Plug-ins über die Befehle forge git-plugin und forge source-plugin zu laden. Und das eröffnet uns die Möglichkeit, unser eigenes Plug-in einfach aus unserem Git Repository oder direkt aus dem Source-Verzeichnis in unsere Forge-Installation einzuspielen, ohne es zuvor in dem zentralen Repository zu registrieren (was natürlich auch möglich ist).

Bevor wir nun voll in die Plug-in-Entwicklung einsteigen, sollen noch ein paar Worte über die technische Architektur von Forge verloren werden. JBoss Forge setzt auf CDI, genauer gesagt auf Weld, die Referenzimplementierung der CDI Specification. Das bedeutet, dass mit der Eingabe des forge-Befehls ein Weld-Container gestartet wird und alle wichtigen Objekte der ­Forge Shell injiziert werden können. Demnach handelt es sich bei einem Forge-Plug-in um nichts anderes als eine ordinäre CDI Bean, die mit einigen Forge-Framework-Annotations versehen wird. Dadurch ist es im Handumdrehen möglich, neue Shell-Befehle zu implementieren, ohne sich mit dem Parsen ...

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