Was bringt die neue Version?

Vaadin: Endlich 7

Benjamin Schupp, Patrick Pfister


Das Vaadin-Framework stellt einen interessanten Ansatz für die Entwicklung eines dynamischen Web-Frontends dar: Es verwendet ein reines serverseitiges, eventbasiertes Modell und ermöglicht eine Anwendungsentwicklung ohne direkte Verwendung von HTML und JavaScript-Code – also rein auf Java basierend. Mit diesem Programmiermodell hat sich das Framework nun seit gut zehn Jahren einen Namen gemacht und erfreut sich insbesondere seit der Namensänderung – davor hieß es IT Mill Toolkit – und dem zeitgleichen Release der Version 6 im Jahr 2009 wachsender Beliebtheit. Mit der nun veröffentlichten Version 7 wurde seitdem die Hauptversionsnummer erstmalig erhöht.

Erwartungsgemäß erfährt Vaadin in diesem gewichtigen Update eine Vielzahl von neuen Features und viele architektonische Neuerungen und Schönheitskorrekturen an dem API. Als richtungsweisend darf wohl auch bezeichnet werden, dass das Google Web Toolkit (GWT) nun integraler Bestandteil des Vaadin-Frameworks geworden ist. Nachdem das Framework bereits seit einigen Jahren für die Clientkomponenten auf das GWT gesetzt hatte, wurde Vaadin letztes Jahr Mitglied des GWT Steering Committees, das die Entwicklung von GWT als Open-Source-Library weiter steuern soll. Der GWT-Sourcecode ist nun in die Paketstruktur von Vaadin integriert, und die Firma stellt somit einen eigenständigen Support hierzu bereit und kann nun direkter und vor allem zeitnah auf Probleme, insbesondere bei der Browserkompatibilität der GUI Widgets von GWT, reagieren.

Ein in unseren Augen entscheidender Sprung mit der Version 7 ist die Öffnung des Frameworks in Bezug auf Erweiterbarkeit und Integration, insbesondere hinsichtlich der JavaScript-Clienttechnologie. Vaadins Beliebtheit ist zu einem großen Teil auf den hohen Grad an Abstraktion für die Implementierung von Webbenutzerschnittstellen zurückzuführen. Das Programmiermodell fühlt sich ähnlich wie die herkömmliche Entwicklung von Java-Clients mit Swing an und bietet auch all die Vorteile der typisierten Programmiersprache Java. Web-GUIs können vollständig innerhalb der Java-Umgebung mit der gewohnten IDE-Unterstützung umgesetzt werden. Die herkömmlichen Probleme bei der zweigleisigen Entwicklung mit Java auf der Serverseite und der Browserentwicklung mit dem Webtechnologie-Stack (HTML, CSS, JavaScript) gibt es bei der Entwicklung mit Vaadin kaum. Diese hohe Abstraktion hat allerdings manchmal neben den erwähnten Vorteilen auch ihre Tücken – so waren mit Vaadin 6 Abwege vom Standard meist nur m...

Was bringt die neue Version?

Vaadin: Endlich 7

Benjamin Schupp, Patrick Pfister


Das Vaadin-Framework stellt einen interessanten Ansatz für die Entwicklung eines dynamischen Web-Frontends dar: Es verwendet ein reines serverseitiges, eventbasiertes Modell und ermöglicht eine Anwendungsentwicklung ohne direkte Verwendung von HTML und JavaScript-Code – also rein auf Java basierend. Mit diesem Programmiermodell hat sich das Framework nun seit gut zehn Jahren einen Namen gemacht und erfreut sich insbesondere seit der Namensänderung – davor hieß es IT Mill Toolkit – und dem zeitgleichen Release der Version 6 im Jahr 2009 wachsender Beliebtheit. Mit der nun veröffentlichten Version 7 wurde seitdem die Hauptversionsnummer erstmalig erhöht.

Erwartungsgemäß erfährt Vaadin in diesem gewichtigen Update eine Vielzahl von neuen Features und viele architektonische Neuerungen und Schönheitskorrekturen an dem API. Als richtungsweisend darf wohl auch bezeichnet werden, dass das Google Web Toolkit (GWT) nun integraler Bestandteil des Vaadin-Frameworks geworden ist. Nachdem das Framework bereits seit einigen Jahren für die Clientkomponenten auf das GWT gesetzt hatte, wurde Vaadin letztes Jahr Mitglied des GWT Steering Committees, das die Entwicklung von GWT als Open-Source-Library weiter steuern soll. Der GWT-Sourcecode ist nun in die Paketstruktur von Vaadin integriert, und die Firma stellt somit einen eigenständigen Support hierzu bereit und kann nun direkter und vor allem zeitnah auf Probleme, insbesondere bei der Browserkompatibilität der GUI Widgets von GWT, reagieren.

Ein in unseren Augen entscheidender Sprung mit der Version 7 ist die Öffnung des Frameworks in Bezug auf Erweiterbarkeit und Integration, insbesondere hinsichtlich der JavaScript-Clienttechnologie. Vaadins Beliebtheit ist zu einem großen Teil auf den hohen Grad an Abstraktion für die Implementierung von Webbenutzerschnittstellen zurückzuführen. Das Programmiermodell fühlt sich ähnlich wie die herkömmliche Entwicklung von Java-Clients mit Swing an und bietet auch all die Vorteile der typisierten Programmiersprache Java. Web-GUIs können vollständig innerhalb der Java-Umgebung mit der gewohnten IDE-Unterstützung umgesetzt werden. Die herkömmlichen Probleme bei der zweigleisigen Entwicklung mit Java auf der Serverseite und der Browserentwicklung mit dem Webtechnologie-Stack (HTML, CSS, JavaScript) gibt es bei der Entwicklung mit Vaadin kaum. Diese hohe Abstraktion hat allerdings manchmal neben den erwähnten Vorteilen auch ihre Tücken – so waren mit Vaadin 6 Abwege vom Standard meist nur m...

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